Laura Lee Kiessling (* 1960 in Milwaukee, Wisconsin) ist eine US-amerikanische Biochemikerin.
Leben Laura L. Kiessling wurde 1960 als Tochter von William E. und LaVonne V. Kiessling, geborene Korth,George Richard (Hrsg.): Wisconsin alumnus. Vol. 61, Nr. 2, 1959, S. 36. Abgerufen am 31. August 2014.Obituaries: LaVonne V. "Bonnie" Kiessling. Daily Jefferson County Union, 6. Oktober 2008. Abgerufen am 31. August 2014. in Milwaukee geboren. Sie wuchs in Lake Mills auf, einer circa 85 km westlich von Milwaukee gelegenen Kleinstadt in Wisconsin. Sie begann ein Studium an der University of Wisconsin–Madison, wechselte aber nach einem Jahr an das Massachusetts Institute of Technology und machte hier 1983 ihren Abschluss als Bachelor of Science in Chemie. Als Doktorand ging sie dann an die Yale University, wo sie 1989 in Chemie promovierte. Als Post-Doktorand war sie danach zwei Jahre am California Institute of Technology bei Peter Dervan und kehrte 1991 zurück an die University of Wisconsin–Madison, wo sie heute (2014) Professorin für Chemie und Biochemie ist.Laura Kiessling. Chemical Heritage Foundation. Abgerufen am 31. August 2014. Kiessling Lab, University of Wisconsin–Madison.
Laura L. Kiessling ist verheiratet mit Ronald T. Raines, der ebenfalls Professor für Chemie und Biochemie an der University of Wisconsin–Madison ist und mit dem sie die Firma Quintessence Biosciences, Inc. gegründet hat. Quintessence Biosciences, Inc. Sie haben eine gemeinsame Tochter.
Forschung Zu den Forschungsschwerpunkten des Labors von Laura L. Kiessling zählen die vielfältigen Interaktionen von Proteinen und Kohlenhydraten, speziell die Funktion von Glykoproteinen bei der Zellinteraktion. Mit Hilfe der Ring Opening Metathesis Polymerization (ROMP), einem Verfahren zur Kettenpolymerisation, werden dazu synthetische Kohlenhydratderivate definierter Länge und chemischer Struktur erzeugt, die an Membranproteinen binden und so diese blockieren oder beeinflussen können, wodurch die Zellinteraktion durch die multivalente Bindung der Kohlenhydratgruppen von Glykoproteinen simuliert und untersucht werden kann. Kiessling Lab Research, University of Wisconsin–Madison.
Weiterhin widmet sich Laura L. Kiessling unter anderem dem Aufbau und der Biosynthese der zu großen Teilen aus Kohlenhydraten aufgebauten Zellwände von Mykobakterien, wie dem Mycobacterium tuberculosis. Ziel ist die Entwicklung von Wirkstoffen, die an den beim Aufbau beteiligten Enzymen ansetzen und diese hemmen können. Kiessling Lab Research, University of Wisconsin–Madison.
Auszeichnungen (Auswahl) 1996: Camille Dreyfus Teacher-Scholar Award (Camille and Henry Dreyfus Foundation) Camille and Henry Dreyfus Foundation. 1997: Sloan Research Fellow 1999: Arthur C. Cope Scholar Award (American Chemical Society) American Chemical Society (ACS). 2001: Carbohydrate Research Award (International Carbohydrate Organization) International Carbohydrate Organization. 2003: Mitglied der American Academy of Arts and SciencesBook of Members, Chapter K. American Academy of Arts & Sciences, S. 301. Abgerufen am 30. August 2014. 2007: Garvan-Olin-Medaille (American Chemical Society) 2007: Mitglied der National Academy of SciencesLaura L. Kiessling. National Academy of Sciences, Members. Abgerufen am 30. August 2014. 20019: Wilbur Cross Medal der Yale University 2013: Claude S. Hudson Award in Carbohydrate Chemistry (American Chemical Society)Professor Laura Kiessling Wins ACS Claude S. Hudson Award. University of Wisconsin-Madison, Department of Chemistry, 15. Oktober 2012. Abgerufen am 13. September 2014. 2014: Alfred Bader Award (American Chemical Society)Alfred Bader Award in Bioinorganic or Bioorganic Chemistry. American Chemical Society (ACS). Abgerufen am 30. August 2014. 2016: Willard Gibbs Medal 2017: Mitglied der American Philosophical Society 2017: Tetrahedron-Preis 2019: Centenary Prize der Royal Society of Chemistry 2022: Mitglied der National Academy of Medicine
Weblinks Laura L. Kiessling, Professorin für Biochemie am Department of Chemistry und Kiessling Lab der University of Wisconsin–Madison. Laura L. Kiessling, Biochemist. MacArthur Fellows Program, John D. and Catherine T. MacArthur Foundation. Laura L. Kiessling. Fellows, John Simon Guggenheim Memorial Foundation. Laura Kiessling. Chemical Heritage Foundation.
Einzelnachweise
Kategorie:Biochemiker Kategorie:Absolvent der Yale University Kategorie:Hochschullehrer (University of Wisconsin–Madison) Kategorie:Mitglied der National Academy of Sciences Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences Kategorie:Mitglied der American Philosophical Society Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1960 Kategorie:Frau