Serley [] ist eine französische Gemeinde in der Region Bourgogne-Franche-Comté im Département Saône-et-Loire. Sie gehört zum Arrondissement Louhans, zum Kanton Pierre-de-Bresse und zum Gemeindeverband Bresse Revermont 71. Die Gemeinde hat Einwohner (Stand ), sie werden Serléens, resp. Serléennes genannt.

Geografie mini|links|Lage der Gemeinde im Arrondissement Louhans

Lage und Struktur Die Gemeinde liegt etwa in der Mitte der nördlichen Hälfte des Arrondissement Louhans und liegt 12 Kilometer südsüdwestlich des Kantonshauptortes Pierre-de-Bresse und 17,15 Kilometer nördlich von Louhans-Châteaurenaud. Der Bourg liegt ganz im Westen des Gemeindegebietes, weniger als 500 Meter von der Grenze zu Mervans entfernt.

Im Norden grenzt Serley an La Chaux, im Nordosten an Montjay und im Südosten an Bouhans. Im Süden liegt Saint-Germain-du-Bois und im Westen und Nordwesten, bis in den Nordteil der Gemeinde liegt Mervans.

Die Gemeinde liegt in der Landschaft der Bresse.

Die Gemeinde wird durch INSEE eingestuft als «Ländliche Ortschaft mit sehr verstreuter Besiedlung». Die Bevölkerung lebt zu etwa einem Zehntel im Bourg, der überwiegende Teil in zahlreichen Weilern und Einzelsiedlungen.

Die Gemeinde weist 150 Hektar bewaldete Flächen auf, was 6,6 % der Gemeindefläche entspricht. Die Bewaldung setzt sich zusammen aus 82 % Laubwald und 18 % Eichen- und Buchenwald. Die Gemeinde ist sehr schwach bewaldet, lediglich im Norden und Süden finden sich kleinere zusammenhängende Waldflächen. Verstreut im Gemeindegebiet finden sich zudem etwa acht Pappelplantagen sowie kleinere Laubwaldflächen.

In der Gemeinde werden 1644,3 Hektar (etwa 72,75 % des Gemeindegebiets) als landwirtschaftlich genutzte Flächen deklariert, wobei 5 Hektar für den Bioanbau zugelassen sind (Stand: 2024; 2021 noch 37,6 ha). Rund 26 % des Landwirtschaftslandes wird permanent als Wiese genutzt, auf 3 % wird Raps, auf 19 % wird Weichweizen und auf rund 21 % Körner- und Silomais angebaut.

Gewässer An Stehenden Gewässern finden sich in der Gemeinde über 15 Étangs und Weiher, von denen jedoch nur sieben einen offiziellen Namen tragen.

Im Nordwesten, knapp zwei Kilometer nordnordwestlich des Bourg von Serley, liegt der Étang de la Dame auf der Grenze zu Mervans. Östlich davon liegt der Étang de Chavanne und etwas östlich des Zentrums der Gemeinde liegt der Étang Mérillon. Ganz im Osten, auf der Grenze zu Montjay liegt der Étang des Arbois. Sie alle entwässern in den Ruisseau de l’Étang du MoulinRuisseau de l’Étang du Moulin, Länge 6,24 km, Zufluss zur Guyotte, Quelle bei in Serley auf ca. 213 m, Mündung bei in Mervans auf ca. 189 m, Ruisseau de l’Étang du Moulin auf sandre.eaufrance.fr. Im Südosten der Gemeinde, bei Le Chêne Borgnu liegt der Étang de Barre, er entwässert in den Ruisseau de l’Étang de BarreRuisseau de l’Étang de Barre, Länge 2,8 km, Zufluss zum Ruisseau de l’Étang de Bouhans, Quelle bei in Serley auf ca. 189 m, Mündung bei in Bouhans auf ca. 184 m, Ruisseau de l’Étang de Barre auf sandre.eaufrance.fr und damit letztlich in La Brenne.La Brenne, Länge 53,79 km, Zufluss zum Bras la Seillette Aval, Quelle bei in Miéry auf ca. 437 m, Mündung bei in Sens-sur-Seille auf ca. 181 m, La Brenne auf sandre.eaufrance.fr

Noch weiter südlich, auf der Grenze zu Saint-Germain-du-Bois, liegt der Étang Brétain, der in den Étang du Bois entwässert, der sein Wasser wiederum in La Guyotte schickt.

Als wichtigstes fließendes Gewässer in der Gemeinde ist La GuyotteLa Guyotte, Länge 41,1 km, Zufluss zum Doubs, Quelle bei in Saint-Usuge auf ca. 205 m, Mündung bei in Navilly auf ca. 175 m, La Guyotte auf sandre.eaufrance.fr zu nennen. Sie fließt von Süden her zur Südwestecke des Gemeindegebiets und bleibt Grenzfluss zu Saint-Germain-du-Bois und weiter nach Norden als Grenzfluss zwischen Mervans und Serley. Bei den Prés de Pontoux fließt sie nach Nordwesten und verlässt Serley.

Unmittelbar bevor die Guyotte die Gemeinde verlässt, nimmt sich noch den Ruisseau de l'Étang du Moulin auf, der im Bois de la Chaux, im Nordosten der Gemeinde, entspringt und fast das ganze Gemeindegebiet durchquert. Auf seinem Weg nimmt er weitere Biefs auf, zu denen jedoch heute keine Étangs mehr bestehen.

Im Süden der Gemeinde finden sich weitere, namenlose Biefs, sowie Flurnamen, die darauf hinweisen, das einst mindestens drei weitere Étangs bestanden, die heute aufgelassen sind.

Aus dem Étang de Barre entwässert der Ruisseau de l'Étang de Barre nach Osten und vereinigt sich mit dem Ruisseau de l’Étang de BouhansRuisseau de l’Étang de Bouhans, Länge 3,4 km, Zufluss zur Brenne, Quelle bei in Serley auf ca. 188 m, Mündung bei in Bouhans auf ca. 182 m, Ruisseau de l’Étang de Bouhans auf sandre.eaufrance.fr, der seinerseits im Osten der Gemeinde beginnt und den Étang des Arbois entwässert.

Verkehrswege Im südwestlichen Gemeindegebiet berührt die Départementsstraße D970 die Gemeinde und verbindet Mervans mit Saint-Germain-du-Bois. Im Gebiet von Serley werden keine nennenswerten Siedlungen erschlossen.

In Nord-Süd-Richtung wird die Gemeinde im östlichen Gebiet von der D13 von La Chaux nach Saint-Germain-du-Bois durchzogen. Die Trasse der D13 deckt sich weitgehend mit der Römerstraße die von Pierre nach Louhans führte. In der Gemeinde Serley wird lediglich der Weiler Le Noyer erschlossen.

Von Westen her zieht die D32 durch die Gemeinde, sie zweigt in Mervans aus der D970 ab, durchquert den Bourg und mündet bei La Ronce in die D13. Diese Départementsstraße ist lediglich 4,435 Kilometer lang. Weiler und Fluren Zur Gemeinde gehören die folgenden Weiler und Fluren: Les Autelins, Les Bois, Les Bouchards, Le Boulet, Champ-Diot, La Champonnière, La Charmotte, Les Chavannes, Le Chêne-Borgnu, La Chise, Le Clausé, Les Couesnes, Le Crest, Creuilly, La Croix, L’Étang-de-Barre (Gewässer), L’Étang-du-Moulin, Les Fernoux, Forêt, La Forêt, Grand-Champ, La Grapinière, Le Haut-de-Serley, Le Lavoir, La Louvière, Meix-Accroitout, Meix-Flatot, Les Mérillons, La Miconnière, Le Mont, Mont-Cornot, Mont-Fertier, Le Noyer, Périssenty, Les Perrots, Les Repions, La Ronce, Rue-de-la-Serpent, Les Vernes-Thibert, La Vernotte, La Ville-des-Maréchaux, Vorne. Höhenprofil mini|400pxDas Profil beginnt an der Grenze zu La Chaux auf 210 Meter Höhe. Da die Gemeinde im Allgemeinen nach Westen entwässert, liegt das Profil quer zur Fließrichtung. Das Gelände sinkt im Allgemeinen ab, bis zu einem ehemaligen Bief, dessen Étang aufgelassen wurde. Das Gelände liegt hier auf 193,7 Metern, kurz darauf und bereits höher liegt die Départementsstraße D13. Weiter südlich zeigt sich erneut eine Senke, in der der Bief aus dem Étang Mérillon auf 193,6 Metern fließt. Ein erneuter Anstieg führt zur Straße zwischen den Weilern La Petite und La Grande Champonnière auf 196,6 Metern. Weiter südlich sind nochmals zwei Einschnitte sichtbar, in denen jeweils die Biefs aus dem Étang du Bois und dem Étang des Vernes fließen. Das Profil endet mit La Guyotte, die hier die Gemeindegrenze bildet und auf 190,7 Metern fließt.

Klima Das Klima in Serley ist warm und gemäßigt. Es gibt das ganze Jahr über deutliche Niederschläge, selbst der trockenste Monat weist noch hohe Niederschlagsmengen auf. Die Klassifikation des Klimas nach Köppen und Geiger ist Cfb ((Gemäßigtes) Ozeanklima). Die Temperatur liegt im Jahresdurchschnitt bei 12,0 °C. Der wärmste Monat ist der Juli mit einer Durchschnittstemperatur von 21,2 °C, der kälteste der Januar mit 3,3 °C. Über ein Jahr verteilt summieren sich die Niederschläge auf 1081 mm, dabei ist der November mit 117 mm der niederschlagsreichste, während Juli als trockenster Monat 72 mm aufweist. Über das ganze Jahr werden etwa 2764 Sonnenstunden gezählt.

Toponymie Der Ort wird 1072 als Ecclesia ruris Cerliacensis erstmals erwähnt. Der damalige Name Cerliacum deutet auf eine gallo-römische Besiedlung hin, indem es sich um den Besitz eines Cerlius o. ä. handelte.Dictionnaire topographique de la France, (französisch), abgerufen am 29. August 2014.

Geschichte Die Herrschaft Saubertier wurde später La Balme genannt und enthielt große Teile der heutigen Gemeinde. Im 17. Jahrhundert ging die Herrschaft an die de Scorailles über. Im 18. Jahrhundert bestand eine Fachwerkkirche, die heutige Kirche wurde 1845 oder 1873 erbaut. Das Oratorium aus Ziegelsteinen im Weiler Chivière (an der D13), entstand vermutlich im 19. Jahrhundert, es war der Heiligen Genoveva geweiht. 1798 besaß die Gemeinde bereits ein Gemeindehaus, das Pfarrhaus entstand 1820, 1910 wurde im Hof des Pfarrhauses die Mairie-École erbaut. 1912 wurde eine weitere Schule im Weiler Ville-des-Maréchaux erbaut für die Kinder der entfernteren Weiler. Eine Schmiede bestand unmittelbar neben der Mairie-École, die bis 1975 in Betrieb war. Seit dem Jahr 2000 hat der größte Anbaubetrieb für Cassis im Département Saône-et-Loire seinen Sitz in Serley. 1856 bestanden noch eine Mühle mit 2 Rädern und 2 Ölmühlen, 1988 wurden 48 Landwirtschaftsbetriebe gezählt. Die Herren von Serley Ein Teil der Gemeinde gehörte zu Bouhans und damit zum Marquisat des Scorailles. Daneben bestanden weitere Lehen: Forêt (etwa 6 Kilometer nordöstlich des Bourg an der D13 Route de Pierre) gehörte der Familie de la Marche. La Charmotte (etwa 4,5 Kilometer nordnordöstlich des Bourg) gehörte den de Montrevel, den Herren von Lessard-en-Bresse und 1780 den Esmonin de Dampierre.

Heraldik Das Wappen, das die Gemeinde verwendet, zeigt auf Rot einen Schräglinksbalken, darauf liegt ein Schrägbalken, beide in Silber, im unteren Drittel gekreut, im Schildhaupt zwei silberne kreuzförmige Balken, der balkenweise liegt auf dem pfahlweisen Balken.

Die Bedeutung und Herkunft des Wappens sind nicht klar, das Bild entspricht auch nicht der gängigen Heraldik.

Bevölkerung mini|Kirche Saint-Vincent von Serley

+ Bevölkerungs- und Wohnstruktur Bevölkerungsstruktur Anzahl Einwohner männlich weiblich davon Ausländer Anteil %595290305396,6

Die Bevölkerungsstruktur zwischen Männern und Frauen ist ungefähr ausgeglichen. Dabei sind 46 % der Bevölkerung jünger als 45 Jahre. Die Gruppe der unter 15-Jährigen macht 17,3 % der Bevölkerung aus. Demgegenüber sind 35 % der Einwohner älter als 60 Jahre und damit im Rentenalter. Diese Struktur dürfte auf die Tatsache zurückzuführen sein, dass seit 1999 dank einer regen Bautätigkeit die Wohneinheiten um 26 % zugenommen haben. Dadurch dürfte ein Zuzug von jungen Familien mit Kindern erfolgt sein. Wohnstruktur Anzahl Wohneinheiten davon Häuser Wohnungen Sonstige Zu-/Abnahme seit 1999344330113+26,0 % = 71 WE davon Hauptwohnsitz 272Zweit- oder Ferienwohnsitz54vakant18

Wirtschaft und Infrastruktur Unternehmen, Betriebe, Ladengeschäfte und Einrichtungen

In der Gemeinde gibt es nebst Kirche (geweiht dem Heiligen Vincent) und Mairie (Gemeindehaus) folgende Unternehmen nach Branchen: +Wirtschaftlich aktive Betriebe in der Gemeinde nach Branchen (31.12.2023) Branche Anzahl BetriebeIndustrie und verarbeitendes Gewerbe2Baugewerbe7Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie9Information und KommunikationFinanz- und VersicherungsdienstleistungenGrundstücks- und WohnungswesenFreiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen6Öffentliche Verwaltung, Unterricht, Gesundheits- und Sozialwesen2Sonstige Dienstleistungen3Land- und Forstwirtschaftsbetriebe14 In der Gemeinde befinden sich ein Supermarkt, ein Coiffeursalon, eine Autogarage, ferner ein Bauhandwerksbetrieb, zwei Schreinerei-/Zimmereien und ein Installateurbetrieb. Im Ort befindet sich ein Tennis- und ein Pétanqueplatz, ein Schwimmbad, ein Taxiunternehmen, ein Restaurant und zwei Gîtes. Mit den Gütern des täglichen Bedarfs versorgen sich die Einwohner weitgehend in Saint-Germain-du-Bois.

Geschützte Produkte in der Gemeinde Als AOC-Produkte sind in Serley Crème et beurre de Bresse, Volaille de Bresse und Dinde de Bresse zugelassen.

Bildungseinrichtungen