Kitschmengski Gorodok () ist ein Dorf (Selo) in der Oblast Wologda mit Einwohnern (Stand ).

Geographie Kitschmengski Gorodok befindet sich im äußersten Osten der Oblast Wologda, etwa 340 Kilometer östlich des Oblastverwaltungszentrums Wologda. Der Ort liegt auf der linken Seite des Flusses Jug. Innerhalb von Kitschmengski Gorodok mündet die dem Ort namensgebende Kitschmenga, von Norden kommend, in den Jug.

Kitschmengski Gorodok ist Verwaltungssitz des Kitschmengsko-Gorodezki rajon sowie der 2006 gegründeten Landgemeinde Gorodezkoje selskoje posselenije (), zu der neben Kitschmengski Gorodok 100 weitere Dörfer und Siedlungen gehören.

Geschichte Kitschmengski Gorodok wurde 1468 erstmals in den Ustjuger Chroniken () mit einer Schilderung über das Niederbrennen des Ortes durch Kasan-tatarische Heerscharen erwähnt. Unter dem Fürsten Pjotr Serebrjany-Obolenski () wurde der Ort 1569 wieder errichtet. (russisch); abgerufen am 26. August 2014 Kitschmengski Gorodok war zu dieser Zeit eine Festung und wurde 1599 in der vom russischen Zaren Iwan IV. in Auftrag gegebenen Generalstabskarte Bolschoi Tschertjosch () verzeichnet.Чайкина, Ю. И.: Географические названия Вологодской области: Топонимический словарь. Северо-Западное книжное издательство, Archangelsk 1988, Seite 50 (russisch); abgerufen am 26. August 2014 Unter der Herrschaft des Zaren Peter dem Großen wurde Kitschmengski Gorodok 1708 Teil des Gouvernements Archangelgorod und 1780 durch einen Ukas Katharinas der Großen Teil der Statthalterschaft Wologda (, Wologodskoje namestnitschestwo). Von 1796 bis 1929 gehörte er zur Kitschmengskaja wolost () im Nikolski ujesd des Gouvernements Wologda. 1918 wurde der Ujesd Teil des Gouvernementes Nördliche-Dwina (). Durch eine Verwaltungsreform 1924 wurden die Ujesde abgeschafft und Kitschmengski Gorodok zum Verwaltungssitz des neu gegründeten Kitschmengsko-Gorodezki rajon.Постановление Президиума ВЦИК от 15.07.1929 «О составе округов и районов Северного края и их центрах» (russisch); abgerufen am 26. August 2014

Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner 1939 2300 1959 3722 1970 4433 1979 5931 1989 6766 2002 6754 2010 6725 Anmerkung: Volkszählungsdaten

Wirtschaft und Verkehr Im Kitschmengski Gorodok sind holzverarbeitende Betriebe, Lebensmittelfabriken und Landwirtschaftsunternehmen ansässig. Größter Arbeitgeber ist das seit 1953 bestehende Lebensmittelunternehmen OAO Mjaso (), das verschiedene Fleischprodukte herstellt. (russisch); abgerufen am 26. August 2014

Kitschmengski Gorodok liegt an der Regionalstraße R157 zwischen dem 50 Kilometer südlich gelegenen Nikolsk und dem 90 Kilometer nördlich gelegenen Weliki Ustjug. Der Ort ist im Besitz eines Flughafens mit einer wöchentlichen Flugverbindung nach Wologda.

Kultur und Sehenswürdigkeiten Im Dorf befindet sich die zwischen 1882 und 1885 errichtete Alexander-Newski-Kirche () sowie die 1893 und 1896 erbaute Uspenski-Kirche ().Alexander-Newski-Kirche auf sobory.ru (russisch); abgerufen am 26. August 2014Uspenski-Kirche auf sobory.ru (russisch); abgerufen am 26. August 2014 Seit 1983 gibt es in Kitschmengski Gorodok das Heimatmuseum des Kitschmengsko-Gorodezki rajon ().Artikel auf museum.ru (russisch); abgerufen am 26. August 2014

Einzelnachweise

Weblinks Offizielle Website des Kitschmengsko-Gorodezki rajon (russisch)

Kategorie:Ort in der Oblast Wologda