Heike Merker (* 1967 in Berlin) ist eine deutsche Maskenbildnerin.

Leben Merker lernte ihr Handwerk an der Maskenbildnerschule von Hasso von Hugo in Berlin.Heiker Merker - die Frau, die Menschen auch mal hässlich schminkt Artikel in der Brigitte, Ausgabe 26/2013. Nach ersten Erfahrungen bei kleineren Filmproduktionen und Fernsehserien hatte sie 1999 mit Sonnenallee von Regisseur Leander Haußmann ihr erstes größeres Filmprojekt. Weitere erfolgreiche deutsche Produktionen, an denen Merker in der Folgezeit mitwirkte, waren u. a. Good Bye, Lenin!, Herr Lehmann, Barfuss und Elementarteilchen.

Mit Valley of Flowers folgte 2006 auch die erste internationale Koproduktion, der mit beispielsweise Sturm (2009), John Rabe (2009), Roland Emmerichs Anonymous oder Cloud Atlas von Tom Tykwer weitere erfolgreiche Filme folgten. Auch in Deutschland war sie mit Krabat, Goethe! und Der Medicus parallel an vielen erfolgreichen Filmen beteiligt.

Für ihre Arbeiten in Goethe! und Anonymous wurde sie jeweils mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Den renommierten amerikanischen Saturn Award gewann sie 2013 für ihre Leistungen im Film Cloud Atlas.

Im Jahr 2022 wurde sie in die Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) berufen, die alljährlich die Oscars vergibt. Ein Jahr später wurde sie für ihre Arbeit an dem Kriegsdrama Im Westen nichts Neues (2022) selbst für einen Oscar nominiert und gewann erneut den Deutschen Filmpreis.

Filmografie (Auswahl) 1996: Unbeständig und kühl 1999: Sonnenallee 2001: Mondscheintarif 2002: Rosa Roth: Die Abrechnung 2003: Good Bye, Lenin! 2003: Die Musterknaben 3 – 1000 und eine Nacht 2003: Herr Lehmann 2004: Schatten der Zeit 2005: Barfuss 2006: Elementarteilchen 2006: Reine Formsache 2006: Valley of Flowers 2007: Das wilde Leben 2008: Krabat 2009: Sturm 2009: John Rabe 2009: Das Vaterspiel 2009: Lila, Lila 2010: Boxhagener Platz 2010: Goethe! 2011: Anonymous (Anonymus) 2012: Zettl 2012: Cloud Atlas 2013: Der Medicus 2014: Grand Budapest Hotel (The Grand Budapest Hotel) 2015: Point Break 2016: A Hologramm for the King 2017: Eleanor & Colette (55 Steps) 2017: Der Mann aus dem Eis 2018: Crazy Rich 2018: Verschwörung (The Girl in the Spider’s Web) 2020: The Postcard Killings 2021: Tom Clancy’s Gnadenlos (Tom Clancy’s Without Remorse) 2021: Gunpowder Milkshake 2021: Matrix Resurrections (The Matrix Resurrections) 2022: Im Westen nichts Neues

Auszeichnungen und Nominierungen Deutscher Filmpreis: 2011: Gewinnerin in der Kategorie Bestes Maskenbild für Goethe! 2012: Gewinnerin in der Kategorie Bestes Maskenbild für Anonymous 2014: Nominierung in der Kategorie Bestes Maskenbild für Der Medicus 2018: Nominierung in der Kategorie Bestes Maskenbild für Der Mann aus dem Eis (Iceman) 2019: Nominierung in der Kategorie Bestes Maskenbild für Eleanor & Colette (55 Steps) 2023: Gewinnerin in der Kategorie Bestes Maskenbild für Im Westen nichts Neues

Saturn Award 2013: Gewinnerin in der Kategorie Best Make-Up für Cloud Atlas

Österreichischer Filmpreis 2011: Nominierung in der Kategorie Beste Maske für Das Vaterspiel

Oscar 2023: Nominierung in der Kategorie Beste Maske und Frisuren für Im Westen nichts Neues

Weitere Auszeichnungen 2014: Stern auf dem Boulevard der Stars in Berlin

Weblinks Homepage von Heike Merker

Profil auf den Seiten der Bundesvereinigung Maskenbild e. V.

Einzelnachweise

Kategorie:Maskenbildner Kategorie:Träger des Deutschen Filmpreises Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1967 Kategorie:Frau Kategorie:Mitglied der Deutschen Filmakademie