Hans Jürgen von Arnswaldt (* 16. Mai 1897 in Schwerin; † 2. Dezember 1988 in Nordhorn) war ein deutscher Forstwirt.
Leben mini|hochkant|Gedenkstein für Georg und Hans-Jürgen Arnswaldt im Naturschutzgebiet Hohe Burg und Schwarzer See.
Hans Jürgen von Arnswaldt war der Sohn der Annamarie Mathilde Caroline Bolten (1872–1955) und ihres Mannes, dem Forstwirt Georg von Arnswaldt aus dem ursprünglich thüringischen, später hannoverschen Adelsgeschlecht von Arnswaldt.
Er wuchs auf dem mecklenburgischen Forsthof Schlemmin (heute Ortsteil von Bernitt) auf, den sein Vater 33 Jahren seiner Leitungstätigkeit zum Musterrevier mit beispielhafter waldbaulicher Tätigkeit entwickelte. Er besuchte das Friderico-Francisceum Gymnasium in Doberan, das er 1915 mit einem Notabitur verließ, um seinen Kriegsdienst zu beginnen. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs begann er eine praktische Forstlehre und ging dann zum Studium der Forstwissenschaften an die Forstakademie Eberswalde. Zuvor schrieb er sich im Zwischensemester 1919 an der Universität Rostock im Fach Jura ein.Siehe dazu den Eintrag der Immatrikulation von Hans-Jürgen von Arnswaldt im Rostocker Matrikelportal. 1922 bestand er das mecklenburgische Referendar- und 1924 sein Assessorexamen.
Von 1924 bis 1934 verwaltete er das Forstamt Altheide, heute Ortsteil von Ribnitz-Damgarten. Nach der Pensionierung seines Vaters übernahm er 1934 die Leitung des Forstamts Schlemmin, wurde aber 1939 zum Kriegsdienst eingezogen, woraufhin sein Vater noch einmal vertretungsweise die Leitung übernahm.
1945 flüchtete er mit seiner Familie in den Westen. Er leitete von 1945 bis 1949 das Herzoglich Oldenburgische Forstamt Lensahn und von 1949 bis zu seiner Pensionierung 1962 die Fürstlich von Bismarcksche Forstverwaltung im Sachsenwald (58,55 km²). Seinen Ruhestand verbrachte er ab 1962 im oldenburgischen Rastede.
Ehrungen 1974 wurde er mit dem Karl-Abetz-Preis ausgezeichnet.
Im Naturschutzgebiet Hohe Burg und Schwarzer See erinnert seit 1992 ein Gedenkstein an Georg und Hans Jürgen von Arnswaldt. Die beiden Oberförster vertraten einen wirtschaftlich orientierten, ökologisch ausgerichteten Waldbau unter Einbeziehung von Naturschutzbelangen.
Schriften Wertkontrolle. Hrsg. Bundesanstalt für Forst- und Holzwirtschaft. Hamburg-Reinbek 1950 Der Sachsenwald. Die Forstwirtschaft in der Vergangenheit und Gegenwart. 1951. Wertkontrolle in Laubwäldern. Festschrift zur Verleihung des Karl-Abetz-Preises am 17. Mai 1974. 1974.
Literatur Hans Jürgen von Arnswaldt, in: Rolf Hennig: Forstliche Biographien aus Mecklenburg-Vorpommern: [Leben und Wirken für das Forstwesen (1566 - 1999)]. Schwerin 1999, S. 21–26
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Einzelnachweise
Hans Jurgen Kategorie:Forstbeamter (Mecklenburg) Kategorie:Naturschützer Kategorie:Person (Landkreis Rostock) Kategorie:Person (Kreis Herzogtum Lauenburg) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1897 Kategorie:Gestorben 1988 Kategorie:Mann