Die Organisation für die Sache der Frau (OFRA) war die wichtigste Organisation der Frauenbefreiungsbewegung mit Sitz in Zürich. Sie wurde am 13. März 1977 in Anschluss an die Zürcher Frauenwoche gegründet. Initiantinnen waren Frauen der Progressiven Organisationen der Schweiz.
Zweck Im Gegensatz zu den autonomen Frauengruppen der Frauenbefreiungsbewegung wollten die progressiven Frauen Feminismus mit Sozialismus verbinden. Die OFRA war landesweit tätig und hatte zahlreiche Sektionen und Initiativgruppen. Sie bedienten sich sowohl der existierenden politischen Instrumente wie Initiativen aber auch nicht institutioneller Mittel wie Demonstrationen. Sie setzte sich während zwanzig Jahren für frauenpolitische Fragen ein um vor allem auf gesetzlicher Ebene etwas zu erreichen. Erste Amtshandlung nach der Gründung war die Lancierung der Mutterschutzinitiative. Die OFRA übernahm die Zeitschrift Emanzipation von der POCH-Frauengruppe, die auch als Vereinsorgan diente. Die Zeitschrift, zu deren Autoren etwa die 1953 geborene Katka Räber-SchneiderLuise F. Pusch (Hrsg.): Töchter berühmter Männer: Neun biographische Portraits. (= Insel TB. 979). Frankfurt am Main 1988, ISBN 3-458-32679-0, S. 468. gehört, steht über das Schweizerische Sozialarchiv digital zur Verfügung.
Der Verband wurde Ende 1997 aufgelöst, das Vereinsmaterial wurde vom Schweizerischen Sozialarchiv übernommen.
Bekannte Mitglieder
Zita Küng
Anita Fetz
Literatur
Danièle Lenzin und Edith Mägli: Die Sache der Frauen : OFRA und die Frauenbewegung in der Schweiz. Zürich, Rotpunkt 2000, ISBN 978-3858692108
Weblinks
Bestand: Redaktionsarchiv der Zeitschrift "Emanzipation" 1975–1998 im Archiv zur Geschichte der schweizerischen Frauenbewegung (Gosteli-Stiftung), Signatur AGoF 191. Digitalisate bei E-Periodica.
Einzelnachweise
Kategorie:Frauenverband (Schweiz) Kategorie:Schweizerische Frauengeschichte Kategorie:Ehemaliger Verein (Zürich) Kategorie:Vereinsgründung 1977 Kategorie:Aufgelöst 1997