Le Château-d’Oléron ist eine südwestfranzösische Gemeinde mit Einwohnern (Stand: ) im Département Charente-Maritime in der Region Nouvelle-Aquitaine; sie gehört zum Arrondissement Rochefort und ist der Hauptort (chef-lieu) des Kantons Île d’Oléron. Die Einwohner werden Casteloleronais bzw. Chapelains genannt.
Geographie Le Château-d’Oléron ist der zweitgrößte Ort auf der Insel Île d’Oléron. Er liegt unmittelbar an der zum Kontinent gewendeten Ostküste der Insel im Atlantik. Umgeben wird Le Château-d’Oléron von den Nachbargemeinden Dolus-d’Oléron im Norden und Westen, Saint-Trojan-les-Bains im Süden sowie Le Grand-Village-Plage im Südwesten.
Geschichte Le Château-d’Oléron war stets ein strategisch bedeutender Ort. Während bereits zuvor die Engländer ab dem 12. Jahrhundert den Ort als Handelsplatz nutzten, wurde er während der Hugenottenkriege von den Protestanten zum Rückzug genutzt.
Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2017Einwohner 3171 3254 3324 3411 3544 3552 3884 4184
Sehenswürdigkeiten Kirche Notre-Dame-de-l’Assomption, ab dem 17. Jahrhundert erbaut, neoromanischer Turm aus dem 19. Jahrhundert Protestantische Kirche, erbaut 1833/1849 Zitadelle von Château-d’Oléron, fortähnliche Befestigungsanlage, erbaut 1630 bis 1704, im Zweiten Weltkrieg durch alliiertes Bombardement teilweise zerstört mini|links|Eingang (Porte royal) zum Fort Brunnen am Platz der Republik, im 17. Jahrhundert gebaut, seit 1937 Monument historique Ehemaliger Franziskanerkonvent aus dem 18. Jahrhundert Brücke zur Île-d’Oléron, erbaut 1966 Napoleonsbrücke über den Chenal de Brandes, erbaut 1766, Monument historique seit 1979 Leuchtturm von Le Château-d’Oléron Dolmen d’Ors Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Le Château-d’Oléron
Persönlichkeiten Eleonore von Aquitanien (1122–1204), Königin von England, zog sich 1199 zunächst nach Le Château-d’Oléron zurück Jean-Louis Bodin (1943–2019), Radrennfahrer
Literatur Le Patrimoine des Communes de la Charente-Maritime. Flohic Editions, Band 1, Paris 2002, ISBN 2-84234-129-5, S. 187–189.
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