Hermann Amelung (* 10. Oktober 1829 in Eisenach; † 21. Mai 1899 in Stettin) war ein deutscher Versicherungsjurist.Amelung, Dr. Hermann In: Anton Bettelheim (Hrsg.): Biographisches Jahrbuch und deutscher Nekrolog. Band 4. Reimer, Berlin 1900.
Leben Amelung studierte Rechtswissenschaft an der Universität Jena. Er wurde 1846 Mitglied der (späteren) Burschenschaft Arminia auf dem Burgkeller und 1847 Mitglied des Corps Guestphalia Jena.Kösener Korpslisten 1910, 125, 134 1848 war er Mitglied des demokratischen Kreisausschusses in Jena. MEW, 6. November 1848 – Juli 1849.
Später war er Rechtsanwalt und Direktor der Germania-Versicherung (Germania Unfall- und Haftpflicht-Versicherungs AG Stettin).Aufkommender Wettbewerb. In: Peter Koch: Geschichte der Versicherungswirtschaft in Deutschland. Verlag Versicherungswirtschaft, 2012, S. 90. In den 1930er Jahren fusionierte sie mit der Iduna-Berlin (Iduna, Feuer-, Unfall-, Haftpflicht- und Rückversicherungs-Aktiengesellschaft) zur Iduna-Germania Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft Berlin (ab 1946 Iduna Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft mit Sitz in Hamburg). und letztendlich mit in der Unternehmensgruppe Signal Iduna aufging.Iduna-Germania Allgemeine Versicherungs-AG. Aktien-Archiv des Benecke & Rehse Wertpapierantiquariats. Unter seiner Führung entwickelte sich das Unternehmen gut und überstieg im Neugeschäft bald die bekannte Gothaer Versicherung. Zu seinen engeren Mitarbeitern gehörte der Versicherungsmathematiker August Zillmer.August Zillmer – Beruflicher Werdegang. In: Peter Albrecht (Hrsg.): Risikoforschung und Versicherung: Festschrift für Elmar Helten (Innentitel: zum 65. Geburtstag). Verlag Versicherungswirtschaft, 2004, S. 320.
Amelung wurde unter anderem im Januar 1887 bei den Wahlen zum fünfzehnköpfigen Wahlvorstand bei der Wahl- und Mitgliederversammlung des Stettiner Liberalen Wahlverbands gewählt, bei der Max Broemel nach dem Tod von Carl Theodor Schmidt als Stettiner Kandidat für den Reichstag (Deutsches Kaiserreich) nominiert wurde.Dirk Mellies: Modernisierung in der preußischen Provinz? Der Regierungsbezirk Stettin im 19. Jahrhundert. Vandenhoeck & Ruprecht, 2012, S. 335.
Ehe und Nachkommen Hermann Amelung heiratete Antonie Lebrun († 1904), Schauspielerin am Dresdner Hoftheater. Sie war die Tochter des Hamburger Schauspielers Karl August Lebrun; in erster Ehe war sie mit dem englischen Schauspieler Sir William Henry Don, 7. Baronet (1825–1862) verheiratet gewesen.
Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor. Der jüngste Sohn Walter Amelung wurde Archäologe.Eckhard Wendt: Stettiner Lebensbilder (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Pommern. Reihe V, Band 40). Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2004, ISBN 3-412-09404-8, S. 33 (im Artikel über den Sohn Walter Amelung).
Literatur Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I: Politiker. Teilband 1: A–E. Winter, Heidelberg 1996, ISBN 3-8253-0339-X, S. 18. Eintrag. In: Geschichte der Versicherungswirtschaft in Deutschland
Einzelnachweise
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