Das Fuchs-Syndrom I ist eine besondere Form des Erythema exsudativum multiforme mit hauptsächlichem Befall der Augenbindehaut und der Mundschleimhaut.
Synonyme sind: Syndroma muco(so)-oculo-cutaneum acutum; Syndroma cutaneo mucooculoepitheliale erythematicum Fuchs; kutaneo-muko-okuloepitheliales Syndrom
Die Bezeichnung bezieht sich auf den Erstbeschrieb von 1876 durch den österreichischen Augenarzt Ernst Fuchs.E. Fuchs: Herpes Iris conjunctivae. In: Klinische Monatsblätter Augenheilkunde1876, Bd. 14, S. 333.
Ursache Es handelt sich ursächlich um eine hyperergische Reaktion auf verschiedene Antigene, insbesondere Herpes-simplex, Mycoplasma pneumoniae, sowie auf Medikamente wie Sulfonamide.
Klinische Erscheinungen Klinische Kriterien sind: Erosionen der Mundschleimhaut, selten auch der Genitalschleimhaut Speichelfluss, schmerzhaft angeschwollene Lymphknoten regional Hämorrhagische Krusten am Lippenrot Pseudomembranöse diphtheroide Konjunktivitis Makulo – urtikarielles Exanthem mit Blasenbildung und Kokarden Es handelt sich nicht um eine eigenständige Erkrankung, sondern wird als zum Erythema exsudativum multiforme majus gehörig betrachtet.
Einzelnachweise
Kategorie:Hautkrankheit Kategorie:Krankheitsbild in der Augenheilkunde