Bruno Röhr (* 27. Juni 1875 in Weimar; † 15. Juni 1926 ebenda)Thüringer des Tages. In: Thüringer Allgemeine. 27. Juni 2016, Pressreader, abgerufen am 6. März 2019.Grabstätte des Architekten Bruno Röhr, stilvolle-grabsteine.de, abgerufen am 6. März 2019. war ein deutscher Architekt.

Leben Während seines Studiums in Karlsruhe wurde Röhr 1893 Mitglied der Burschenschaft Arminia Karlsruhe.Verzeichnis der Alten Herren der Deutschen Burschenschaft. Überlingen am Bodensee 1920, S. 151. Um 1900 kehrte er nach Weimar zurück und machte sich bald als Architekt selbständig.

Unter der Leitung von Henry van de Velde wurde Röhr für den zweiten Bauabschnitt des Hauptgebäudes der Weimarer Kunstschule herangezogen, der 1911 vollendet wurde. Der Vertrag Röhrs mit dem Hofmarschallamt über diesen Erweiterungsbau befindet sich im Thüringischen Hauptstaatsarchiv Weimar.Thüringisches Hauptstaatsarchiv Weimar, Signatur 6-13-5001 3742/1

Seine Bauten lassen den Einfluss der Reformarchitektur und später des Bauhauses bzw. des Neuen Bauens erkennen. S. 58. Am deutlichsten ist es in der Helmholtzstraße, wo er allein dort vier Villen errichtete. Das sind die Helmholtzstraße 1, 6, 12, 12a, 14 und 15.

Bruno Röhr war Mitglied im Deutschen WerkbundMitgliederverzeichnis des Deutschen Werkbunds 1913 und im Thüringischen Architekten- und Ingenieur-Verein.Mitglieder-Verzeichnis der dem Verbande Deutscher Architekten- und Ingenieur-Vereine angehörenden 48 Vereine. Julius Springer, Berlin 1914.

Der Architekt Carl Bimboes war in den 1920er Jahren zeitweilig als Mitarbeiter in Röhrs Büro tätig.

Bruno Röhrs Grab befindet sich auf dem Historischen Friedhof Weimar.https://www.stilvolle-grabsteine.de/impression/weimar-hauptfriedhof-grabstein-bruno-roehr/

Bauten und Entwürfe (Auswahl) mini|Volkshaus Weimar (2015) mini|Klosterbergschule in Bad Berka (2007) mini|Gebäude des Gustav-Fischer-Verlags in Jena (2014)

1904/05: Villa Elisabethstraße 6, heute Helmholtzstraße 6 1904/05: Villa Elisabethstraße 12, 12a, heute Helmholtzstraße 12, 12a. 1905/06: Mehrfamilienwohnhaus Elisabethstraße 1, heute Helmholtzstraße 1 1906: Kaufhaus Lämmerhirt in Weimar, Frauenplan 19 (1961 abgebrochen)Kunstgewerbeblatt, Neue Folge, 19. Jahrgang 1907/1908, Heft 1 (Oktober 1907), S. 13 f.Gitta Günther, Lothar Wallraf (Hrsg.): Geschichte der Stadt Weimar. 2. Auflage, Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1976, S. 412. (Datierung des Neubaus auf 1906) 1907/08 Villa Elisabethstraße 14, heute Helmholtzstraße 14 1907/08: Volkshaus in Weimar (unter Denkmalschutz) vor 1908: Mehrfamilienwohnhäuser Buchfarter Straße 15 und 19/21, heute Rudolf-Breitscheid-Straße 15 und 19/21 in WeimarKunstgewerbeblatt, Neue Folge, 19. Jahrgang 1907/1908, Heft 1 (Oktober 1907), S. 5. vor 1908: Wohnhaus-Paar Elisabethstraße 2/2a, (nicht erhalten)Kunstgewerbeblatt, Neue Folge, 19. Jahrgang 1907/1908, Heft 1 (Oktober 1907), S. 11. vor 1908: Atelierhaus für den Maler Ludwig von Hofmann in Weimar, Elisabethstraße 2, heute Helmholtzstraße 4 (als Gartenhaus im hinteren Grundstücksteil)Kunstgewerbeblatt, Neue Folge, 19. Jahrgang 1907/1908, Heft 1 (Oktober 1907), S. 10. vor 1908: Wohnhaus mit Atelier für den Maler Wilhelm Gallhof (1878–1918) in Weimar (unter Entwurfs-Beteiligung Gallhof's)Kunstgewerbeblatt, Neue Folge, 19. Jahrgang 1907/1908, Heft 1 (Oktober 1907), S. 12. Elisabethstraße 13 vor 1908: Wohnhaus für den Gutsbesitzer Heydenreich in Oberweimar, Martin-Luther-Straße 8, genannt „Altes Herrenhaus“ (unter Denkmalschutz)Kunstgewerbeblatt, Neue Folge, 19. Jahrgang 1907/1908, Heft 1 (Oktober 1907), S. 13 f. 1908/09: Villa Elisabethstraße 15, heute Helmholtzstraße 15 1908/98: Wohn- und Geschäftshaus mit Seitenflügel und Hinterhaus Schützengasse 10 1909–1910: Klosterbergschule in Bad Berka (unter Denkmalschutz) 1911: Kaufhaus Sachs & Berlowitz in Weimar, Schillerstraße 17 1912–1913: Verlagshaus mit Papierlager des Gustav-Fischer-Verlags in Jena, Hainstraße 1 1912–1913: Geschäftshaus der Sparkasse in Weimar, Graben 4Art: Röhr, Bruno, in: Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. 2. verbesserte Auflage, Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998, ISBN 3-7400-0807-5, S. 371. 1925/1926: Wettbewerbsentwurf für die Stadthalle in Weimar (gemeinsam mit Karl Pfeiffer; nicht ausgeführt)Zentralblatt der Bauverwaltung, 46. Jahrgang 1926, Nr. 10 (vom 10. März 1926), S. 124 f. (Notiz zum Wettbewerbs-Ergebnis) 1926: Umspannwerk für die Thüringische Landeselektrizitätsversorgungs-AG in Jena-NordDas Umspannwerk im Location Guide der Mitteldeutschen Medienförderung

Literatur Art: Röhr, Bruno, in: Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. 2. verbesserte Auflage, Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998, ISBN 3-7400-0807-5, S. 371.

Weblinks

http://www.unterhaien.de/wb/media/annettmedien/zaje403.pdf

Einzelnachweise

Kategorie:Architekt (Weimar) Kategorie:Architekt der Moderne Kategorie:Mitglied des Deutschen Werkbundes Kategorie:Burschenschafter (19. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1875 Kategorie:Gestorben 1926 Kategorie:Mann