Hainburg ist eine Gemeinde im Landkreis Offenbach in Hessen in Deutschland.
Geographie Hainburg ist eine von 13 Städten und Gemeinden im Landkreis Offenbach. Sie liegt am Rande des Rhein-Main-Gebietes am Ufer des Main, östlich von Frankfurt am Main. Im Norden findet sich die Stadt Hanau. Das Gemeindegebiet erstreckt sich über knapp 16 km² und liegt im südlichen Teil Hessens und grenzt im Osten an das Bundesland Bayern.
Hainburg besteht aus den beiden Ortsteilen Hainstadt und Klein-Krotzenburg, wobei in Klein-Krotzenburg etwa 2.000 Einwohner weniger leben als in Hainstadt.
Hainburg grenzt im Norden an die Stadt Hanau und die Gemeinde Großkrotzenburg (Main-Kinzig-Kreis), im Osten (auf der anderen Mainseite) an die Gemeinden Kahl und Karlstein (beide Landkreis Aschaffenburg), im Süden an die Stadt Seligenstadt sowie im Westen an die Städte Rodgau und Obertshausen.
Geschichte Gemeindebildung
Die Gemeinde Hainburg entstand am 1. Januar 1977 im Zuge der Gebietsreform in Hessen durch Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Hainstadt und Klein-Krotzenburg per Landesgesetz. Der Gemeindename ist eine Wortschöpfung aus den Namen der beiden früheren Gemeinden.
Politik Gemeindevertretung Für die Gemeindevertretung der Gemeinde Hainburg erbrachte die Kommunalwahl am 15. März 2026 folgendes amtliche Endergebnis,Votemanager: Amtliches Endergebnis der Gemeindewahl am 15. März 2026 - 23° Election Manager: Hainburg 2026 in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:
Wahlvorschläge%2026Sitze2026%2021Sitze2021%2016Sitze2016%2011Sitze2011%2006Sitze2006%2001Sitze2001 52,9 17 54,2 20 51,2 19 51,2 19 54,5 20 58,7 22 16,2 5 18,6 7 13,3 5 16,2 6 7,8 3 6,7 2 13,7 4 15,2 6 22,3 8 22,9 8 26,8 10 25,1 9 6,8 2 — — — — — — — — — — BFH Bürger für Hainburg 6,3 2 12,1 4 13,3 5 7,8 3 6,7 2 5,0 2 4,0 1 — — — — 2,0 1 4,3 2 4,5 2 Gesamt 100,0 31 100,0 37 100,0 37 100,0 37 100,0 37 100,0 37 Wahlbeteiligung in % 58,1 54,8 50,0 47,0 51,4 56,8
Bürgermeister Nach der Hessischen Gemeindeordnung wird der Bürgermeister für eine sechsjährige Amtszeit gewählt, seit dem Jahr 1993 in einer Direktwahl. Er ist Vorsitzender des Gemeindevorstands, dem in der Gemeinde Hainburg neben dem Bürgermeister hauptamtlich ein Erster Beigeordneter und ehrenamtlich fünf weitere Beigeordnete angehören.Mitglieder des Gemeindevorstandes Bürgermeister ist seit dem 4. November 2024 Christian Spahn (CDU), der seit 2017 als hauptamtlicher Erster Beigeordneter dem Gemeindevorstand angehörte. Amtsvorgänger Alexander Böhn (CDU) wechselte in seiner zweiten Amtszeit am 17. Juni 2024 als hauptamtlicher Kreisbeigeordneter zum Landkreis Offenbach. Als Vakanzvertreter leitete Erster Beigeordneter Christian Spahn (CDU) die Gemeindeverwaltung kommissarisch und die Wahl eines neuen Bürgermeisters musste vorgezogen werden, zu der er selbst auch kandidierte. Christian Spahn wurde am 8. September 2024 im ersten Wahlgang bei 48,0 Prozent Wahlbeteiligung mit 78,5 Prozent der Stimmen gewählt.hessenschau: Bürgermeisterwahl am 8. September 2024 in Hainburg
Amtszeiten der Bürgermeister; Hinweis: Einzelergebnisse sind nicht archiviert - Votemanager: Wahltermine Gemeinde Hainburg, ab 2003 2024–2030 Christian Spahn (CDU)Christian Spahn: Über mich - Gemeinde Hainburg, abgerufen am 18. Oktober 2022: 1. Beigeordneter Christian Spahn: „seit dem 01. Juni 2017 darf ich das Amt des Ersten Beigeordneten in der Gemeinde Hainburg ausüben“ - Gemeinde Hainburg, 5. November 2024: Einführung des neuen Bürgermeisters Christian Spahn: „Im Rahmen einer Gemeindevertretersitzung wurde Christian Spahn am 04.11.2024 … nach Abnahme des Diensteides und Übergabe der Ernennungsurkunde per Handschlag in das Amt eingeführt. Nachdem Christian Spahn seinen Amtseid geleistet hatte, begann umgehend seine erste Amtsperiode.“ - OP online, 6. November 2024: Christian Spahn übernimmt Bürgermeisteramt in Hainburg 2017–2024 Alexander Böhn (CDU)Gemeinde Hainburg: Bürgermeister Alexander Böhn, abgerufen am 18. Oktober 2022 und 24. Mai 2024: Bürgermeister Alexander Böhn zum Kreisbeigeordneten gewählt Erster Beigeordneter Christian Spahn übernimmt die Amtsgeschäfte ab dem 17. Juni 2024: „Von September 2012 bis Februar 2017 war er Hauptamtlicher Erster Beigeordneter der Gemeinde Hainburg. Seit März 2017 ist er Bürgermeister der Gemeinde Hainburg.“ 1993–2017 Bernhard Bessel (CDU) 1977–1993 Herbert Wemelka (CDU)
Gemeindepartnerschaften Vernouillet in Frankreich, begründet mit Hainstadt Alberndorf im Pulkautal in Österreich, begründet mit Hainstadt Retz in Österreich, begründet mit Klein-Krotzenburg Trumau (Hainstadt) in Österreich, begründet mit Hainstadt, abgerufen am 10. Juli 2017
Patenschaft 1975 übernahm die Gemeinde die Patenschaft für die vertriebenen Sudetendeutschen aus den tschechischen Gemeinden Peterswald und Nollendorf im Kreis Aussig.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Verkehr und Infrastruktur Verkehr mini|Bahnhof Hainstadt
Der Bahnhof Hainstadt liegt an der Odenwaldbahn, die die Gemeinde mit Hanau und Frankfurt, sowie Groß-Umstadt, Wiebelsbach und Erbach im Odenwald verbindet.
Nach Westen führt die Offenbacher Landstraße / L 3416 zur B 45 und A 3, nach Norden geht es über die L 3065 Richtung Hanau, sowie Offenbach am Main und in südlicher Richtung nach Seligenstadt.
Nach Stilllegung der Mainfähre zwischen Klein-Krotzenburg und Großkrotzenburg im Jahre 1999Wagenfähren am Main Website fjordfaehren.de. Abgerufen am 31. August 2011 verbleibt als einzige Verbindung über den Main der Fußgängersteg über die Staustufe Krotzenburg.
Naturschutz mini|NSG Im Woog von Hainstadt
Das Naturschutzgebiet Im Woog von Hainstadt (NSG-Kennung 1438019) liegt im Nordwesten von Hainstadt. Im Westen grenzt es an den Wildpark Alte Fasanerie an und umfasst einen rund 14 Hektar großen Waldbestand.vgl. Gemeinde- und Flurgrenzen im BürgerGIS des Kreises Offenbach
Der Woog von Hainstadt besteht aus Feuchtgrünland, Röhricht, Magerwiesen, Streuobstbeständen, Brachflächen und Laubwald bietet ein Nahrungsbiotop für Greifvögel: Mäusebussard, Habicht, Turmfalke, Schwarzmilan und Rotmilan, sowie auch für Steinkauz, Waldohreule und Waldkauz. Leider konnten jahrelang im NSG festgestellte Bruten von Steinkauz, Wendehals und Neuntöter in letzter Zeit nicht mehr bestätigt werden. Der Pirol ist immer noch regelmäßiger Brutvogel.
Zweck der Unterschutzstellung ist es, einen besonders arten- und strukturreichen Teil eines ehemaligen Mainarmes mit kleinräumigem Nebeneinander von Feuchtgrünland, Laubwald, Streuobstwiesen und Brachflächen als Lebensraum zahlreicher gefährdeter Tier- und Pflanzenarten im Naturraum Östliche Untermainebene zu erhalten und zu sichern.
mini|NSG Langhorst von Hainburg und Seligenstadt
Das Naturschutzgebiet Langhorst von Hainburg und Seligenstadt (NSG-Kennung 1438025) liegt zwischen dem Hainburger Ortsteil Hainstadt und dem Seligenstädter Stadtteil Froschhausen.
Es umfasst einen rund 82,27 Hektar großen Waldbestand, welcher sich im Stadtgebiet von Seligenstadt und Mainhausen befindet.vgl. Gemeinde- und Flurgrenzen im BürgerGIS des Kreises Offenbach Es besteht aus typischen und besonders reizvollen Landschaftselementen der holozänen Mainaue mit naturnahen, arten- und strukturreichen Laubwäldern sowie ausgedehnten Grünlandzügen mit wertvollen Feuchtwiesen. Sie werden von Werniggraben und Weihersbach durchflossen. Diese Bäche sind landschaftshistorisch gesehen Relikte nacheiszeitlicher Mainarme. Die Wiesen- und Grünlandnutzung ist weitgehend extensiviert worden.vgl. Arbeitsgemeinschaft Fledermaus:
Zweck der Unterschutzstellung ist es, typische und besonders reizvolle Landschaftselemente der holozänen Mainaue mit naturnahen, arten- und strukturreichen Laubwäldern und ausgedehnten Grünlandzügen mit wertvollen Feuchtwiesen zu erhalten und zu entwickeln.
mini|NSG Pechgraben bei Klein-Krotzenburg
Das Naturschutzgebiet Pechgraben bei Klein-Krotzenburg (NSG-Kennung 1438022) liegt zwischen Seligenstadt und Klein-Krotzenburg.
Es umfasst einen rund 34,04 Hektar großen Waldbestand im Stadtgebiet von Seligenstadt.Vgl. Gemeinde- und Flurgrenzen im BürgerGIS des Kreises Offenbach Es setzt sich aus naturnahen Laubwäldern, Feuchtgrünland, Röhrichten und Großseggenrieden zusammen und wird vom namengebenden Pechgraben durchflossen, ein letztes Relikt einer nacheiszeitlichen Flutrinne des Mains.
Zweck der Unterschutzstellung ist es, einen besonders arten- und strukturreichen Teil der holozänen Mainaue mit naturnahen Laubwäldern, wertvollem Feuchtgrünland, Röhrichten und Großseggenriedern als Lebensraum zahlreicher gefährdeter Tier- und Pflanzenarten zu erhalten und zu entwickeln.Vgl. Arbeitsgemeinschaft Fledermaus:
Persönlichkeiten Söhne und Töchter der Gemeinde Friedrich Martini (* vor 1555 in Hainstadt; † 1630 in Freiburg im Breisgau), Rechtswissenschaftler und Hochschullehrer Peter Paul Kranz (* 1884 in Hainstadt; † 1957 in München), Zahnmediziner und Hochschullehrer Heinrich Faller (* 1895 in Hainstadt; † 1950 in Mainz), Architekt und Baubeamter Josefine Kohl (* 1921 in Hainstadt; † 2012 in Seligenstadt), Leichtathletin Ludwig Schwab (* 1921 in Klein-Krotzenburg; † 1987), Politiker (CDU) Anne Bärenz (* 1950 in Hainstadt; † 2005 in Frankfurt am Main), Sängerin und Pianistin Frank-Tilo Becher (* 1963 in Frankfurt am Main), Politiker (SPD) Jürgen Harrer (* 1974 in Hanau), Politiker (CDU) Jessica Schmidt (* 1979 in Hainstadt), Schachspielerin
Weblinks
Internetauftritt der Gemeinde Hainburg
Einzelnachweise
Kategorie:Ort am Main Kategorie:Gemeindegründung 1977