mini|Die Bevölkerungsdichte der EU beträgt im Jahr 2018 geschätzt 118 Einwohner/km²

Die Demografie der Europäischen Union betrachtet die Wirkung natürlicher und künstlicher Veränderungsfaktoren auf die Bevölkerung in der Europäischen Union. Auf Grundlage einer Schätzung von Eurostat lebten 2023 in der Europäischen Union rund 448 Mill. Einwohner auf einer Fläche von rund 4,2 Millionen Quadratkilometern. Die Europäische Union gehört damit mit einer Bevölkerungsdichte von 106 Einwohner/km² zu den am dichtesten besiedelten Regionen der Welt.

Überblick

Bevölkerungen der Mitgliedsstaaten mini|Bevölkerungsdichte 2014 nach NUTS-2-Gebieten

Der bevölkerungsreichste Mitgliedsstaat ist Deutschland mit einer geschätzten Bevölkerung von 84,4 Millionen Einwohnern, der bevölkerungsärmste Mitgliedsstaat ist Malta mit 0,5 Millionen Einwohnern. Die Geburtenraten in der Europäischen Union fallen mit durchschnittlich etwa 1,6 Kindern pro Frau sehr gering aus. Die höchsten Geburtenraten hat Irland, wo es zu 16,876 Geburten pro Tausend Einwohnern und Jahr gibt und Frankreich mit 13,013 pro Tausend Einwohnern und Jahr. Italien besitzt die geringste Geburtenrate in der Europäischen Union mit 7 Geburten pro Tausend Einwohnern und Jahr.Europäische Union: Geburtenraten in den Mitgliedstaaten im Jahr 2021, Statista, 22. August 2022

+ Bevölkerung und Fläche der 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union(Schätzung 1. Januar 2020) Mitgliedstaat Bevölkerung % der EU Flächekm² % der EU Bevölkerungs-dichte Ew./km² 448.285.127 100 4.234.564 100 106 11.549.888 2,58 30.510 0,72 379 6.951.482 1,55 110.912 2,62 63 5.816.443 1,30 43.094 1,02 135 83.100.961 18,54 357.021 8,43 233 1.328.976 0,30 45.226 1,07 29 5.521.292 1,23 337.030 7,96 16 Zahlen für Frankreich enthalten auch die vier Übersee-Départements (Französisch-Guayana, Guadeloupe, Martinique, Réunion), die integraler Teil der EU sind. Nicht enthalten sind die Collectivité d’outre-mer und die anderen Territorien, die nicht Teil der EU sind. 67.098.824 14,97 643.548 15,20 104 10.709.739 2,39 131.957 3,12 81 4.964.440 1,11 70.280 1,66 71 60.897.891 13,58 301.320 7,12 202 4.058.165 0,91 56.594 1,34 72 1.907.675 0,43 64.589 1,53 30 2.794.090 0,62 65.200 1,54 43 623.962 0,14 2.586 0,06 241 514.564 0,11 316 0,01 1.628 17.549.457 3,91 41.526 0,98 423 8.897.000 1,98 83.858 1,98 106 37.958.138 8,47 312.685 7,38 121 10.295.909 2,30 92.931 2,19 111 19.317.984 4,31 238.391 5,63 81 10.330.000 2,30 449.964 10,63 23 5.457.873 1,22 48.845 1,15 112 2.095.861 0,47 20.253 0,48 103 47.329.981 10,56 504.782 11,92 93 10.557.001 2,35 78.866 1,86 134 9.769.526 2,18 93.030 2,20 105 888.005 0,20 9.250 0,22 96 Mitgliedstaat Bevölkerung % der EU Flächekm² % der EU Bevölkerungs-dichte Ew./km²

Städte

In der Europäischen Union liegen 15 Millionenstädte mit Berlin als bevölkerungsreichster Stadt. Mit der Metropolregion Rhein-Ruhr liegt auch die größte Metropolregion der Europäischen Union mit geschätzten 10 Millionen Einwohnern in Deutschland.

+ Millionenstädte der Europäischen Union (Hauptstädte in Fettschrift) Rang Name Ein- wohner Fläche (km²) Ew. / km² Stand Staat Quelle1 Berlin 3.755.251 892 AfSMonatsergebnisse. Statistik Berlin Brandenburg. 2 Madrid 607 INE 3 Rom 1.285 ISTATEinwohnerzahlen italienischer Städte4 Paris 105 INSEE5 Wien1.982.4424154.777 STATBevölkerung zu Quartalsbeginn 2002-2022 nach Bundesland. Bundesanstalt Statistik Österreich.6 Hamburg1.892.122755 STATNMonatszahlen Bevölkerung. Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig Holstein.7 Warschau 517 GUSStatistisches Zentralamt Polen. 8 Bukarest 228 INSZensus Rumänien 2021. citypopulation.de; abgerufen am 9. Juni 2020 9 Budapest 525 KSHResident population by county and region. ksh.hu 10 Barcelona 100 INE 11 München 1.512.491 310 BLfSDAmtliche Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns. Bayerisches Landesamt für Statistik. 12 Mailand 160 ISTAT 13 Prag 496 ČSÚBevölkerung von Prag. czso.cz 14 Sofia 492 NSIPopulation by towns and sex. nsi.bg 15 Köln 1.084.831 405 IT.NRW

Sprachen

In der Europäischen Union werden aktuell 24 Sprachen als Amts- und Arbeitssprachen anerkannt. Die Sprachenfrage wurde durch die erste Verordnung festgelegt, die überhaupt von der EWG erlassen wurde (Text der VO 1/1958 siehe unten). Rechtsgrundlage für die Verordnung ist aktuell Art. 342 AEUV: „Die Regelung der Sprachenfrage für die Organe der Union wird unbeschadet der Satzung des Gerichtshofs der Europäischen Union vom Rat einstimmig durch Verordnungen getroffen.“ Nach Art. 24 AEUV haben alle Unionsbürger das Recht, sich in einer der 24 in Art. 55 EU-Vertrag genannten Sprachen an die Organe der EU zu wenden und eine Antwort in derselben Sprache zu erhalten. Neben diesen Amtssprachen existieren zahlreiche Minderheitensprachen, wie z. B. Katalanisch oder Baskisch in Spanien oder Russisch in den baltischen Ländern. Die EU erklärt, die Sprachen und Sprachenvielfalt zu achten und zu respektieren. Mit dem Beitritt Kroatiens zum 1. Juli 2013 wurde die kroatische Sprache zur 24. Amtssprache der EU.

+ Die sechs meistgesprochenen Sprachen in der Europäischen Union 2005 Europäische Union; abgerufen am 25. November 2010 Sprache Amtssprache in Mitgliedstaat als Muttersprache gesprochen (Anteil an der Bevölkerung) als Fremdsprache gesprochen (Anteil an der Bevölkerung) Sprecher insgesamt in der EU (Anteil an der Bevölkerung) Deutsch 20,5 % 14 % 34,5 % Englisch 13 % 38 % 51 % Französisch 14 % 14 % 28 % Italienisch 13 % 3 % 16 % Spanisch 9 % 6 % 15 % Polnisch 9 % 1 % 10 %

Religion

Eurobarometer-Umfrage des Jahres 2005

+ Religion in der Europäischen Union (2015) Religion/Weltanschauung Bevölkerungsanteil Christentum 71,6 % – römisch-katholisch 45,3 % – protestantisch 11,1 % – christlich-orthodox 9,6 % – andere christliche Konfession 5,6 % andere Religion 4,5 % – muslimisch 1,8 % – buddhistisch 0,4 % – jüdisch 0,3 % – hinduistisch 0,3 % – sikhistisch 0,1 % – übrige Religionen 1,6 % keine Religion 24,0 % – nicht gläubig/Agnostizismus 13,6 % – Atheismus 10,4 %

Gesundheit Gesundheitserwartung Die Gesundheitserwartung wird von Eurostat mit dem Indikator „gesunde Lebensjahre“ (GLJ) berechnet.EuroStat-Glossar:Gesunde Lebensjahre (GLJ), abgerufen am 22. April 2019. Dieser statistische Indikator für die Gesundheitserwartung wird für Männer und Frauen bei der Geburt und im Alter von 50 und 65 Jahren getrennt berechnet. Dazu werden Daten der Anteile der gesunden bzw. kranken Bevölkerung und Daten zur altersspezifischen Sterblichkeit ausgewertet. Gute gesundheitliche Verfassung wird als Abwesenheit von Funktionsbeschränkungen/Behinderungen definiert. Die Kennzahl „Gesunde Lebensjahre (GLJ) im Alter von 65 Jahren“ gibt die Anzahl der Jahre an, die eine Person mit 65 Jahren noch in guter gesundheitlicher Verfassung leben wird. Die Kennzahl „GLJ“ ist also ein Indikator der Gesundheitserwartung, welcher Informationen zu Sterblichkeit und Krankheit miteinander verknüpft. Dazu werden Daten zu den altersspezifischen Anteile der gesunden bzw. kranken Bevölkerung und Daten zur altersspezifischen Sterblichkeit verwendet. Gute gesundheitliche Verfassung wird über die Abwesenheit von Funktionsbeschränkungen/Beschwerden definiert. Die Kennzahl wird auch beschwerdefreie Lebenserwartung (BFLE) genannt.Gesunde Lebensjahre und Lebenserwartung im Alter von 65 Jahren nach Geschlecht. EuroStat; abgerufen am 22. April 2019.

Die Kennzahl wird nach der Sullivan-MethodeSullivan-Methode. ec.europa.eu/eurostat; abgerufen am 22. April 2019. berechnet, die auf Daten zum altersspezifischen Bevölkerungsanteil mit und ohne Behinderungen und auf Sterblichkeitsdaten basiert. Diese Methode wird deshalb oft eingesetzt, weil sie unkompliziert ist, weil die grundlegenden Daten verfügbar sind und weil sie unabhängig von Größe und Altersstruktur der Bevölkerung für viele Länder angewendet werden kann. Allerdings kann der Indikator GLJ durch kulturelle Unterschiede hinsichtlich der Meldung von Behinderungen beeinflusst werden.Healthy life years. CODED – Eurostat Datenbank für Konzepte und Begriffe (englisch) abgerufen am 22. April 2019.

Ranking Gesundheitserwartung mini|hochkant=3|links|EU-Vergleich Gesunde Lebenserwartung bei der Geburt (2016)EuroStat-Statistik erklärt: Healthy life years statistics; abgerufen am 22. April 2019. Die GLJ-Schätzungen werden für die 27 EU-Mitgliedstaaten unter Verwendung der EU-SILC-DatenVerordnung (EG) Nr. 1177/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Juni 2003 über die Gemeinschaftsstatistik über Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) für 2016 bereitgestellt (siehe Abbildung links). Die Analysen der Werte für gesunde Lebensjahre weisen auf signifikante Ungleichheiten zwischen den europäischen Ländern hin. So liegt z. B. die Gesundheitserwartung in Schweden bei Frauen gleich um 16,2 Jahre höher als in Österreich. Die Gesundheitserwartung in Schweden liegt bei Männern um 16,0 Jahre höher als in Österreich.

Siehe auch: Gesundheitssystem in Österreich Gesundheitserwartung

Tabelle Gesundheitserwartung mini|hochkant=3|links|EU-Vergleich Gesunde Lebenserwartung bei der Geburt und im Alter von 65 Jahren (2016)

Lebenserwartung Die durchschnittliche Lebenserwartung bei der Geburt betrug, laut Daten von Eurostat, für das Jahr 2016 im EU-Durchschnitt 81 Jahre. Für Männer lag sie bei 78,2 Jahren und für Frauen bei 83,3 Jahren. Die Lebenserwartung in der Europäischen Union lag damit mehr als 10 Jahre über dem weltweiten Durchschnitt von knapp 70 Jahren. Die im Durchschnitt längste Lebenserwartung hatten EU-Bürger in Spanien mit 83,5 Jahren. Die kürzeste Lebenserwartung innerhalb der EU hatten dagegen die Bürger von Litauen, Bulgarien und Lettland mit jeweils 74,9 Jahren. Bei der Lebenserwartung belegten vor allem die südeuropäischen Staaten hohe Platzierungen, obwohl diese nicht unbedingt zu den reichsten Ländern der Union gehören. Die hinteren Ränge werden allesamt von osteuropäischen Ländern belegt. Rang Staat Lebenserwartung (Gesamt) Lebenserwartung (Männer) Lebenserwartung (Frauen) 1 83,5 80,5 86,3 2 83,4 81,0 85,6 3 82,7 80,5 84,9 4 82,7 79,5 85,7 5 82,7 80,1 85,4 6 82,6 80,6 84,4 7 82,4 80,6 84,1 8 81,8 79,3 84,1 9 81,8 79,9 83,6 10 81,7 80,0 83,2 11 81,5 79,0 84,0 12 81,5 78,9 84,0 13 81,5 78,6 84,4 14 81,3 78,1 84,3 15 81,2 78,2 84,3 16 81,2 79,4 83,0 17 81,0 78,6 83,5 - 81,0 78,2 83,6 18 80,9 79,0 82,8 19 79,1 76,1 82,1 20 78,2 75,0 81,3 21 78,0 73,3 82,2 22 78,0 73,9 82,0 23 77,3 73,8 80,7 24 76,2 72,6 79,7 25 75,3 71,7 79,1 26 74,9 71,3 78,5 27 74,9 69,5 80,1 28 74,9 69,8 79,6

Siehe auch: Gesundheitserwartung: Indikator Gesunde Lebensjahre (GLJ)

Statistiken Index der menschlichen Entwicklung (HDI) Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen klassifiziert alle Mitgliedstaaten als Staaten mit „sehr hoher menschlicher Entwicklung“, da alle einen Index der menschlichen Entwicklung (HDI) 2019 von mehr als 0,8 haben.

+ Liste HDI 2019 der EU-Mitgliedstaaten Rang in der EU Rang weltweit Staat HDI 1 2 0,955 2 6 0,947 3 7 0,945 4 8 0,944 5 10 0,94 6 11 0,938 7 14 0,931 8 18 0,922 9 22 0,917 10 23 0,916 11 25 0,904 12 26 0,901 13 27 0,9 14 28 0,895 15 29 0,892 15 29 0,892 17 32 0,888 18 33 0,887 19 34 0,882 20 35 0,88 21 37 0,866 22 38 0,864 23 39 0,86 24 40 0,854 25 43 0,851 26 49 0,828 27 56 0,816

Alterspyramide

Geburtenrate & Sterberate Geburtenrate: 10,1 Geburten/1000 Einwohner (2016)

Sterberate: 10,2 Tote/1000 Einwohner (2016)

Kindersterblichkeitsrate: 4,0 Tote/1000 Geburten (2016)

Lebenserwartung: (2016) Gesamt: 80,2 Jahre Männer: 77,4 Jahre Frauen: 83,2 Jahre

Ehen & Fruchtbarkeit Heiratsrate: 4,9 Heiraten/1000 Einwohner (2007)

Scheidungsrate: 2,0 Scheidungen/1000 Einwohner (2005) Fruchtbarkeitsrate: 1,61 Kinder/Frau 2016epp.eurostat.ec.europa.eu

Geburten außerhalb von Ehen: 39,5 % 2011

Demografie Bevölkerungsentwicklung

Historische Entwicklung