Hans-Henning Zencke (* 4. Juli 1925 in Berlin; † 24. Februar 1988 in Bonn) war ein deutscher Journalist und vor allem als Wirtschaftsjournalist tätig. Er publizierte auch unter dem Pseudonym Ernst Georg.

Leben Hans-Henning Zencke, Sohn von Irmgard Zencke, geborene Huth, und des Rechtsanwalts Kurt Zencke besuchte eine Höhere Schule. Nach dem Abitur leistete er Kriegsdienst, er geriet in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Nach dem Zweiten Weltkrieg studierte er Germanistik und Zeitungswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München und besuchte von 1946 bis 1947 die Journalistischen Vorbildungskurse bei Otto GrothOtto Groth: Das Nachwuchsproblem. In: Dietrich Oppenberg (Hrsg.): Handbuch Deutsche Presse 1947. Reprint des Zeitungsteils. Econ Verlag, Düsseldorf 1996, ISBN 3-430-17288-8, S. 96–101. in München, einer Vorversion der späteren Deutschen Journalistenschule.Alois Rummel: Die grosse Koalition, 1966–1969. Eine kritische Bestandsaufnahme. Eurobuch-Verlag Lutzeyer, Freudenstadt 1969, S. 264.

Er absolvierte ein Volontariat im Redaktionsbüro von Wilhelm Karl Gerst und wurde 1949 Redakteur für den Deutschen Pressedienst (dpd) und die Deutsche Presseagentur (dpa) in Frankfurt am Main. Von 1953 bis 1957 arbeitete er für die dpa in Bonn. Ab 1954 wirkte er als freier Journalist und Wirtschaftskorrespondent. Er arbeitete für Regionalzeitungen,Norbert Beleke (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. Schmidt-Römhild, Lübeck 1987, ISBN 3-7950-2007-7, S. 1504. so die Aachener Volkszeitung, die Allgemeine Zeitung (Mainz), die Berliner Morgenpost, die Kieler Nachrichten, die Rheinische Post, die Ruhr Nachrichten in Dortmund, die Schwäbische Zeitung in Leutkirch im Allgäu, den Weser-Kurier in Bremen, das Hamburger Abendblatt, die Kölnische Rundschau und die Bonner Rundschau, den Mannheimer Morgen, die Offenbach-Post, die Westfälischen Nachrichten in Münster und den Münchner Merkur und war Mitglied der Bundespressekonferenz. Er publizierte auch unter dem Pseudonym Ernst Georg. und war Mitarbeiter beim Deutschlandfunk in Köln, SDR in Stuttgart und RIAS Berlin.

Er galt als Anhänger der Wirtschaftspolitik Ludwig Erhards, war Mitglied des Freundeskreises Ludwig-Erhard-Stiftung und Mentor des Neuhauser Kreises.Bernhard Löffler: Soziale Marktwirtschaft und administrative Praxis. Das Bundeswirtschaftsministerium unter Ludwig Erhard (= Beihefte zur Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Nr. 162). Steiner, Stuttgart 2002, ISBN 3-515-07940-8, S. 270.

Hans-Henning Zencke war evangelisch, verheiratet ab 1949 mit Margot Zencke, Vater von drei Kindern (Angelika, Peter und Martin) und lebte zuletzt in Bonn. Sein ältester Sohn ist der 1950 in Frankfurt am Main geborene Mathematiker Peter Zencke.

Auszeichnungen 1977: Bundesverdienstkreuz am Bande 1977/1978: Ludwig-Erhard-Preis für WirtschaftspublizistikLudwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik, Webseite der Ludwig-Erhard-Stiftung, abgerufen am 6. August 2014. 1983: Bundesverdienstkreuz 1. Klasse

Schriften (Auswahl) Gnadengesuch für Bonn. Notizen über eine mühsame Politik. Econ-Verlag, Düsseldorf u. a. 1984, ISBN 3-430-19934-4. Luise Erhard. Kein Hausmütterchen. In: Werner Höfer (Hrsg.): Glück gehabt mit Präsidenten, Kanzlern und den Frauen. Eine Bonner Galerie. Belser Verlag, Stuttgart/Zürich 1976, ISBN 3-7630-1174-9, S. 67–71. Deutsche Währungspolitik nach der DM-Aufwertung. 1970.

Literatur Zencker, Hans-Henning (Ps. Ernst Georg). In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1381–1382. Norbert Beleke (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. Schmidt-Römhild, Lübeck 1987, ISBN 3-7950-2007-7, S. 1504. Günter Buchstab: Die Bestände des Archivs für Christlich-Demokratische Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung. Kurzübersicht. Hrsg. durch die Konrad-Adenauer-Stiftung, 3. veränderte und aktualisierte Auflage, Knoth, Melle 1992, ISBN 3-88368-231-4, S. 194.

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Einzelnachweise

Kategorie:Wirtschaftsjournalist Kategorie:Journalist (Deutschland) Kategorie:Zeitungsjournalist Kategorie:Publizist Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1925 Kategorie:Gestorben 1988 Kategorie:Mann Kategorie:Träger des Ludwig-Erhard-Preises