Der Dr. Ludwig Reichert Verlag ist ein 1969 gegründeter und auf geisteswissenschaftliche Schriften spezialisierter Verlag mit Sitz in Wiesbaden. Derzeitige Inhaberin ist Ursula Reichert. Das Programm umfasst über 2.500 Titel.
Geschichte Der Reichert Verlag wurde 1969 durch den Mediävisten Ludwig Reichert (1924–2008) in Wiesbaden-Dotzheim (Kohlheck) gegründet. Dieser war zuvor von 1949 bis 1953 für den Universitätsverlag Carl Winter in Heidelberg tätig und dann für den aus Leipzig stammenden Harrassowitz Verlag in Wiesbaden verantwortlich.Nachruf auf Ludwig Reichert. Börsenblatt für den deutschen Buchhandel 12. März 2008. 1994 übernahm seine Tochter Ursula Reichert die Verlagsführung,Dagmar Olzog, Johannes Hacker (Hrsg.): Dokumentation deutschsprachiger Verlage. 14. Ausgabe, verlag moderne industrie, Landsberg am Lech 2001, ISBN 3-478-38764-7, S. 242. die zuvor Musikwissenschaft, Geschichte, Kunstgeschichte und Theologie studiert hatte.Biographische Angaben zu Ursula Reichert auf der Website des Verbandes Evangelischer Chöre in Hessen und Nassau, abgerufen am 6. September 2025. Sie führte beim Reichert Verlag Print-on-Demand ein.Ein Kleinod der Faksimile-Kultur. In: Wiesbadener Tagblatt, 24. Juli 1999.
Der Verlag nahm unter anderem am Deutschen Orientalistentag, Deutschen Kunsthistorikertag und an der Tagung der Byzantinisten teil.Kompetenz für heikle Themen. In: Wiesbadener Tagblatt, 18. Juni 2005. Die Verlagsleitung verfolgt einen interkulturellen Ansatz. Viele der Werke erscheinen heute in englischer Sprache.
Programm Allgemein Zum Verlagsprogramm mit über 2.500 Titeln (Archäologie, Buch- und Bibliothekswissenschaft, Faksimile, Geschichte, Kunstgeschichte, Musik, Orientalistik, Psychotherapie, Religionswissenschaft, Sprachwissenschaft usw.) gehören Bücher, Zeitschriften und Karten, so auch das Standardwerk Tübinger Atlas des Vorderen Orients (TAVO). Verschiedene archäologische und kunstgeschichtliche Reihen werden verlegt. Mit der Reihe zeitpunkt musik ist der Verlag einer der wichtigsten Verlage für musiktherapeutische Fachliteratur.zeitpunkt musik Verlegt wird auch die Buchreihe Die Deutschen Inschriften.Webseite des Verlages zu „Die Deutschen Inschriften“, abgerufen am 2. August 2024
Der Verlag wurde zu einem der wenigen deutschsprachigen Faksimile-Verlage und erarbeitete sich mit seinem Programm, zu dem unter anderem mittelalterliche Faksimiles gehören, einen Ruf in internationalen Fachkreisen. Seit Jahren gehören zum festen Kundenstamm auch Sammler.Kostbarkeiten auf Pergament. In: Wiesbadener Kurier, 21. Juli 1999.
Zeitschriften Das Verlagshaus publiziert bzw. publizierte folgende wissenschaftliche Zeitschriften: Beiträge zur islamischen Kunst und Archäologie (Ernst Herzfeld-Gesellschaft) Istanbuler Mitteilungen (Deutsches Archäologisches Institut Istanbul), seit Bd. 72, 2022 Jahrbuch Musiktherapie Jahrbuch der Oswald von Wolkenstein-Gesellschaft Kratylos (Indogermanische Gesellschaft) Madrider Mitteilungen (Deutsches Archäologisches Institut Madrid), Bd. 45, 2004 – 61, 2020 Mitteilungen zur Spätantiken Archäologie und Byzantinischen Kunstgeschichte Musik und Gesundsein (Hans-Helmut Decker-Voigt) Traditional South Asian Medicine (Rahul Peter Das) Zeitschrift für Archäologie Außereuropäischer Kulturen (Kommission für Archäologie Außereuropäischer Kulturen)
Lexika Lessico Etimologico Italiano Lexikon der indogermanischen Verben
Literatur Dagmar Olzog, Johannes Hacker (Hrsg.): Dokumentation deutschsprachiger Verlage. 14. Ausgabe, verlag moderne industrie, Landsberg am Lech 2001, ISBN 3-478-38764-7, S. 242.
Weblinks Website des Dr. Ludwig Reichert Verlages
Einzelnachweise
Reichert, Ludwig Reichert, Ludwig Kategorie:Medienunternehmen (Wiesbaden) Kategorie:Wiesbaden-Dotzheim Reichert, Ludwig Kategorie:Unternehmensgründung 1969