Die 83. Eishockey-Weltmeisterschaften der Herren der Internationalen Eishockey-Föderation IIHF waren die Eishockey-Weltmeisterschaften des Jahres 2019. Das Turnier der Top-Division mit 16 Nationalmannschaften fand vom 10. bis 26. Mai 2019 in der slowakischen Hauptstadt Bratislava und in Košice statt.
Die weiteren Turniere fanden zwischen März und Mai 2019 in Nur-Sultan, Tallinn, Belgrad, Mexiko-Stadt, Sofia und Abu Dhabi statt. Insgesamt nahmen zwischen März und Mai 2019 52 Nationalmannschaften an den sieben Turnieren der Top-Division und der Divisionen I bis III teil. Mit Kirgisistan und Thailand nahmen – wie schon im Vorjahr – zwei Nationen erstmals an einer Weltmeisterschaft teil.
+ Übersicht Herren-Weltmeisterschaften Turnier Ort Datum Teil-nehmer Zuschauerinsgesamt Spiele ø Top-Division BratislavaKošice 10. Mai 2019 – 26. Mai 2019 16 470.853 64 7.357 Division I A Nur-Sultan 29. April 2019 – 5. Mai 2019 6 41.552 15 2.770 Division I B Tallinn 28. April 2019 – 4. Mai 2019 6 16.174 15 1.078 Division II A Belgrad 9. April 2019 – 15. April 2019 6 4.536 15 302 Division II B Mexiko-Stadt 21. April 2019 – 27. April 2019 6 7.031 15 468 Division III Sofia 22. April 2019 – 28. April 2019 6 6.650 15 443 Division III Quali Abu Dhabi 31. März 2019 – 6. April 2019 6 1.341 11 121
Teilnehmer, Austragungsorte und -zeiträume Top-Division: 10. bis 26. Mai 2019 in Bratislava und Košice, Slowakei Teilnehmer: , , , , (Aufsteiger), (Aufsteiger), , , , , , (Titelverteidiger), , (Gastgeber), ,
Division I Gruppe A: 29. April bis 5. Mai 2019 in Nur-Sultan, Kasachstan Teilnehmer: (Absteiger), , (Aufsteiger), , (Absteiger), Gruppe B: 28. April bis 4. Mai 2019 in Tallinn, Estland Teilnehmer: , , (Aufsteiger), (Absteiger), ,
Division II Gruppe A: 9. bis 15. April 2019 in Belgrad, Serbien Teilnehmer: , , , (Absteiger), , (Aufsteiger) Gruppe B: 21. bis 27. April 2019 in Mexiko-Stadt, Mexiko Teilnehmer: (Aufsteiger), (Absteiger), , , ,
Division III: 22. bis 28. April 2019 in Sofia, Bulgarien Teilnehmer: , (Absteiger), , , , (Aufsteiger)
Qualifikation zur Division III: 31. März bis 6. April 2019 in Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate Teilnehmer: , (Absteiger), (Neuling), , (Neuling),
Modus In der Top-Division qualifizieren sich die vier besten Mannschaften jeder Gruppe für das Viertelfinale. Die Gesamtanzahl der Spiele beträgt 64 Partien.
In den Divisionen I und II werden die jeweils zwölf Mannschaften qualitativ in je zwei Gruppen zu sechs Teams aufgeteilt. Dies geschieht auf Grundlage der Abschlussplatzierungen der Weltmeisterschaften des Jahres 2018. Die Division III spielt mit sechs Mannschaften. In der Qualifikation zur Division III spielen die Mannschaften um einen Platz in der Division III 2020.
Aus der Top-Division steigen die beiden Letzten der zwei Vorrundengruppen in die Division I A ab. Die Schweiz als Gastgeber der Weltmeisterschaft 2020 kann dabei nicht absteigen. Aus selbiger steigen die beiden Erstplatzierten zum nächsten Jahr in die Top-Division auf, während der Sechstplatzierte in die Division I B absteigt. Im Gegenzug steigt der Gewinner der Division I B in die Division I A auf. Aus der Division I B steigt ebenfalls der Letzte in die Division II A ab. Die Aufstiegsregelung der Division I B mit einem Auf- und Absteiger gilt genauso für die Divisionen II A und II B.
Top-Division WM 2019 der Herren Anzahl Nationen 16 Weltmeister Silber Bronze Absteiger Austragungsort Bratislava & Košice, Slowakei Eröffnung 10. Mai 2019 Endspiel 26. Mai 2019 Zuschauer 470.853 (7.357 pro Spiel) Tore 412 (6,44 pro Spiel) Bester Torhüter Andrei Wassilewski Bester Verteidiger Filip Hronek Bester Stürmer Nikita Kutscherow Wertvollster Spieler Mark Stone Topscorer William Nylander (18 Punkte)
Die 83. Eishockey-Weltmeisterschaft der Herren fand zwischen dem 10. und dem 26. Mai 2019 in der slowakischen Hauptstadt Bratislava und in Košice statt. Die Spielorte waren das Zimný štadión Ondreja Nepelu in Bratislava mit 10.055 Plätzen sowie die 8.378 Zuschauer fassende Steel Aréna in Košice. Insgesamt besuchten 470.853 Zuschauer die 64 Turnierspiele, was einem Schnitt von 7.357 pro Partie entspricht.
Den Titel sicherte sich zum insgesamt dritten Mal Finnland, das im Finale Kanada mit 3:1 bezwang. Die Finnen, die mit lediglich zwei Spielern aus der National Hockey League angetreten waren, setzten sich dabei in den Finalrundenspielen mit ihrem defensiven Spielstil gegen die hochkarätig besetzten Teams aus Schweden, Russland und Kanada durch. Bereits vor acht Jahren bei der Weltmeisterschaft 2011 in der Slowakei hatten sie Gold gewonnen. Den dritten Rang sicherte sich Russland, das durch den 3:2-Sieg im Penaltyschießen über Tschechien zum dritten Mal in den letzten vier Jahren die Bronzemedaille gewann.
In der Abstiegsfrage kristallisierten sich an den ersten sechs Spieltagen die beiden Aufsteiger Italien und Großbritannien sowie Österreich und Frankreich heraus. In den Direktduellen am letzten Spieltag gelang es jeweils den beiden Aufsteigern, sich den Klassenerhalt zu sichern. Die Briten siegten trotz eines zwischenzeitlichen 0:3-Rückstands noch mit 4:3 in der Verlängerung und schickten die Franzosen nach zwölf Jahren in der Top-Division in die Division I, wo sie zuletzt im Jahr Weltmeisterschaft 2007 angetreten waren. Im Duell der beiden Alpenländer zwischen Österreich und Italien setzte sich Italien durch einen 4:3-Sieg im Penaltyschießen durch. Den Italienern gelang damit erstmals seit der Weltmeisterschaft 2008 der Klassenerhalt in der Top-Division, während Österreich nach dem Klassenerhalt als Aufsteiger im Vorjahr wieder in die Division IA zurückkehren musste. Zuletzt hatten im Jahr 2006 beide Aufsteiger die Klasse gehalten.
Teilnehmer Am Turnier nahmen die besten 14 Mannschaften der Vorjahres-Weltmeisterschaft sowie die beiden Erstplatzierten des Turniers der A-Gruppe der Division I des Vorjahres teil:
14 aus Europa Dänemark Deutschland Finnland Frankreich Großbritannien(Aufsteiger aus der Division IA) Italien(Aufsteiger aus der Division IA) Lettland Norwegen Österreich Russland Schweden(Titelverteidiger) Schweiz Slowakei(Gastgeber) Tschechien 2 aus Nordamerika Kanada USA
Gruppeneinteilung
Die Gruppeneinteilung der Vorrunde wurde nach Abschluss der Weltmeisterschaft 2018 festgelegt. Als Basis diente die aktuelle IIHF-Weltrangliste, wobei auf Wunsch des Veranstalters die Slowakei und Norwegen die Gruppen tauschten.iihf.com, Groups for 2019, Martin Merk, Mai 2018
Gruppe A (Košice) Gruppe B (Bratislava) Kanada (1) Schweden (2) USA (4) Russland (3) Finnland (5) Tschechien (6) Deutschland (8) Schweiz (7) Slowakei (10) Norwegen (9) Dänemark (12) Lettland (11) Frankreich (13) Österreich (17) Großbritannien (22) Italien (19) In Klammern ist der jeweilige Weltranglistenplatz angegeben.
Austragungsorte Bratislava Košice Slovnaft ArénaZimný štadión Ondreja NepeluKapazität: 10.055 Steel ArénaKošický štadión Ladislava TrojákaKapazität: 8.378 x180px|Slovnaft Arena x180px|Steel Aréna
Vorrunde Die Vorrunde der Weltmeisterschaft begann am 10. Mai, beendet wurde die Vorrunde elf Tage später am 21. Mai.
Gruppe A
Pl. Sp S OTS OTN N Tore Punkte 1. 7 6 0 0 1 36:11 18 2. 7 5 0 1 1 22:11 16 3. 7 5 0 0 2 18:18 15 4. 7 4 1 0 2 27:15 14 5. 7 3 1 0 3 28:19 11 6. 7 1 1 1 4 18:23 6 7. 7 0 1 0 6 9:41 2 8. 7 0 0 2 5 14:34 2 Abkürzungen: Pl. = Platz, Sp = Spiele, S = Siege, OTS = Siege nach Verlängerung (Overtime) oder Penaltyschießen, OTN = Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen, N = Niederlagen Erläuterungen: ,
Gruppe B
Pl. Sp S OTS OTN N Tore Punkte 1. 7 7 0 0 0 36:7 21 2. 7 6 0 0 1 39:14 18 3. 7 5 0 0 2 41:21 15 4. 7 4 0 0 3 27:14 12 5. 7 3 0 0 4 21:20 9 6. 7 2 0 0 5 19:33 6 7. 7 0 1 0 6 5:48 2 8. 7 0 0 1 6 9:40 1 Abkürzungen: Pl. = Platz, Sp = Spiele, S = Siege, OTS = Siege nach Verlängerung (Overtime) oder Penaltyschießen, OTN = Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen, N = Niederlagen Erläuterungen: ,
Finalrunde Die Finalrunde begann nach Abschluss der Vorrunde am 23. Mai 2019, so dass alle Teams mindestens einen Ruhetag hatten. Zwei der Viertelfinalpartien wurden im Zimný štadión Ondreja Nepelu in Bratislava, die anderen beiden in der Steel Aréna in Košice ausgetragen. Die Viertelfinalpartien fanden wie im Vorjahr im Kreuzvergleich der beiden Vorrundengruppen statt. Im Halbfinale am 25. Mai spielten der Bestplatzierte der Vorrunde gegen die letztplatzierte verbliebene Mannschaft, die restlichen beiden Mannschaften spielten das andere Halbfinale. Das Finale sowie das Spiel um Bronze wurden am 26. Mai in Bratislava gespielt.
Viertelfinale
Halbfinale
Spiel um Platz 3
Finale
Statistik Beste Scorer Abkürzungen: Sp = Spiele, T = Tore, V = Assists, Pkt = Punkte, +/− = Plus/Minus, SM = Strafminuten; Fett: Turnierbestwert Spieler Team Sp T V Pkt +/− SM William Nylander Schweden 8 5 13 18 +16 0 Nikita Kutscherow Russland 10 6 10 16 +11 4 Nikita Gussew Russland 10 4 12 16 +12 0 Jakub Voráček Tschechien 10 4 12 16 +10 2 Mark Stone Kanada 10 8 6 14 +10 0 Anthony Mantha Kanada 9 7 7 14 +9 16 Michael Frolík Tschechien 10 7 7 14 +8 2 Dominik Kubalík Tschechien 10 6 6 12 +10 0 Dominik Simon Tschechien 10 4 8 12 +10 2 Patrick Kane USA 8 2 10 12 ±0 4
Beste Torhüter Abkürzungen: Sp = Spiele, Min = Eiszeit (in Minuten), SaT = Schüsse aufs Tor, GT = Gegentore, Sv% = gehaltene Schüsse (in %), GTS = Gegentorschnitt, SO = Shutouts; Fett: TurnierbestwertErfasst werden nur Torhüter, die mindestens 40 % der Gesamtspielzeit eines Teams absolviert haben. Sortiert nach Fangquote (Sv%). Spieler Team Sp Min GT SO Sv% GTS Andrei Wassilewski Russland 8 488:02 13 2 94,58 1,60 Kevin Lankinen Finnland 8 480:41 12 2 94,20 1,50 Mathias Niederberger Deutschland 4 237:14 7 0 94,17 1,77 Leonardo Genoni Schweiz 4 241:30 8 0 93,80 1,99 Sebastian Dahm Dänemark 5 307:18 10 1 92,75 1,95
Abschlussplatzierungen Die Platzierungen ergaben sich nach folgenden Kriterien: Plätze 1 bis 4: Ergebnisse im Finale sowie im Spiel um Platz 3 Plätze 5 bis 8 (Verlierer der Viertelfinalpartien): nach Platzierung, dann Punkten, dann Tordifferenz in der Vorrunde Plätze 9 bis 16 (Vorrunde): nach Platzierung, dann Punkten, dann Tordifferenz in der Vorrunde
Pl. Team 1 Finnland 2 Kanada 3 Russland 4 Tschechien 5 Schweden 6 Deutschland 7 USA 8 Schweiz 9 Slowakei 10 Lettland 11 Dänemark 12 Norwegen 13 Großbritannien 14 Italien 15 Frankreich 16 Österreich
Titel, Auf- und Abstieg WeltmeisterFinnland Marko Anttila, Jani Hakanpää, Arttu Ilomäki, Henri Jokiharju, Kaapo Kakko, Oliwer Kaski, Joel Kiviranta, Miika Koivisto, Kristian Kuusela, Juho Lammikko, Kevin Lankinen, Mikko Lehtonen, Petteri Lindbohm, Eetu Luostarinen, Sakari Manninen, Niko Mikkola, Atte Ohtamaa, Niko Ojamäki, Juho Olkinuora, Harri Pesonen, Toni Rajala, Jere Sallinen, Veli-Matti Savinainen, Juhani Tyrväinen, Veini VehviläinenCheftrainer: Jukka Jalonen Assistenztrainer: Kari Lehtonen, Mikko Manner, Antti Pennanen
SilberKanada Tyler Bertuzzi, Mackenzie Blackwood, Thomas Chabot, Anthony Cirelli, Sean Couturier, Pierre-Luc Dubois, Dante Fabbro, Carter Hart, Adam Henrique, Mathieu Joseph, Tyson Jost, Anthony Mantha, Jonathan Marchessault, Jared McCann, Brandon Montour, Matt Murray, Philippe Myers, Darnell Nurse, Sam Reinhart, Damon Severson, Troy Stecher, Mark Stone, Dylan Strome, Shea Theodore, Kyle TurrisCheftrainer: Alain Vigneault Assistenztrainer: Kirk Muller, Lindy Ruff