alternativtext=Blick über den Seerosenteich des Botanischen Gartens der Universität Tübingen, mit den verglasten Fassaden des Tropicariums im Hintergrund|mini|Seerosenteich des Tübinger Botanischen Gartens mit Blick auf das Tropicarium Der Botanische Garten in Tübingen ist eine Einrichtung der Eberhard Karls Universität Tübingen.

Der Botanische Garten hat eine Fläche von rund zehn Hektar und befindet sich seit dem Jahr 1969 auf der Morgenstelle im Norden von Tübingen. Zuvor war der Botanische Garten in der Nähe des Stadtzentrums gelegen und wird auch heute noch als Stadtpark Alter Botanischer Garten genutzt.Besucherinformation Botanischer Garten Tübingen Der heutige Botanische Garten beherbergt rund 10.000 Pflanzenarten von fünf Kontinenten und ist ganzjährig ohne Eintrittgebühren für die Allgemeinheit geöffnet. Er ist ein Teil der Sammlungen des Museums der Universität Tübingen MUT.

Lage Der Botanische Garten der Universität Tübingen liegt am Nordring, Kreuzung Hartmeyerstraße. Er ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln über die Buslinie 5 an der Haltestelle „Botanischer Garten“ zu erreichen. In seiner Lage wird der Garten durch den Nordring in einen nördlichen und südlichen Teil getrennt.

Geschichte mini|Palmenhaus im Alten Botanischen Garten Leonhart Fuchs gründete am Nonnenhaus im 16. Jahrhundert den ersten Botanischen Garten in der Altstadt von Tübingen. In der Folgezeit wechselte der Garten mehrfach seinen Standort. Der Hortus Medicus (1663–1804) lag hinter der Alten Aula auf dem Terrain des heutigen kleinen Hausparkplatzes.

Nach einer Bauzeit von drei Jahren wurde im Jahr 1809 ein Botanischer Garten entlang der Ammer eröffnet. Dort wurde an der Stelle des ehemaligen Tummelgartens des Collegium Illustre ein Gebäude mit vier Gewächshäusern erstellt. Zur Erweiterung des botanischen Gartens erwarb die Universität den alten Friedhof und das Gelände der ehemaligen Reitbahn. 1839 wurde ein großes Gewächshaus aus Stein und Glas errichtet. Dieses musste 1866 einem modernen Gusseisen-Glas-Neubau weichen, dem sogenannten Palmenhaus.Hansmartin Decker-Hauff und Wilfried Setzler: Die Universität Tübingen von 1477 bis 1977 in Bildern und Dokumenten, Attempto-Verlag, S. 251. Das Gebäude wurde 1970, nach der Verlegung des Botanischen Gartens auf die Morgenstelle, gegen starke Proteste aus der Bevölkerung abgerissen.Karin Zeller: Die Zeit, 6. März 1970. Dort lag der Garten rund 150 Jahre und wird nach einem Rückbau noch heute als Stadtpark und beliebter Treffpunkt unter Studenten mit der Bezeichnung Alter Botanischer Garten genutzt.

Im Jahr 1969 wurde der neue Botanische Garten an seinem jetzigen Standort auf der Morgenstelle im Norden von Tübingen eröffnet.

Pflanzensammlungen im Freiland mini|Alpinum Der Botanische Garten Tübingen beherbergt rund 10.000 Pflanzenarten und erstreckt sich auf eine Gesamtfläche von etwa zehn Hektar Fläche. Das Arboretum im nördlichen Teil erstreckt sich auf ungefähr fünf Hektar und hat über 100 zum Teil seltene Apfelsorten in Kultur.Informationen zum Arboterum Tübingen Die Pflanzen sind nach geografischen sowie ökologischen Gesichtspunkten sortiert.

Geografisch unterteilte Anlagen Alpinum Nordamerika Schwäbische Alb Asien

Ökologisch unterteilte Anlagen Arboretum Rhododendron-Tal Heide Steppe Systematische Abteilung Ökologische Abteilung Apotheker-Garten Bauerngarten Weinberg Zierstauden und Fuchsien Ausstellungspavillon Moospfad Wildbienenstation Pflanzengallen im Botanischen Garten

Schauhäuser Der Botanische Garten beherbergt fünf Gewächshäuser: Tropicarium Sukkulentenhaus Kanaren Subtropenhaus Aquarien

Siehe auch Liste von botanischen Gärten in Deutschland

Literatur

Klaus Dobat: Zur Geschichte der Botanischen Gärten und der Botanik in Tübingen (= Botanischer Garten der Universität Tübingen, Informationsheft, Bd. 1). Tübingen 1988. Brigitte Fiebig/Alexandra Kehl: Botanischer Garten Tübingen. NeckarAlb-Verlag, Ammerbuch 2019, ISBN 978-3-947175-04-8.

Karl Mägdefrau: Führer durch den Botanischen Garten der Universität Tübingen, Selbstverlag des Botanischen Gartens, Tübingen o. J. (1971)

Weblinks

Website des Botanischen Gartens Tübingen Neuer Botanischer Garten auf TÜpedia Alter Botanischer Garten auf TÜpedia

Einzelnachweise

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