mini|Frühe Formen der Feldberger Keramik aus Sukow Die Feldberger Keramik ist eine Gruppe der mittelalterlichen elbslawischen Tongefäße. Dieser Keramiktyp wurde ursprünglich ins 8. bis 9. Jahrhundert datiert, war aber im 9.–10. Jahrhundert im östlichen Holstein und Mecklenburg-Vorpommern verbreitetBrather; Archäologie der westlichen Slawen - Siedlung, Wirtschaft und Gesellschaft im früh- und hochmittelalterlichen Ostmitteleuropa. Alternativ wird sie auch als Feldberger-Gołańcz-Kędrzyny Gruppe bezeichnet.

Die ursprünglich 1922 vom Prähistoriker Robert Beltz nach Funden am Burgwall Feldberg benannte Keramik ist neben der Sukow-Dziedzice-Gruppe eine der Leitformen der frühslawischen Keramik. Die Keramik war mit Kammstrichverzierungen und Wellenbändern zum Teil reich verziert und scheibengedreht. Sie unterschied sich damit von der unverzierten und handgeformten Ware der vorangegangenen Sukow-Dziedzice-Gruppe. __NOTOC__ Fundorte Fundorte waren unter anderem: Burgwall Feldberg Alt-Lübeck Bosau Scharstorf Burgwall Mecklenburg Burgwall Liepen Burgwall Groß Görnow Burgwall Tutow Burgwall am Thürensee Burgwall Wolkow Burgwall Ganschendorf Burgwall Kieve Bacherswall Burgwall Rothemühl Siedlung Dahmen

Literatur Sebastian Brather: Feldberger Keramik und frühe Slawen. Studien zur nordwestslawischen Keramik der Karolingerzeit. (= Universitätsforschungen zur prähistorischen Archäologie. Band 34; Schriften zur Archäologie der germanischen und slawischen Frühgeschichte. Band 1). Habelt, Bonn 1996, ISBN 3-7749-2768-5.

Joachim Herrmann: Die Slawen in Deutschland. Geschichte und Kultur der Slawischen Stämme westlich von Oder und Neiße vom 6. bis 12. Jahrhundert. Akademie-Verlag, Berlin 1985.

Weblinks

Anmerkungen

Kategorie:Elbslawische Keramik