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Der Pauli-Preis (vormals Bremer Kunstpreis und Kunstpreis der Böttcherstraße in Bremen) zählt zu den traditionsreichsten und zugleich bedeutendsten Auszeichnungen für Kunst der Gegenwart in Deutschland. Er wurde 1954 zum ersten Mal vergeben. Im Zweijahresrhythmus nominieren zehn Kuratoren unabhängig voneinander je einen Künstler oder eine Künstlerin aus dem deutschsprachigen Raum, deren Positionen im Rahmen einer Wettbewerbsausstellung in der Kunsthalle Bremen präsentiert werden. Auf Grundlage der Ausstellung ermittelt eine fünfköpfige internationale Jury während der Ausstellungslaufzeit den Preisträger.

Der mit 30.000 Euro dotierte Preis wird vom Stifterkreis des Kunstvereins in Bremen getragen. Der Stifterkreis ermöglicht zudem den Ankauf eines Werks des jeweiligen Preisträgers. So konnte die Sammlung der Kunsthalle Bremen unter anderem um Arbeiten von Eberhard Bosslet, Martin Honert, Ólafur Elíasson, Wolfgang Tillmans, Tino Sehgal, Ulla von Brandenburg und Thea Djordjadze erweitert werden. In der Vergangenheit waren unter den Preisträgern und den vorgeschlagenen Künstlern zahlreiche Namen, die in den folgenden Jahren in der internationalen Kunstszene große Aufmerksamkeit erhielten. Dazu gehören zum Beispiel Wolfgang Tillmans und Tomma Abts, die später mit dem Turnerpreis ausgezeichnet wurden, sowie Dirk Skreber, der den Preis der Nationalgalerie für junge Kunst erhielt.

Bremer Kunstpreis, Kunstpreis der Böttcherstraße in Bremen und Pauli-Preis Der Bremer Kunstpreis (1985–1991) beziehungsweise der Kunstpreis der Böttcherstraße in Bremen (1993–2022) wird seit 1985 vom Stifterkreis für den Kunstpreis der Böttcherstraße in Bremen getragen. Der Stifterkreis wurde 1985 als Träger des Kunstpreises von Mitgliedern des Kunstvereins in Bremen gegründet. Der Zusammenschluss bildet innerhalb des Kunstvereins einen eigenständigen, nicht-rechtsfähigen Verband.

Der Kreis bezweckt die Stiftung eines Kunstpreis der Böttcherstraße in Bremen, durch den alle zwei Jahre im deutschen Sprachraum lebende Künstler ausgezeichnet werden sollen: Künstler, die bisher in der Öffentlichkeit noch nicht die Würdigung erfahren haben, wie sie der Qualität ihrer Werke entspricht. Eine bestimmte künstlerische Richtung ist dabei nicht maßgebend.

Der Stifterkreis beruft eine zehnköpfige Vorschlagskommission, deren Mitglied auch der Stifterkreis ist. Jedes Mitglied dieser Kommission benennt jeweils einen Künstler für die alle zwei Jahre stattfindende Gruppenausstellung. Am Ende der Ausstellung bestimmen die Mitglieder der Jury (die nicht Mitglieder der Vorschlagskommission sein dürfen) den Preisträger. Der Bremer Kunstpreis beziehungsweise der Kunstpreis der Böttcherstraße in Bremen sind Nachfolger des zwischen 1954 und 1983 vergebenen Kunstpreises der Böttcherstraße.

Seit 2024 trägt der Preis den Namen Pauli-Preis, benannt nach Gustav Pauli, dem ersten Direktor der Bremer Kunsthalle.

Ausstellungen und Preisträger Vom Pauli-Preis, Kunstpreis der Böttcherstraße in Bremen von 1993 bis 2022 und Bremer Kunstpreis von 1985 bis 1991:

Kunstpreis Jahr Laufzeit derGruppenausstellung Nominierte Künstler(Nominatoren) Jury PreisträgerPauli-Preis20268. August – 4. OktoberJan Albers (Felix Krämer)Christiane Baumgartner (Anna Wesle)Harry Hachmeister (Mathilda Legemah)Annette Kelm (Stifterkreis des Pauli-Preises)Caroline Kryzecki (Christoph Grunenberg)Phung-Tien Phan (Michelle Cotton)Liesl Raff (Stefanie Böttcher)Anike Joyce Sadiq (Yvette Mutumba)Yilmaz Dziewior, Direktor des Museum Ludwig, Köln Asta Gröting, Künstlerin, Berlin Roland Mönig, Direktor des Von der Heydt-Museums, Wuppertal Susanne Pfeffer, Direktorin des Museum für Moderne Kunst, Frankfurt am Main Hilke Wagner, Direktorin des Albertinum, DresdenPauli-Preis202424. August – 13. Oktober Katrin Brause (Anna Wesle)Benjamin Hirte (Severin Dünser)Christof John (Roland Mönig)Annika Kahrs (Stifterkreis des Pauli-Preises)Marcus Neufanger (Christoph Grunenberg)Cemile Sahin (Mirjam Varadinis)Gabriele Stötzer (Hilke Wagner)Jenna Sutela (Stefanie Böttcher)Yilmaz Dziewior, Direktor des Museum Ludwig, Köln Johan Holten, Kunsthalle Mannheim Susanne Pfeffer, Museum für Moderne Kunst, Frankfurt am Main Christoph Ruckhäberle, Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig Dr. Andrea Schlieker, Tate Britain, LondonGabriele StötzerKunstpreis der Böttcherstraßein Bremen202227. August – 30. OktoberKarimah Ashadu (Bettina Steinbrügge)Nadja Buttendorf (Hilke Wagner)Pınar Öğrenci (Natasha Ginwala)Leunora Salihu (Roland Mönig)Oskar Schmidt (Christoph Grunenberg)Marianna Simnett (Thomas D. Trummer)Wanda Stolle (Stifterkreis des Kunstpreises der Böttcherstraße)Noemi Weber (Yvette Mutumba)Anna Witt (Severin Dünser)Yilmaz Dziewior, Direktor des Museum Ludwig, Köln Johan Holten, Kunsthalle Mannheim Susanne Pfeffer, Museum für Moderne Kunst, Frankfurt am Main Christoph Ruckhäberle, Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig Dr. Andrea Schlieker, Tate Britain, LondonKarimah AshaduKunstpreis der Böttcherstraßein Bremen202029. August – 1. NovemberBani Abidi, Berlin (Natasha Ginwala)Nevin Aladağ, Berlin (Johan Holten) Jesse Darling, Berlin/London (Dr. Andrea Schlieker)Toulu Hassani, Hannover (Stifterkreis des Kunstpreis der Böttcherstraße)Janine Jembere, Wien (Dr. Yvette Mutumba)Anne Duk Hee Jordan, Berlin (Dr. Bonaventure Soh Bejeng Ndikung)Ulrike Müller, New York (Prof. Dr. Christoph Grunenberg)Henrike Naumann, Berlin (Severin Dünser)Raphaela Vogel, Berlin (Thomas D. Trummer)Stefan Vogel, Leipzig (Prof. Dr. Bettina Steinbrügge)Yilmaz Dziewior, Direktor des Museum Ludwig, Köln Stephanie Rosenthal, Direktorin des Gropius Bau, Berlin Christoph Ruckhäberle, Künstler, Leipzig Susanne Titz, Direktorin des Museum Abteiberg, Mönchengladbach Ulrike MüllerPressemitteilung „Kunstpreis der Böttcherstraße in Bremen 2020“, Kunsthalle Bremen vom 28. September 2020, abgerufen am 28. September 2020. Kunstpreis der Böttcherstraßein Bremen 2018 28. Juli – 30. SeptemberHeba Y. Amin, Berlin (Bettina Steinbrügge)Vajiko Chachkhiani, Berlin (Bernhart Schwenk)Alicia Frankovich, Berlin (Thomas D. Trummer)Uwe Henneken, Berlin (Christoph Grunenberg)Katharina Schilling, Leipzig (Stifterkreis) Lawrence Lek, London (Ellen Blumenstein)Michael Müller, Berlin (Johan Holten)Arne Schmitt, Köln (Eva Schmidt)Jeremy Shaw, Berlin (Hans-Ulrich Obrist,)Anne Speier, Wien (Susanne Pfeffer) Sabine Breitwieser, seit 2013 Direktorin des Museum der Moderne in Salzburg Fabrice Hergott, Musée d’Art moderne de la Ville de Paris Thomas Kellein, Kurator und Kunstberater Adam Szymczyk, documenta 14 (2017)Susanne Titz seit 2004 Direktorin Museum Abteiberg in Mönchengladbach, Kunsthalle Bremen, abgerufen am 31. August 2018.Arne SchmittKunstpreis der Böttcherstraße geht an Arne Schmitt, Weserkurier vom 30. August 2018, abgerufen am 31. August 2018.„Es geht um die Archäologie der Ökonomie unserer Gegenwart“, Kulturnachrichten des Deutschlandfunk Kultur vom 31. August 2018, abgerufen am 31. August 2018.Kunstpreis der Böttcherstraßein Bremen201623. April – 18. SeptemberJulius von Bismarck (Ellen Blumenstein) FORT (Christoph Grunenberg)

Franka Kaßner (Bernhart Schwenk)

Oliver Laric (Susanne Pfeffer)

Pauline M'barek (Stifterkreis für den Kunstpreis der Böttcherstraße in Bremen)

Katja Novitskova (Bettina Steinbrügge)

Emeka Ogboh (Johan Holten)

Taiyo Onorato & Nico Krebs (Eva Schmidt)

Nora Schultz (Mario Codognato)

Peter Wächtler (Hans Ulrich Obrist)Sabine Breitwieser, seit 2013 Direktorin des Museum der Moderne in Salzburg