Mahamadou Habib Habibou (* 16. April 1987 in Bria, Zentralafrikanische Republik) ist ein ehemaliger zentralafrikanisch-französischer Fußballspieler auf der Position eines Stürmers.

Leben und Karriere Karrierebeginn und erste Schritte im Profifußball Habibou wurde im Jahre 1987 in Bria, der Hauptstadt von Haute-Kotto, einer der 14 Präfekturen der Zentralafrikanischen Republik, geboren und kam noch in jungen Jahren mit seiner Familie nach Frankreich. Dort spielte er von 1998 bis 2000 in der Jugend des Provinzklubs CO Vincennois, wo er zusammen mit dem späteren französischen Internationalen Blaise Matuidi agierte und unter anderem auch der spätere algerische Teamspieler Yacine Brahimi von 2000 bis 2004 im Einsatz war. 2000 wurde der Stürmer, der später auch die französische Staatsangehörigkeit erhielt, vom INF Clairefontaine aufgenommen und wechselte von dort nach einem Jahr in die Nachwuchsabteilung von Paris Saint-Germain, in der er bis 2005 sämtliche Jugendspielklassen durchlief. In diesem Jahr folgte schließlich ein Wechsel in den Nachbarstaat Belgien, wo er in der Jugendabteilung von Sporting Charleroi aufgenommen und nach nur einem Jahr in die Profimannschaft der Les Zèbres hochgezogen wurde. Sein Profiligadebüt gab Habibou dabei am 29. Juli 2006 beim 0:0-Heimremis gegen den Lierse SK, als er in der 73. Spielminute für den Brasilianer Orlando dos Santos Costa auf den Rasen kam. Bis zur Winterpause im Dezember 2006 wurde der als Stürmer ausgebildete Zentralafrikaner in insgesamt sieben Erstligapartien eingesetzt und kam für die restliche Spielzeit als Leihspieler zum AFC Tubize in die belgische Zweitklassigkeit. Dort war er als Torschütze sehr erfolgreich und brachte es bei 13 Ligaeinsätzen auf insgesamt zehn erzielte Tore. Mit der Mannschaft konnte er allerdings nur einen Platz im Tabellenmittelfeld erreichen; Sporting Charleroi erreichte im Endklassement der Ersten Division einen fünften Tabellenplatz. Nach seiner Rückkehr zu seinem angestammten Klub war er dort erneut bis zur Winterpause im Dezember im Einsatz; danach wurde der großgewachsene Angriffsspieler bereits zum wiederholten Male verliehen. Diesmal ging die Reise nach Rumänien, wo er beim Hauptstadtklub Steaua Bukarest einen Leihvertrag für eine halbe Saison erhielt. Während er in Charleroi bei zehn Ligaeinsätzen zu zwei Toren kam und die Mannschaft im Endklassement auf einen neuerlichen Platz im Tabellenmittelfeld brachte, erzielte er in Bukarest aus acht Meisterschaftspartien einen Treffer und wurde mit dem Team mit nur einem Punkt Rückstand auf CFR Cluj Vizemeister der höchsten rumänischen Fußballliga.

Durchbruch nach Leihstationen Nachdem Habibou seine Rückkehr aus dem ehemaligen Ostblock angetreten hatte, wurde er ab der Saison 2008/09 Stammspieler von Sporting Charleroi. So konnte er Einsätze in 30 von 34 möglich gewesenen Ligapartien verzeichnen und war mit neun Treffern auch bester Torschütze seiner Mannschaft; trotzdem reichte es in der Endtabelle nur für den 12. Rang für die Les Zèbres. Zwei Partien fiel er in dieser Saison aufgrund eines Muskelfasereinrisses aus. In der nachfolgenden Spielzeit 2009/10 konnte er an seine Leistungen der vorhergegangenen Saison nicht mehr anschließen und brachte es über die gesamte Spielzeit auf 18 Einsätze, fünf Tore, sowie drei Vorlagen und war damit hinter dem Franzosen Cyril Théréau mit zwölf Toren nur zweitbester Torschütze seines Teams. Über die gesamte Saison hinweg konnte sich der Zentralafrikaner mit seiner Mannschaft nicht aus dem hinteren Tabellenfeld lösen, schrammte nur knapp an einem Abstieg in die Zweitklassigkeit vorbei und beendete die Spielzeit auf dem 13. Tabellenrang. Auch im Play-off, in dem Habibou in drei von sechs Spielen seiner Mannschaft zum Einsatz kam, erreichte das Team nur den vierten und damit letzten Platz in seiner Gruppe.

Wechsel zu Zulte Waregem Im Sommer 2010 folgte schließlich Habib Habibous Wechsel zum Ligakonkurrenten, dem SV Zulte Waregem; über eine mögliche Ablösesumme ist nichts bekannt. In der Saison 2010/11 absolvierte er 25 von 30 möglich gewesenen Ligaspielen und war dabei zehn Mal als Torschütze erfolgreich und gab sechs Torvorlagen. Damit war er zum wiederholten Male offensiv stärkster Spieler seiner Mannschaft. Während er mit Zulte Waregem im Endklassement auf den elften Tabellenplatz kam, musste sein voriger Stammklub aus Charleroi als Tabellenletzter und Verlierer der anschließenden Relegation den Weg in die belgische Zweitklassigkeit antreten. In der Play-off-Phase der Saison 2010/11 wurde Habibou in allen sechs Partien seines Teams eingesetzt, wobei er mit zwei Toren und einer Torvorlage auch sein Offensivtalent unter Beweis stellte. In weiten Teilen der Spielzeit 2011/12 fiel der gebürtige Zentralafrikaner mit französischem Pass verletzungsbedingt aus. So kam er erst ab der 8. Spielrunde zum Einsatz, musste aber bereits nach fünf Ligaauftritten zurückstecken und fiel bis einschließlich der 19. Runde aus. Während dieser Zeit absolvierte er im Winter 2011 ein Probetraining bei Brighton & Hove Albion, mit dem es, obwohl er positiv aufgefallen war,Poyet considers Habibou bid (englisch), abgerufen am 19. August 2014 doch zu keiner Übereinkunft kam und Habibou weiterhin bei Zulte Waregem blieb. Nachdem er ab Mitte Januar wieder zurückgekehrt war, fiel er zum Saisonende hin noch für zwei weitere Partien aus und kam somit bis zum Saisonende auf lediglich 14 Ligaeinsätze, in denen er zwei Tore erzielte und ein weiteres für seinen Teamkollegen Teddy Chevalier vorbereitete. Mit der Mannschaft fand er sich schlussendlich im hinteren Tabellenviertel wieder.

2012/13 verlief für Habibou von der Einsatzzahl her ähnlich wie die vorhergegangene Spielzeit. Bei 14 Einsätzen, die er bis zur 24. Runde absolvierte, konnte er erneut von seiner Offensivstärke zeigen, da er sechs Tore erzielte und weitere drei für seine Mannschaftskameraden vorbereitete. Erwähnenswert ist auch der 4:1-Auswärtserfolg über den Lierse SK am 29. September 2012, bei dem der Stürmer an vier Treffern seines Teams beteiligt war, dabei drei Tore erzielte und die Vorarbeit zu Franck Berriers Treffer leistete. Anfang Februar 2013 folgte für den 1,92 m großen Angriffsspieler ein leihweiser Wechsel nach England, wo er beim Zweitligisten Leeds United einen Vertrag für ein halbes Jahr mit der Option auf einen fixen Wechsel nach Ablauf der Leihzeit unterschrieb. (englisch), abgerufen am 19. August 2014 Bereits im Januar desselben Jahres wurde davon berichtet, dass Habibou mit diversen englischen Klubs in Kontakt stünde, darunter neben Leeds United auch die Queens Park Rangers, bei denen Harry Redknapp seine Begeisterung für den 25-jährigen Stürmer aussprach.Zulte Waregem striker Habib Habibou admits to being in talks with English club (englisch), abgerufen am 19. August 2014QPR considering swoop for striker Habibou as Redknapp seeks reinforcements (englisch), abgerufen am 19. August 2014 Nachdem er am 26. Januar 2013 noch für die Belgier spielte, absolvierte er exakt eine Woche später bereits sein erstes Ligaspiel für die The Peacocks, als er bei 0:1-Heimpleite gegen Cardiff City ab der 73. Minute für El Hadji Diouf auf den Rasen kam. (englisch), abgerufen am 19. August 2014 Bis Mitte März brachte es Habib Habibou auf insgesamt vier Meisterschaftseinsätze für Leeds United und wurde danach bis zum Saisonende vorwiegend im Reserveteam des Klubs eingesetzt, saß aber in den meisten Partien noch auf der Ersatzbank der Profimannschaft. Zu einer Vertragsunterbreitung und einer permanenten Bindung an den Klub kam es nach Ablauf der Leihzeit nicht.10 PLAYERS NOT OFFERED NEW DEALS (englisch), abgerufen am 19. August 2014 Mit Leeds United schaffte er einen Platz im Tabellenmittelfeld; mit seinem angestammten Klub, dem SV Zulte Waregem, schaffte er gar den Vizemeistertitel hinter dem RSC Anderlecht und die damit verbundene Teilnahme an der 3. Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League 2013/14. In diesem Wettbewerb nahm der Rechtsfuß in beiden Partien seines Teams teil und schied dabei noch vorzeitig mit einem Gesamtscore von 0:5 gegen die PSV Eindhoven aus den Niederlanden aus.

Von Waregem nach Gent Aufgrund der dortigen Niederlagen nahmen die Verlierer der 3. Qualifikationsrunde zur Champions League an der Play-off-Phase zur Europa League 2013/14 teil. Mit einem Gesamtscore von 3:2 schaffte es die Mannschaft in die anschließende Gruppenphase, wo sie schließlich als Gruppendritter der Gruppe D vom laufenden Bewerb ausschied. Habibou wurde dabei in sechs von acht Spielen seiner Mannschaft eingesetzt und erzielte dabei beim wichtigen 2:1-Sieg im Play-off-Rückspiel gegen APOEL Nikosia den Führungstreffer für sein Team. In der Liga avancierte der abwechselnd als Mittelstürmer und Linksaußen eingesetzte Zentralafrikaner wieder zur Stammkraft und kam so für Zulte Waregem auf eine Bilanz von 17 Ligaeinsätzen, in denen er neun Tore erzielte und vier Torvorlagen machte. Damit war er zusammen mit Thorgan Hazard, der über 29 Ligaeinsätze auf dieselbe Anzahl an erzielten Toren kam, der erfolgreichste Torschütze seiner Mannschaft. Im Dezember noch für den SV Zulte Waregem im Einsatz, wechselte der offensiv starke Rechtsfuß zum neuen Jahr innerhalb der belgischen Erstklassigkeit für eine kolportierte Ablösesumme von 1,6 Millionen Euro zur KAA Gent, bei der er einen Dreieinhalbjahresvertrag bis zum 30. Juni 2017 unterschrieb. (niederländisch), abgerufen am 19. August 2014 Beim Klub aus Ostflandern absolvierte er am 18. Januar 2014 bei der 0:1-Heimniederlage gegen den KV Kortrijk seine erste offizielle Partie und war dabei bereits über die volle Spieldauer im Einsatz. Bis zum Saisonende schaffte er es schließlich auf neun Ligaeinsätze, in denen er vier Treffer erzielte, darunter ein Hattrick gegen Cercle Brügge am 8. März 2014, wovon eines sogar zum „Tor der Woche“ gewählt wurde. (niederländisch), abgerufen am 19. August 2014 Des Weiteren kam er auch zu einer Torvorlage im Ligageschehen der KAA Gent, bei der er ausschließlich als Mittelstürmer eingesetzt wird. Während Zulte Waregem in der Endtabelle den vierten Platz erreichte, schaffte der gebürtige Zentralafrikaner mit seiner Mannschaft den siebten Platz. Im anschließenden Play-off konnte Habib Habibou erneut seine Torgefährlichkeit unter Beweis stellen, wobei ihm in sechs Spielen sieben Tore, davon zwei Hattricks, gelangen. Im belgischen Fußballpokal 2013/14 absolvierte er drei Partien für den SV Zulte Waregem, für den er zwei Tore erzielte, sowie ebenso drei Spiele für die KAA Gent, für die er allerdings torlos blieb. Mit dem Team schied er im Halbfinale ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub aus Waregem in Westflandern, der erst im Finale knapp mit 0:1 gegen Sporting Lokeren verlor, aus.

Über die französische Erstklassigkeit als Leihspieler in die Türkei