Der Regius Professor of Materia Medica and Therapeutics war eine 1860 gegründete Regius Professur für Materia medica, also der heutigen Pharmakologie, an der University of Aberdeen in Schottland. Die University of Aberdeen wurde durch die Zusammenlegung von Marischal College und King’s College durch den Universities (Scotland) Act von 1858 gegründet. Zusammen mit der Gründung wurden der University mehrere Regius Professuren durch Königin Victoria gestiftet, darunter auch die Professur für Materia Medica.

Neben dieser Professur gibt es eine weitere Professur an der University of Glasgow, die 1766 gegründete Regius Professor of Materia Medica, die seit den 1980ern mit einer anderen Professur zusammengelegt wurde.

Inhaber Name Namenszusatz von bis Anmerkungen M.A., M.D. Harvey erhielt seine Ausbildung am Marischal College, einem der beiden Gründungs-Colleges der University of Aberdeen, und an der University of Edinburgh. Dort erlangte er auch 1935 den M. D. Er lehrte einige Jahre Physiologie am Marischal College und Medizin am Kings College. Sein bekanntestes Werk ist das gemeinsam mit seinem Amtsnachfolger Alexander Dyce Davidson (s. u.) verfasste A Syllabus of Materia Medica. Davidson hatte einige Jahre als Harveys Assistent gearbeitet und sich zusätzlich als Augenchirurg betätigt. 1886 erlitt er während einer Vorlesung einen Schlaganfall, dem er eine Stunde später im Alter von 41 Jahren erlag. M.B., C.M., M.R.C.S., M.D., F.R.S. M.A., M.D. Marshall hatte zuvor an der University of St. Andrews gelehrt. Sowohl dort, als auch in Aberdeen war er ein angesehener Lehrer. Marshall war noch sehr der Tradition verhaftet, entfernte aber schon viel unwissenschaftlichen Ballast vom Fachgebiet. Marshalls Lehrbücher Textbook of Materia Medica (1905) und Manual of Perscribing (1907) markieren den Wandel von der Materia Medica zur Pharmakologie. Esquire, M.C., M.A., B.Sc., M.B.ChB.; M.D. Campbell wurde an der Ayr Academy und der University of Glasgow ausgebildet, wo er nicht nur in Medizin, sondern gleichzeitig auch noch in den Künsten und Wissenschaften, also drei Abschlüsse gleichzeitig erfolgreich war. Unmittelbar nach seiner Graduierung 1916 ging er in ein Rekrutierungsbüro des Militärs leistete seinen mit Military Cross dekorierten Dienst in Frankreich. Nach seiner Entlassung 1919 ging er zurück nach Glasgow, wo er seinen Ruf als hervorragender Dozent, Arzt und Administrator begründete. 1924 wurde seine Doktorarbeit mit der begehrten Bellahouston Gold Medal ausgezeichnet. 1925/26 wurde er einer der ersten Fellows der Rockefeller-Stiftung an der Johns-Hopkins-Universität. 1930 wechselte er an die University of Aberdeen und übernahm die Regius Professur. Zwei Jahre nach Amtsantritt wählten ihn die Fellows der Universität zum Dekan er medizinischen Fakultät. Er wurde der Kopf einer Bewegung von Glasgow-ausgebildeten Medizinern, die dem ländlichen Aberdeen eine gründliche Neuausrichtung verpassten. Neben Campbell selbst waren dies John Cruickshank, John Young, James Learmonth und Dugald Baird. Diese Männer leisteten den Großteil der Arbeit, der die medizinische Fakultät heute ihre Reputation verdankt. Campbells Lehrbuch über Pharmakologie war ein Klassiker seiner Zeit. Campbell wurde mit Ehren überschüttet. 1954 geadelt, Ehrendoktortitel der Universitäten Aberdeen, Dublin, Glasgow, Liverpool, Durham, Fellowships des Royal College of Physicians in London und Glasgow sowie eine Mitgliedschaft in der Royal Society of Edinburg sind nur die wichtigsten der Auszeichnungen. B.Sc., M.B., Ch.B., F.R.C.P.S., M.R.C.P., M.D., M.R.C.P.E., F.R.C.P.E., F.R.C.P.G., F.R.C.P. Macgregor übernahm die Professur 40-jährig. Sein Einfluss auf die britische Pharmakologie lässt sich durch das von ihm mitverlegte Standardwerk zur Pharmazie, Textbook of Medical Treatment (Dunlop, Alstead and Macgregor), sowie durch seinen Einfluss auf National Formulary und Prescribers Journal, beides wichtige Fachpublikationen, ermessen. Esq., M.A., M.B., Ch.B., F.R.C.P. 1982 verzichtete Walker vorzeitig auf die Regius Professur. zurzeit nicht bekannt

Einzelnachweise Obituary Notices: A. G. MacGregor. In: British Medical Journal, 17. Juni 1972, S. 718; doi:10.1136/bmj.2.5815.718

Sir David Campbell auf der Website des East Ayrshire Councils; abgerufen am 2. Juli 2017.

Charles Robertshaw Marshall: John Theodore Cash. 1854–1936. In: Obituary Notices of Fellows of the Royal Society, Vol. 2, No. 6, Januar 1938, S. 294–300; David (Sir) Campbell auf der Website des Royal College of Physicians; abgerufen am 18. September 2017. Alastair Goold Macgregor auf der Website des Royal College of Physicians; abgerufen am 2. Juli 2017.

W. J. O’Connor: British Physiologists 1885-1914: A Biographical Dictionary. Manchester University Press, 1991, ISBN 978-0-7190-3282-0.

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