Hanne-Martje Münther (* 1940 in Dessau; als Vorname auch: Hanne Martje) ist eine deutsche Künstlerin.

Leben Hanne-Martje Münther wurde 1940 in Dessau geboren. Sie studierte von 1960 bis 1970 Textildesign in Kiel, Kunsterziehung in Mannheim und Freie Kunst in Kassel. Nach der Familiengründung bekam sie drei Kinder: Thies, Jan und Julia. Ab 1975 wurden ihre Werke im In- und Ausland ausgestellt. Sie ist Mitglied u. a. im „Forum Künstlerinnen“Forum Kunst: Künstlerinnen. Messe Karlsruhe 1999. Deutschland/Frankreich/Schweiz. Karlsruhe 1999, S. 42.. aufgerufen 1. August 2014, Forum Künstlerinnen Ab 1976 genoss sie Studienaufenthalte in Italien, Brasilien, Frankreich und Deutschland. Zwischen 1973 und 2003 arbeitete sie in ihren Werkstatt-Ateliers in Paderborn und Berlin. 1983 präsentierte sie als Mitglied der KünstlerInnen in ihren Domizilien in Wuppertal, dann in Dörenhagen bei Paderborn aktuelle Konzepte, Objekte und Projekte.„Kunst auf der Deele“ in Dörenhagen am Samstag eröffnet. In: Neue Westfälische. 22. November 1983.Altes Schulhaus verwandelt sich in große Kunst-Galerie. In: Westfalen-Blatt. 15. November 1983.

Münther hat Bühnenbilder für das Marionetten- und Figurentheater Seidenfädchen gestaltet. Ihre Keramiken wurden 2002 von Gerd Hergen Lübben, bei ihrer „Engel“-Ausstellung in Petzow beschrieben als „zu sehen um zu zeigen um zu schauen um zu erkennen um zu verstehen“.

Seit 2003 lebt und arbeitet Hanne-Martje Münther in Glienitz im Wendland.

Im Januar 2010 spielte zur Eröffnung der Ausstellung BLAUPAUSE mit Münthers Installation Die Geburt der blauen Pause in Hitzacker das Duo ihres Sohnes Phantom/Ghost »Relax It's Only A Ghost«.

Als ihre Arbeitsmaxime nennt Münther: „Alles ist Anregung, Material, Bildmittel: Ruinen, Fetzen, Verbranntes, Zerknittertes, Neonfarben, Glitzersplitter, Nachrichten, Fragmente ... »NOW«, auch politisch“. Diverse Arbeiten befinden sich im öffentlichen Besitz, beispielsweise in Paderborn, Görlitz, Idstein.

Ausstellungen/Werke (Auswahl) Kunst in der Deele / Dörenhagen Haus 1 (Paderborn/Dörenhagen 1983): KERAMIK. Farbe-Weiss-Wasser (1997, Mischtechnik auf Holz). Bilder und Objekte (Görlitz 2000). Verfügungsgrün (Köln 2001): Hommage an Manet. Engel'Licht'Farben'Schein – Malerei und Objekte (Petzow 2002). Kein Chaos (2005; Ausrisse verleimt auf Packpapier, Acryl). Giftpilz aus der Reihe Glienitzer Kaffeeikonen (2007; Goldpapier, Fotocollage). Greencard (2007; Copyart, Glimmer, Gouache). list lost lust (Petzow 2008): Unter dem Pflaster der Strand (Fotocollage); Schönes Haus einer Qualle (Vexierspiel). Blaupause. (Hitzacker 2010): Die Geburt der blauen Pause (Installation).

Literatur Hanne Landbeck: list lost lust oder: Die Kunst kommt aus dem Kasten., Rede gehalten am 26. Oktober 2008 in Petzow zur Eröffnung von „list lost lust“; abgerufen am 2. August 2014, S. 3 f. T. Janssen: . In Elbe Jeetzel Zeitung. 2010. Gerd Hergen Lübben: Zu einer Ausstellung in Görlitz. In: Gerd Hergen Lübben: Versionen I │ »Aus dem Logbuch eines Seelenverkäufers«, »Thinka kann tanzen«, » Tarantella / Kleists Emphasen«, »Daimonion«, »Zueignungen«. ebook verlag dreikorb, 2014, ISBN 978-3-95577-773-9.

Weblinks Gerd Hergen Lübben: »Bilder und Objekte von Hanne Martje Münther. Zur Ausstellung in Görlitz«. aufgerufen 1. August 2014.

Einzelnachweise

Kategorie:Bildender Künstler (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1940 Kategorie:Frau