Alessandro „Izzi“ Hämmerle (* 30. Juli 1993 in Frauenfeld, Schweiz) ist ein österreichischer Snowboarder. Er startet in der Disziplin Snowboardcross. 2022 und 2026 wurde er Olympiasieger im Snowboardcross.
Werdegang Alessandro Hämmerle kommt aus einer sportlichen Familie: Seine Brüder Michael (* 1991) und Luca (* 1996) sind ebenfalls als Snowboarder aktiv. Er wuchs mit seinen Brüdern als Sohn einer Schweizerin in der Schweiz auf. Als er acht Jahre alt war, zog die Familie nach Gaschurn in Vorarlberg.Schweizer wollten uns Olympia-Gold stehlen. In: Heute.at, 12. Februar 2022. Er besuchte das Sportgymnasium Dornbirn und maturierte gemeinsam mit der Skirennläuferin Christine Scheyer. Hämmerle ist, wie sein Bruder Luca, Sportler des Heeressportzentrums des Österreichischen Bundesheers. Als Heeressportler trägt er derzeit den Dienstgrad Korporal.
Hämmerle startete von 2007 bis 2011 vorwiegend im Europacup, bei den er in der Saison 2010/11 die Snowboardcrossgesamtwertung gewann. Sein erstes Weltcuprennen fuhr er im Dezember 2010 in Lech am Arlberg, welches er auf dem 43. Platz im Snowboardcross beendete. Bei den Snowboard-Juniorenweltmeisterschaften 2012 in Sierra Nevada gewann Hämmerle Gold im Snowboardcross. Zum Beginn der Saison 2012/13 erreichte er im Montafon mit dem achten Platz erstmals eine Top-10-Platzierung im Weltcup. Im Februar 2013 holte Hämmerle in Sotschi seinen ersten Weltcupsieg. Es folgten weitere Top-Zehn-Platzierungen, darunter der dritte Platz beim Weltcuprennen in Veysonnaz. Bei den Snowboard-Weltmeisterschaften 2013 in Stoneham errang er den sechsten Platz im Snowboardcross. Im März 2013 gewann Hämmerle Silber im Snowboardcross bei den Snowboard-Juniorenweltmeisterschaften 2013 im türkischen Erzurum. Er beendete die Saison auf dem vierten Rang in der Snowboardcross-Gesamtwertung. In der folgenden Saison konnte Hämmerle seine starken Leistungen aus der Vorsaison nicht wiederholen.
Sein bestes Ergebnis in der Saison 2013/14 war der 27. Platz beim Weltcuprennen in Veysonnaz. Bei seiner ersten Olympiateilnahme 2014 in Sotschi kam er auf den 17. Platz. Bei den Snowboard-Weltmeisterschaften 2015 im Snowboardcross belegte Hämmerle am Kreischberg den fünften Rang. Zu Beginn der Saison 2015/16 siegte er beim Weltcup im Montafon. Es folgten im Weltcup fünf Top-10-Platzierungen, darunter zwei dritte Plätze in Veysonnaz und belegte abschließend den zweiten Platz im Snowboardcross-Weltcup.Snowboardcross-Weltcup 2016 In der Saison 2016/17 siegte er in Solitude und in Bansko. Zudem errang er in Bansko und in Feldberg jeweils den dritten Platz und erreichte zum Saisonende den dritten Platz im Snowboardcross-Weltcup. Im März 2017 konnte Hämmerle im letzten Rennen der Saison mit Markus Schairer im Weltcup den Snowboardcross-Teambewerb in Veysonnaz gewinnen.Snowboard: Hämmerle/Schairer gewannen Cross-Teambewerb (27. März 2017) Beim Saisonhöhepunkt, den Snowboard-Weltmeisterschaften 2017 in Sierra Nevada, kam er auf den elften Platz. Im Dezember 2017 belegte Hämmerle beim „Heimrennen“ in Schruns im Montafon den zweiten Rang.Hämmerle und Schairer bei Snowboard Cross im Montafon am Stockerl (16. Dezember 2017)
Hämmerle startete bei den Olympischen Winterspielen 2018 in der südkoreanischen Stadt Pyeongchang und belegte am 15. Februar als bester Österreicher den siebten Rang im Snowboardcross. Beim Weltcup im spanischen La Molina feierte er am 3. März seinen ersten Saisonsieg und verbesserte sich damit in der Weltcup-Gesamtwertung von Rang drei auf Rang zwei.Alessandro Hämmerle holt ersten Saisonsieg (3. März 2018) In der Saison 2018/19 sicherte er sich erstmals den Gesamtsieg im SBX-Weltcup. Dabei siegte er in Baqueira-Beret und belegte in Veysonnaz den zweiten Platz.
Bei den Snowboard-Weltmeisterschaften 2019 in Park City errang er im Februar den 16. Platz. Im November 2019 holte sich Hämmerle im Rahmen eines Europacup-Rennens auf dem Pitztaler Gletscher den Staatsmeistertitel im Snowboardcross vor seinem Bruder Luca.Alessandro Hämmerle gewinnt „Bruderduell“ um Snowboardcross-Staatsmeistertitel (28. November 2019) Im Dezember sicherte sich Hämmerle seinen achten Weltcup-Sieg sowie den zweiten Erfolg im Montafon nach 2015.Hämmerle holt Heimsieg im Montafon (13. Dezember 2019) Im März 2020 gewann er das Saisonfinale im schweizerischen Veysonnaz und verteidigte damit erfolgreich den Weltcup-Gesamtsieg im Snowboard-Cross.Snowboard: Alessandro Hämmerle gewinnt in Veysonnaz und ist erneut Weltcup-Gesamtsieger (13. März 2020)
Vizeweltmeister Snowboardcross 2021 Am 24. Jänner 2021 feierte Hämmerle in Valmalenco (Italien) vor dem Franzosen Merlin Surget sowie den beiden US-Amerikanern Hagen Kearney und Jake Vedder seinen elften Weltcupsieg (zehn im Einzel, einer im Team).Alessandro Hämmerle feiert in Valmalenco elften Snowboard-Weltcupsieg (24. Jänner 2021) Am 11. Februar 2021 wurde der damals 27-Jährige im schwedischen Idre Vizeweltmeister im Snowboard Cross hinter dem Spanier Lucas Eguibar.Silber bei Snowboard-WM für Hämmerle (11. Februar 2021)
Ebenfalls im Februar 2021 gewann er den Weltcup auf der Reiteralm und damit seinen elften Weltcup-Einzelsieg im Snowboard CrossAlessandro Hämmerle gewinnt Snowboard-Cross-Weltcup auf Reiteralm – Dusek schwer gestürzt (18. Februar 2021) und im März wurde er neben Anna-Maria Galler Staatsmeister im Snowboard Cross.Alessandro Hämmerle und Anna-Maria Galler haben sich am Montag auf der Reiteralm die Staatsmeistertitel im Snowboardcross gesichert! (29. März 2021) In der Saison 2020/21 wurde Hämmerle Cross-Weltcup-Sieger.Snowboard Hämmerle wieder Cross-Weltcup-Sieger (20. März 2021)
Olympiasieger 2022 und 2026 Bei den Olympischen Spielen von Peking gewann der damals 28-Jährige im Februar 2022 die Goldmedaille im Snowboardcross. Im Dezember 2023 holte sich Hämmerle seinen 16. Sieg im Snowboard-Cross-Weltcup.Alessandro Hämmerle siegte bei Cross-Weltcup in Cervinia (16. Dezember 2023)
Im März 2024 konnte er zum vierten Mal den Heim-Weltcup im Montafon für sich entscheiden.Alessandro Hämmerle gewinnt das Heimrennen im Montafon (16. März 2024) Im Februar 2025 belegte Hämmerle nach einer verletzungsbedingten Pause bei seinem Comeback im Snowboardcross-Weltcup im chinesischen Beidahu hinter dem Kanadier Éliot Grondin den zweiten RangAlessandro Hämmerle hat beim Snowboardcross-Weltcup in Beidahu ein beeindruckendes Comeback hingelegt! (1. Februar 2025) und im März wurde er als bester Österreicher Fünfter beim Heim-Weltcup im Montafon.Snowboard: Crosser Hämmerle Fünfter bei Heimweltcup im Montafon (21. März 2025)
Im Jänner 2026 wurde Hämmerle zum vierten Mal für einen Start bei den Olympischen Winterspielen nominiert und am 12. Februar zum zweiten Mal Olympiasieger im Snowboardcross.Crosser räumen in Finalkrimi ab (12. Februar 2026) Hämmerle ist damit der erste Sportler aus Vorarlberg der erfolgreich seinen Olympiatitel verteidigen konnte.
Alessandro Hämmerle lebt in Bludenz. Er ist verheiratet mit Julia und seit August 2026 sind die beiden Eltern eines Kindes.„BESSER ALS GOLD“ – Süße Baby-News von Doppel-Olympiasieger Hämmerle (14. August 2026)
Auszeichnungen 2016, 2017, 2018, 2019, 2020, 2021: Vorarlberger Sportler des JahresPlank und Hämmerle Sportler des Jahres 2016Huber, Hämmerle, Mähr/Bargehr waren 2017 die Aller-Besten (5. April 2018)Sportler des Jahres 2021 gekürt (30. März 2022)
Sportliche Erfolge Teilnahmen an Weltmeisterschaften und Olympischen Winterspielen Weltmeisterschaften Bewerb Datum Austragungsort Disziplin Platzierung Snowboard-Juniorenweltmeisterschaften 2012 style="text-align:right" Sierra Nevada Snowboardcross Gold Snowboard-Weltmeisterschaften 2013 style="text-align:right" Stoneham Snowboardcross 6. Snowboard-Juniorenweltmeisterschaften 2013 style="text-align:right" Erzurum Snowboardcross Silber Snowboard-Weltmeisterschaften 2015 style="text-align:right" Kreischberg Snowboardcross 5. Snowboard-Weltmeisterschaften 2017 style="text-align:right" Sierra Nevada Snowboardcross 11. Snowboard-Weltmeisterschaften 2019 style="text-align:right" Park City Snowboardcross 16.
Olympische Spiele Datei:Header olympic box2.gif Disziplin Platz
Weltcupsiege und Weltcup-Gesamtplatzierungen Weltcupsiege Nr. Datum Ort 1. 17. Februar 2013 2. 12. Dezember 2015 3. 21. Januar 2017 4. 4. Februar 2017 5. 3. März 2018 6. 10. März 2018 7. 2. März 2019 8. 13. Dezember 2019 9. 13. März 2020 10. 24. Jänner 2021 11. 18. Februar 2021 12. 20. März 2021 13. 28. November 2021 14. 10. Dezember 2021 15. 16. Dezember 2022 16. 16. Dezember 2023 17. 16. März 2024 18. 17. März 2024
Weltcup-Gesamtplatzierungen Saison Platz Punkte 2010/11 45. 232 2011/12 35. 404 2012/13 4. 2692 2013/14 44. 229 2014/15 16. 580 2015/16 2. 3840 2016/17 3. 3404,6 2017/18 2. 6100 2018/19 1. 2440 2019/20 1. 3960 2020/21 1. 430 2021/22 2. 386 2022/23 17. 138 2023/24 2. 604 2024/25 11. 246 2025/26 5. 295
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
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