mini|Villa Stirzenhofstraße 21 (2015) Das Gebäude Stirzenhofstraße 21 ist eine Villa in Bad Godesberg, einem Stadtbezirk von Bonn, die 1926 errichtet wurde. Sie liegt im Ortsteil Plittersdorf an der Stirzenhofstraße Ecke Simrockallee.bis 1930 Trooststraße, 1930–1941 Heysestraße, 1941–1977 Simrockstraße ()
Geschichte Der Bauherr der Villa war Amtsrat Ernst Wrede.Einwohnerbuch (Adressbuch, Wohnungsbuch) der Bürgermeisterei Godesberg: Godesberg, Lannesdorf u. Mehlem, Druck und Verlag Jean Schneider, 1924/25, S. 237 Sie entstand nach den Plänen des Godesberger Architekten Karl Schwarz.Walfried Pohl: Die Architektur des Godesberger Villenviertels am Anfang des Jahrhunderts. In: Godesberger Heimatblätter. Jahresheft des Vereins für Heimatpflege und Heimatgeschichte Bad Godesberg. Heft 12. 1974, , S. 35–47 (hier: S. 45 f.). 1929 wurde das Gebäude um eine Garage an der Rückfront und 1938 um eine weitere neben dem Haus erweitert.Walfried Pohl: Die Risse zum Haus Stirzenhofstr. 21. In: Godesberger Heimatblätter. Jahresheft des Vereins für Heimatpflege und Heimatgeschichte Bad Godesberg. Heft 15.
Nachdem Bonn 1949 Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland geworden war, diente das Anwesen 1952/53 als Kanzlei der Gesandtschaft der Dominikanischen Republik.Amt für Inneres, Landesverwaltung Schleswig-Holstein: Amtsblatt für Schleswig Holstein, 1952, S. 455.Taschenbuch des öffentlichen Lebens, Festland Verlag GmbH, 1953, S. 104. Anschließend richtete die Republik Türkei in der Villa die Residenz ihres Botschafters ein, die bereits 1956 in die Villa Rolandshöhe bei Rolandseck verlegt wurde (→ Botschaft der Republik Türkei (Bonn)).Senins Versagen, Der Spiegel, 27. Juni 1956 Neuer Nutzer des Gebäudes wurde die Libanesische Republik, die es als Residenz ihres Botschafters anmietete.Hilda Ortiz Lunscken (Hrsg.): Pour Memoire. To Remind. Zur Erinnerung – Botschafterresidenzen am Rhein. Nachdem der Eigentümer das Haus verkaufen wollte, wurde die libanesische Residenz 1973 innerhalb Bonns verlegt. Käufer des Anwesens war die Republik Senegal, die dort 1974 ebenfalls die Residenz ihres Botschafters einrichtete.Adreßbuch der Bundeshauptstadt Bonn, 94. Ausgabe (1975), J. F. Carthaus, Bonn 1975, S. 510. (online) Die Villa wurde mit landestypischen Messingskulpturen, Hinterglasmalereien und Bildern eines in Deutschland lebenden senegalesischen Malers ausgestattet.
Infolge der Verlegung des Regierungssitzes nach Berlin (1999) zog die senegalesische Botschaft 2004 dorthin um. Die Villa wird heute als privates Wohnhaus genutzt.
Architektur Die Villa lässt sich stilistisch dem Expressionismus zuordnen. Zu den stiltypischen Formen gehören ein mit Spitzen und Zacken durchsetztes Ornament, konisch nach unten verlaufende eckige Säulen und Baluster sowie dreieckige Fensterabschlüsse. Die äußere Farbgebung des Hauses ist nicht im ursprünglichen Zustand erhalten.
Literatur Hilda Ortiz Lunscken (Hrsg.); Hilda Ortiz Lunscken, Ingeborg Fischer-Dieskau (Fotos: Martin Krockauer): Pour Memoire. To Remind. Zur Erinnerung – Botschafterresidenzen am Rhein. Ortiz-Lunscken Publishers, Bonn 1999, ISBN 3-9806801-0-X, S. 106/107, 116/117. Walfried Pohl: Die Risse zum Haus Stirzenhofstraße 21. In: Godesberger Heimatblätter: Jahresheft des Vereins für Heimatpflege und Heimatgeschichte Bad Godesberg e.V., , Heft 15 (1977), Verein für Heimatpflege und Heimatgeschichte Bad Godesberg, Bad Godesberg 1977, S. 51–55.
Weblinks
Einzelnachweise und Anmerkungen
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