mini|Blick auf Babice nad Svitavou (2020)

Babice nad Svitavou (deutsch Babitz) ist eine Gemeinde im Okres Brno-venkov in Tschechien. Sie liegt zwölf Kilometer nordöstlich des Stadtzentrums von Brünn.

Geographie Babice nad Svitavou liegt im südlichen Teil des Drahaner Berglandes. Durch den Ort führt die Grenze des Moravský kras. Gegen Westen liegt das Tal der Svitava.

Nachbarorte sind Josefov im Norden, Habrůvka im Nordosten, Březina im Osten, Ochoz u Brna und Kanice im Südosten, Řícmanice im Süden, Bílovice nad Svitavou im Südwesten sowie Adamov im Nordwesten.

Geschichte Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes Babicz datiert auf das Jahr 1365, als Čeňek Krušina von Lichtenburg seiner Ehefrau Dorothea die Burg Ronov und die zugehörigen Dörfer als Leibgedinge zuwies. Nach Čeněks Tod gelangte der Ort an Markgraf Jobst von Mähren, der ihn 1411 an die Herren von Boskowitz verpfändete. Die Boskowitzer hielten die Pfandschaft mit kurzen Unterbrechungen bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts und schlugen das Dorf der nahegelegenen Herrschaft Nový hrad zu. Um 1448 wurde eine Kirche zu Ehren des Apostels Bartholomäus errichtet. 1562 überließ Kaiser Ferdinand I. die Herrschaft Nový hrad mit allem Zubehör, darunter auch das Dorf Babice mit dem Kirchenpatronat, als erbliches Gut an Albrecht von Boskowitz und Černahora. Während des Dreißigjährigen Kriegs wurde das Dorf zweimal geplündert und 1645, ebenso wie die Burg Nový hrad, niedergebrannt. Anschließend wurde Babice der Herrschaft Pozořice angeschlossen. Nach 1648 kam es zur Neubesiedlung. Zwischen 1764 und 1766 wurde die Kirche umgebaut und mit dem Patrozinium des heiligen Johannes des Täufers versehen. 1767 entstand die erste Schule. Mit dem Bau der Bahnstrecke Brno–Česká Třebová erhielt das Dorf einen Eisenbahnanschluss. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts blieb Babice der Herrschaft Pozořice untertänig.

Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften bildete Babice ab 1850 eine politische Gemeinde in der Bezirkshauptmannschaft Brünn. Zerstörungen erlitt der Ort nach der Schlacht von Königgrätz. 1921 wurde er dem Okres Brno-venkov zugeordnet. Zwischen 1950 und 1960 war die Gemeinde Teil des Okres Brno-okolí. Seit 1960 führt sie den amtlichen Namenszusatz nad Svitavou. Seit 1961 gehört Babice nad Svitavou wieder zum Okres Brno-venkov.

Gemeindegliederung Für die Gemeinde Babice nad Svitavou sind keine Ortsteile ausgewiesen.

Bevölkerungsentwicklung

Sehenswürdigkeiten Pfarrkirche St. Johannes der Täufer (1766) Wegkreuze Reste der Burg Hradék u Babic, nördlich des Dorfes Denkmäler für die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs Denkmal der Roten Armee Denkmal für Josef Hybeš Gedenkstein für Miroslav Tyrš Gedenkstein für Józef Decrett, nördlich des Dorfes Gedenktafel für Leo Skatula, nördlich des Dorfes Karsthöhle Jáchymka, nordwestlich des Dorfes Nationales Naturreservat Býčí skála, nordwestlich des Dorfes Naturreservat Dřínová, nordwestlich des Dorfes Naturreservat Čihadlo, südöstlich des Dorfes Naturdenkmal Kněžnice, südwestlich des Dorfes Arboretum, südwestlich des Dorfes Aussichtsturm Alexandrovka, nordwestlich des Dorfes

Literatur

Weblinks

Website der Gemeinde (CZ) Archivierte Website über die Gemeinde (CZ)

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung 1365