Andreas Cassius (* um 1600 in Schleswig; † 16. Mai 1673 in Hamburg) war ein deutscher Arzt und Erfinder eines Goldpurpur-Pigments und Verfahrens zum Färben von Glas (Goldrubinglas) und Emaille (Cassius-Gold). Er wirkte in Hamburg und war Leibarzt des Lübecker Fürstbischofs Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf in Eutin.

Cassius war Sohn des gleichnamigen Juristen Andreas Cassius. Er studierte in RostockSiehe dazu den Eintrag der Immatrikulation von Andreas Cassius im Rostocker Matrikelportal und Leiden Medizin und wurde dort 1632 promoviert. Seine Methode der Purpurfärbung mit Goldlösung wurde 1685 postum durch seinen Sohn in einem Buch in Hamburg veröffentlicht. Cassius veröffentlichte auch medizinische Abhandlungen.

Er war mit Joachim Jungius befreundet, der ihn zu einem seiner Testamentsvollstrecker bestimmte.

Literatur

Winfried Pötsch u. a. Lexikon bedeutender Chemiker, Harri Deutsch 1989 Hans Schröder: Lexikon der hamburgischen Schriftsteller, Band 1, Hamburg 1851, Nr. 572

Einzelnachweise

Kategorie:Chemiker (17. Jahrhundert) Kategorie:Mediziner (17. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren im 16. oder 17. Jahrhundert Kategorie:Gestorben 1673 Kategorie:Mann