Elise Bake (* 5. August 1851 in Dresden; † 9. November 1928 ebenda) war eine deutsche Schriftstellerin.
Leben Über Bakes Leben ist kaum etwas bekannt. Im Jahr ihrer Geburt in Dresden verzeichnet das Dresdner Adressbuch nur einen Mann mit dem Nachnamen Bake, den Betriebsingenieur a. D. E. Bake.Adreßbuch für die Stadt Dresden auf das Jahr 1851. Verlag des Königl. Sächs. Adreß-Comptoirs in Dresden, , S. 5. In den 1890er-Jahren, als Sophie Pataky Schriftstellerinnen um Lebensläufe für ihr Werk Lexikon deutscher Frauen der Feder anfragte, lebte Bake in Arley Hall, Northwich, Cheshire. In Dresdner Adressbüchern ist Elise Bake als Schriftstellerin erstmals im Jahr 1907 verzeichnet; damals lebte sie auf der Bergstraße 42.Adreßbuch für Dresden und seine Vororte 1907. Verlag der Buchdruckerei der Dr. Güntzschen Stiftung, Dresden , S. 24. Sie zog zu der Zeit mit Fräulein Emma Bake zusammen, die schon 1902 unter dieser Adresse in den Adressbüchern der Stadt aufgeführt wird. Beide lebten ab 1919 und bis zu Elisa Bakes Tod gemeinsam in der Reichenbachstraße 7.Adreßbuch für Dresden und Vororte 1919. Verlag der Buchdruckerei der Dr. Güntzschen Stiftung, Dresden , S. 19. Keines der Wohnhäuser Bakes ist erhalten.
Bake verfasste Kinder- und vor allem Mädchenliteratur. In literaturgeschichtlichen Untersuchungen ist sie vor allem aufgrund ihres Mädchenkolonialromans Schwere Zeiten. Schicksale eines deutschen Mädchens in Südwestafrika präsent, da sie neben Käthe van Beeker, Henny Koch und Valerie Hodann zu den wenigen Autorinnen gehörte, die Kolonialromane speziell für Mädchen schrieben.Gisela Wilkending: Mädchenliteratur der Kaiserzeit: zwischen weiblicher Identifizierung und Grenzüberschreitung. Metzler, Stuttgart 2003, S. 104. Aufgrund der spärlichen biografischen Informationen zu Bake ist dabei unklar, ob sie jemals selbst in Afrika war;Rosa B. Schneider: „Um Scholle und Leben“: Zur Konstruktion von „Rasse“ und Geschlecht in der kolonialen Afrikaliteratur um 1900. Brandes & Apsel, Frankfurt am Main 2003, S. 210. gelegentlich wird davon ausgegangen, dass sie zu den Autorinnen gehörte, die ihre Information über Afrika „aus zweiter Hand bezogen“.Gottfried Mergner, Oldenburger Stadtmuseum: Der Afrikaner im deutschen Kinder- und Jugendbuch. Universität Oldenburg, Oldenburg 1985, S. 108.
Werke miniatur|Der Ball der Tiere, Umschlag, 1891 Der Ball der Tiere. Meinhold, Dresden 1891.(Digitalisat) In traulichen Stunden, Erzählungen für die junge Welt, mit 4 Chromos nach Aquarellen von Marie Stüler. Meidinger, Berlin 1894. Frohe Abende für Alt und Jung. 1912.Kein Exemplar nachweisbar Ein modernes Aschenbrödel. Harrap, London 1912. Schwere Zeiten. Schicksale eines deutschen Mädchens in Südwestafrika. Gmelin, München 1913. (Digitalisat) Helenens Wanderjahre. Erzählung für junge Mädchen. Sibyllen-Verlag, Berlin 1924.
Übersetzungen 1909: Orison Swett Marden – Wille und Erfolg 1911: Orison Swett Marden – Charakter – eine Macht 1920: Eustace H. Miles – Verhüten und Heilen. Guter Rat für Gesunde und Kranke
Literatur Bake, Elise. In: Elisabeth Friedrichs: Die deutschsprachigen Schriftstellerinnen des 18. und 19. Jahrhunderts. Ein Lexikon. Metzler, Stuttgart 1981, ISBN 3-476-00456-2, (Repertorien zur deutschen Literaturgeschichte 9), S. 13.
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