mini|St. Agatha in Mersch St. Agatha ist eine römisch-katholische Nebenpfarrkirche im Ortsteil Mersch der Stadt Jülich im Kreis Düren (Nordrhein-Westfalen).

Die Kirche ist unter Nummer 14 in die Liste der Baudenkmäler in Jülich eingetragen und gehört zur Pfarre Hl. Maria Magdalena/Jülich im Pastoralen Raum Aldenhoven/Jülich.

Geschichte Im 14. Jahrhundert wurde erstmals eine Kapelle in Mersch erwähnt. Diese gehörte zur Pfarre Güsten. Im 16. oder 17. Jahrhundert wurde Mersch schließlich eigenständige Pfarrgemeinde. Um 1300 bestand nachweislich bereits ein romanisches Gotteshaus an der Stelle der heutigen Kirche. Reste davon sind noch im Mauerwerk des Hauptschiffes des alten Kirchenteils zu finden.

Im Jahr 1463 wurde der dreigeschossige Glockenturm im Baustil der Gotik an das romanische Kirchenschiff angebaut. Zu gleicher Zeit wurde das romanische Kirchenschiff so umgebaut und verändert, dass eine zweischiffige und dreijochige gotische Kirche mit dreiseitig geschlossenem Chor entstanden war. Die Arkaden zwischen Haupt- und Nebenschiff übernahm man größtenteils von der alten Kirche. Abgeschlossen wurden die Umbauarbeiten durch die Errichtung einer neuen Sakristei im Jahr 1548.Karl Franck-Oberaspach und Edmund Renard: Die Kunstdenkmäler des Kreises Jülich, in: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz Bd. 8, Hrsg. Paul Clemen, Düsseldorf 1902, S. 188 ff.

Um 1900 wurde die Kirche für die wachsende Dorfbevölkerung zu klein und so baute man 1913 eine neue, dreischiffige und dreijochige Kirche mit 3/8 Chorschluss im Baustil der Neugotik nach Plänen des Architekten Edmund Renard an die Südwand des alten Gotteshauses an. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Seitenschiff der alten Kirche zerstört. An dieser Stelle wurde in den 1950er Jahren eine Vorhalle mit Orgelempore nach Plänen von J. Baumanns aus Mönchengladbach errichtet.http://www.limburg-bernd.de/Dueren/DenkJue/Nr.%2014.htm (abgerufen am 28. August 2014) (abgerufen am 28. August 2014)

Bis zum 31. Dezember 2012 war Mersch eigenständige Pfarrgemeinde. Am 1. Januar 2013 wurde die Pfarre mit 13 weiteren ehemaligen Pfarreien zur Pfarre Heilig Geist Jülich fusioniert. Diese Pfarre wurde wiederum zum 1. Januar 2026 aufgehoben und mit den ebenfalls aufgelösten Pfarreien der Gemeinde Aldenhoven zur Großpfarre Hl. Maria Magdalena/Jülich fusioniert. Seit den Fusionen ist St. Agatha keine Pfarrkirche mehr, sondern eine Nebenpfarrkirche.

Ausstattung In der Kirche befindet sich ein Antwerpener Schnitzaltar, welcher um 1520 angefertigt worden ist. Des Weiteren ist die originale Ausmalung der Kirche aus den 1910er Jahren erhalten. Die Orgel ist ein Werk der Hellenthaler Firma Weimbs Orgelbau aus den 1950er Jahren. Das Instrument besitzt 13 Register. (abgerufen am 28. August 2014)

Glocken Im Glockenturm befinden sich 4 Bronzeglocken aus unterschiedlichen Jahrhunderten.Norbert Jachtmann: Glockenmusik in der Region Düren, S. 175 f. Nr.  Name  Durchmesser(mm) Masse(kg, ca.) Schlagton(HT-1/16) Gießer  Gussjahr  1 - 1.220 950 es' Martinus Legros, Malmedy 1765 2 - 1.100 520 as' Werner Hüesker, Fa. Petit & Gebr. Edelbrock, Gescher 19253 - - - b' Hans Hüesker, Fa. Petit & Gebr. Edelbrock, Gescher 1972 4 - - - c" Hans Hüesker, Fa. Petit & Gebr. Edelbrock, Gescher 1972

Pfarrer Folgende Priester wirkten bis zur Auflösung der Pfarre 2013 als Pastor an St. Agatha:Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen 3. Ausgabe, Aachen 1994, S. 384. von – bis Name 1930–1941 Martin Amfaldern 1941–1956 Wilhelm Hilgers 1956–1957 Franz Erasmi 1957–1962 Alfons Lüke 1963–1965 Konstantin Psotta 1965–1974 Franz Bücken 1974–1982 Siegfried Pletz 1982–2008 Heinrich Bardenheuer

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Einzelnachweise

Kategorie:Agathenkirche Kategorie:Kirchengebäude in Jülich Kategorie:Nebenpfarrkirche des Bistums Aachen Kategorie:Erbaut im 15. Jahrhundert Kategorie:Erbaut in den 1910er Jahren Kategorie:Gotische Kirche Kategorie:Gotisches Bauwerk in Nordrhein-Westfalen Kategorie:Neugotisches Kirchengebäude Kategorie:Neugotisches Bauwerk in Nordrhein-Westfalen St. Agatha, Mersch Kategorie:Geläut Kategorie:Ehemalige Pfarrkirche Agatha Mersch