mini|Felix zu Löwenstein während eines Interviews mit dem ZDF auf einer Demo von Wir haben es satt!, 2020

Felix Prinz zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg (* 15. Februar 1954 in Hees, Weeze)Genealogische Datenbank ist ein deutscher Agrarwissenschaftler und Landwirt. Er ist bekannt als Kritiker der modernen industriellen Landwirtschaft.Felix Prinz zu Löwenstein zum Umgang mit der andauernden Dürre am 21.08.18

Leben Felix zu Löwenstein kam 1954 in Weeze zur Welt. Sein Vater Johannes gehörte zum Zweig Wertheim-Rosenberg der Familie, seine Mutter Christine ist geborene Freiin von Loë; der ältere Bruder Karl war Vorstandsvorsitzender des Malteser Hilfsdienstes. Nach der Schulzeit am Jesuitenkolleg St. Blasien studierte Löwenstein an der agrarwissenschaftlichen Fakultät der TU München in Weihenstephan und schloss das Studium 1982 mit der Promotion über Wissensmanagement in der landwirtschaftlichen Fachberatung ab.. Nach einer dreijährigen Entwicklungshelfer-Tätigkeit auf Haiti übernahm er den elterlichen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb und stellte 1992 das Gut in Südhessen, das seit 500 Jahren im Besitz der Familie war, auf ökologische Landwirtschaftsweise nach den Naturland-Richtlinien um.Vita Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft BÖLW, abgerufen am 18. Oktober 2024 2014 übergab er den Betrieb an seine Tochter.Website Hofgut Habitzheim, abgerufen am 18. Oktober 2024

Er ist seit 1977 mit Elisabeth Gräfin von Meran (* 1955) verheiratet und hat sechs Töchter. Er lebt im südhessischen Otzberg-Habitzheim.

Wirken 2011 veröffentlichte er sein Buch Food Crash, das von Deutschlandradio Kultur als „beeindruckendes und überzeugendes Plädoyer für eine ökologische Landwirtschaft“ und von Spektrum der Wissenschaft als „Plädoyer für ein nachhaltigeres und gerechteres Landwirtschaftssystem“ bezeichnet wurde.Diese Landwirtschaft hat keine Zukunft - Felix zu Löwenstein: „Food Crash. Wir werden uns ökologisch ernähren oder gar nicht mehr“, Deutschlandradio Kultur, 25. September 2011.Die dritte „grüne Revolution“?, Spektrum der Wissenschaft, 21. September 2012. 2024 erschien in den USA eine englische Übersetzung.41st National Forum Series — 2024: Imperatives for a Sustainable Future, abgerufen am 17. Oktober 2024

Löwenstein bekleidet verschiedene Ehrenämter in Organisationen des ökologischen Landbaus und der Entwicklungszusammenarbeit: Vorsitzender des Beirates von MISEREOR.Gremien des Bischöfliches Hilfswerk Misereor e.V., abgerufen am 19. Oktober 2024. Mitglied in der Katholischen Zentralstelle für Entwicklungszusammenarbeit (KZE), verwaltet die Mittel der Bundesregierung für die katholischen HilfswerkeJahresbericht MISEREOR an das Lobbyregister des Deutschen Bundestages, abgerufen am 19. Oktober 2024.. Mitglied im Strategischen Begleitkreis für Nachhaltige Ernährungssysteme beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.Knowledge Centre for Organic Agriculture and Agroecology in Africa (KCOA), abgerufen am 19. Oktober 2024 korrespondierendes Mitglied der Päpstlichen Akademie für das LebenPäpstliche Akademie für das Leben, Website des Vatikans, abgerufen am 19. Oktober 2024 Er ist Mitglied im Malteserorden und hat für viele Jahre Kranken-Wallfahrten nach Lourdes geleitet, die Behinderten-Freizeiten des Ordens im Libanon und das dazugehörigen Benefiz-Projekt "Libanon on Stage" unterstützt und daran mitgewirktBÖLW-Chef: Felix Prinz zu Löwenstein über Ökolandwirtschaft: „Mein Name macht mich erkennbarer“, Die Welt vom 30. April 2014, abgerufen am 19. Oktober 2024; das Projekt wurde mit dem Westfälischen Friedenspreis ausgezeichnet. Vorstandsmitglied des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL Deutschland)Food Crash. KlappentextVorstand - Website des FiBL, abgerufen am 19. Oktober 2024

Er war 2002 bis 2021 Vorstandsvorsitzender des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). 1998 bis 2014 Mitglied im Präsidium des internationalen Naturland-Verbandes. 2020 bis 2023 Mitglied des Bioökonomierates der Bundesregierung.BÖLW-Vorsitzender Felix Löwenstein in Bioökonomierat berufen, Pressemitteilung BÖLW, abgerufen am 19. Oktober 2024 2020 bis 2021 Mitglied der von Bundeskanzlerin Angela Merkel 2019 initiierten ersten Zukunftskommission Landwirtschaft.

Auszeichnungen Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland 2016 "für sein vielseitiges Engagement im Ökolandbau". Holzig Latern 2017 des Karnevalvereins Dieburg. Professor-Niklas-Medaille 2023, höchste Auszeichnung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Weblinks

Hofgut Habitzheim, Betriebsportrait, Website Bio mit Gesicht Sabine Jäger: Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Agrarwissenschaftler und Biobauer, Erlebte Geschichten, 22:33 Min., WDR 5, 1. Januar 2021

Publikationen Food Crash. Wir werden uns ökologisch ernähren oder gar nicht mehr. Pattloch-Verlag, 2011, ISBN 978-3-629-02300-1. Food Crash: Why Organic Is the Only Way Forward (Englische Ausgabe). Viroqua, WI, Acres U.S.A. 2024, ISBN 978-0-911-31112-9. Ökologische Intensivierung – ein zukunftsfähiges Modell für die Globale Ernährungssicherung. In: Politische Ökologie. 128 (2012), Oekom-Verlag

Weltweit vom Ökolandbau profitieren In: Ökologie und Landbau. Heft 165 1/2013 Nachhaltige Ernährungssicherung durch ökologische Intensivierung. In: Rundgespräche der Kommission für Ökologie. Volume 40, Bayerische Akademie der Wissenschaften. Wassermangel (Haiti). In: Manana. Entwicklungshelfer berichten aus drei Kontinenten. Signal Verlag, 1987, ISBN 3-7971-0266-6. Industrielle Landwirtschaft im Kampf gegen Hunger gescheitert. Interview von Thomas Wardenbach auf Sonnenseite.com Es ist Genug da. Für Alle. Wenn wir den Hunger bekämpfen und nicht die Natur. Knaur 2015, ISBN 978-3-426-78740-3.

Einzelnachweise

Kategorie:Agrarwissenschaftler (20. Jahrhundert) Kategorie:Landwirt (Deutschland) Kategorie:Verbandsfunktionär (Deutschland) Kategorie:Person (Ökologische Landwirtschaft) Kategorie:Ritter des Malteserordens (3. Stand) Felix Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1954 Kategorie:Mann