Johann „Hans“ Scherpe (geboren am 15. Dezember 1853Pfarre Mariahilf, Taufbuch 13, fol. 429 in Wien; gestorben am 15. Februar 1929 ebenda) war ein österreichischer Bildhauer. Er gilt als Künstler der jüngeren Ringstraßengeneration und trat vor allem als Bau- und Denkmalplastiker hervor.Österreich-Lexikon, 1995, Band 2, Seite 343 (Online: )

Leben Johann Scherpe, Sohn des Tischlers und Möbelzeichners Karl Friedrich Scherpe, begann eine Ausbildung als Holzschnitzerlehrling. Später wurde er Schüler an der Modellierschule J. Cesar. An dieser lernte er den Bildhauer Rudolf von Weyr kennen und wurde dessen Mitarbeiter. 1877 begann er ein Studium an der Wiener Akademie der bildenden Künste und war dabei von 1880 bis 1885 in der Spezialschule für höhere Bildhauerei bei Karl Kundmann. 1890 wurde er ordentliches Mitglied der Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens. Scherpe schuf anfangs überwiegend Porträtbüsten und Architekturplastiken, später vor allem Denkmäler. Er gewann für letztere mehrere Wettbewerbe und Medaillen. 1896 erhielt er auf der Internationalen Kunstausstellung in Berlin eine kleine Goldmedaille.

Scherpe wurde nach seinem Tod am Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 13 B) beigesetzt.

Werke 1890: Austria-Brunnen (eingeschmolzen) 1893: Grabmal von Ludwig Anzengruber am Wiener Zentralfriedhof 1905: Ludwig-Anzengruber-Denkmal auf dem Schmerlingplatz 1908: Augustinbrunnen am Augustinplatz 1912: Rudolf-von-Alt-Denkmal am Minoritenplatz

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