Park Tu-jinAndere gängige Transkriptionen unter Korean Literature Authors Name Authority Database einsehbar: , abgerufen am 15. August 2014 (englisch) (* 10. März 1916 in Anjō, Keiki-dō, damaliges Japanisches Kaiserreich, heutiges Südkorea; † 16. September 1998 in Seoul, Südkorea) war ein südkoreanischer Lyriker.다음백과사전: Abgerufen am 15. August 2014 (koreanisch)

Leben Parks Familie war zu arm, um ihm eine Schulausbildung zu ermöglichen, und dennoch debütierte er im Jahr 1939, als zwei seiner Gedichte veröffentlicht wurden. Nach der Unabhängigkeit Koreas von Japan wurde er zu einem renommierten Schriftsteller, zu einer wichtigen Stimme der modernen koreanischen Literatur. Er arbeitete als Professor an der Ewha Womans University, der Yonsei University, der Korea University und der Woosuk University. Er starb am 16. September 1998 in Seoul.

Parks Lyrik hat meist die Natur zum Subjekt. Seine Verse, die von grünen Wiesen, zwitschernden Vögeln, fröhlich umherspringenden Rehen und Sonnenuntergängen singen, werden von Kritikern häufig als Kommentar zu gesellschaftlichen und politischen Problemen verstanden. Ein Theoretiker vertritt des Weiteren die Meinung, seine Gedichte hätten mit ebendiesen Bildern die Unabhängigkeit von Japan vorausgesagt.

Es ist ebendiese Natursymbolik in Parks Gedichten, die die lyrische Qualität seiner Gedichte von der lyrischen Qualität romantischer und pastoraler Lyrik anderer koreanischer Dichter abhebt. Die Rolle der Natur ist die eines Katalysators, der hilft, die Welt der Menschen zu verstehen.

Nach 1949 begann er, christliche Ideale in seine Lyrik einzubauen, womit er eine bestimmte lyrische Richtung darstellte. Das Wissen um die schwierige Situation seines Volkes nach dem Koreakrieg inspirierte ihn zu Werken, welche sowohl Wut als auch Kritik angesichts der, von ihm als absurd betrachteten, politischen Maßnahmen und gesellschaftlicher Gegebenheiten zum Ausdruck brachten. Auch in den sechziger Jahren führte er seine Suche fort, eine kreative Lösung für die Probleme seiner Zeit zu finden, indem er Geschichte nicht als etwas Gegebenes darstellte, sondern als Prozess, der von allen Beteiligten geformt wird.Author Database des LTI Korea: , abgerufen am 15. August 2014 (englisch)

Arbeiten Koreanisch Gedichtsammlungen Türkis (1946) Irreführung (1953) Die Spinne und die Sternbilder (1962) Wald aus Menschen (1963) Weiße Flügel (1967) Gebirgspflanze (1973) Apostelgeschichten (1973) Die Biographie des Wassers und der Steine (1981) Die Wildnis (1981) Unendliche Umarmung (1981)

Essaysammlungen Denkendes Schilfrohr (1981) Wind über dem Hügel (1981) Und die Sonne geht trotzdem auf (1981)

Übersetzungen Englisch River of Life, River of Hope: Selected Poems of Pak Tu-Jin, Eastbridge (2005) ISBN 978-1891936418

Auszeichnungen 1993 – (Oesol Preis) 1989 – (Chŏng Chi-yong Literaturpreis) 1988 – (Inch’on Preis) 1976 – (Preis der Koreanischen Kunstakademie) 1970 – (Samil Kulturpreis) 1963 – (Kulturpreis für Lyrik der Stadt Seoul) 1956 – (Asiatischer Freiheitspreis für Literatur)

Einzelnachweise

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