mini|hochkant=1.3|Rennsieger Antonio Ascari mini|hochkant=1.3|Rennstart Der I. Große Preis von Belgien fand am 28. Juni 1925 auf dem Circuit de Spa-Francorchamps statt, einem klassischen Straßenkurs auf öffentlichen Straßen.

Das Rennen hatte auch den AIACR-Ehrentitel Großer Preis von Europa und war Wertungslauf zur ersten Automobil-Weltmeisterschaft, es wurde über 54 Runden à 14,98 km ausgetragen, was einer Gesamtdistanz von 809,06 km entsprach. Teilnahmeberechtigt waren Werksteams von Automobilfirmen, deren Rennwagen den Bestimmungen der Internationalen Rennformel (Hubraumbegrenzung auf 2 Liter, Mindestgewicht 650 kg, Zweisitzer von mindestens 80 cm Karosseriebreite) entsprachen. Es war das erste Grand-Prix-Rennen, bei dem an Bord der Wagen keine zweite Person mehr als Mechaniker sein durfte. Außerdem war in der Grand-Prix-Formel auch eine Renndistanz von mindestens 800 km vorgegeben.

Sieger wurde Antonio Ascari auf einem Alfa Romeo P2.

Rennen Nach dem Rückzug der Teams von Bugatti und Sunbeam, die ihre Wagen als nicht „rennfertig“ deklariert hatten, blieb ein kleines, aber hochwertiges Feld von sieben Teilnehmern übrig. Mit den drei Alfa Romeo P2 von Antonio Ascari, Giuseppe Campari und Gastone Brilli-Peri und vier Delage Type 2 LCV mit René Thomas, Robert Benoist, Albert Divo und Paul Torchy am Steuer waren die beiden stärksten Mannschaften mit den besten Konstruktionen der letzten beiden Jahre der 2-Liter-Formel vertreten. Allerdings war bei Delage bislang nur das Auto von Divo bereits mit einem Kompressor ausgerüstet, aus Furcht vor nachteiligen Auswirkungen auf das Standvermögen. Doch während Ascari und Campari vom Start weg die Führung übernahmen und diese bis zum Rennende nicht mehr abgaben, waren es bezeichnenderweise gerade die drei kompressorlosen Wagen, die im Rennen schon nach wenigen Runden mit technischen Problemen liegen blieben. Lediglich Divo gelang es, sich vor Brilli-Peri auf Position drei zu halten, bis zunächst der Alfa-Fahrer und kurz nach der Halbzeit des Rennens auch der letzte Delage das Rennen aufgeben musste. Danach konnten die beiden nun einzig im Rennen verbliebenen Alfa-Romeo-Fahrer die letzten 25 Runden in Ruhe erledigen, bevor schließlich Ascari nach einer Gesamtzeit von etwas unter sieben Stunden mit über 20 Minuten Vorsprung als Erster überfuhr. Sein Teamkollege musste die letzten beiden Runden somit nach ganz allein absolvieren.

Der Legende nach soll Alfa-Romeo-Chefkonstrukteur Vittorio Jano auf das pro-französisch eingestellte Publikum durch die demonstrativ gelassene Einnahme einer Mahlzeit vor den Boxen reagiert haben, wofür dort eigens ein gedeckter Tisch mit Stühlen aufgestellt worden sein soll.

Ergebnisse Meldeliste Team Nr. Fahrer Info Chassis Motor Reifen 1 DNSDelage 2 LCV (1925)Delage 2.0L V12 Kompressor 1 5 Delage 2 LCV (1924) 9 DNS 9 12 2 Alfa Romeo P2 (1925)Alfa Romeo 2.0L I8 Kompressor 6 10 Alfa Romeo P2 (1924) RES Carlo Sozzi RES 3 DNARolland-Pilain „Guyot Spéciale“ GS25Guyot/Burt-McCollum 2.0L I6 Kompressor 7 DNA RES 4 DNASunbeam GPSunbeam 2.0L I6 Kompressor 8 DNA 11 DNA RES kein Fahrer nominiert DNA Diatto GP Diatto 2.0L I8 Kompressor kein Fahrer nominiert DNA Mathis Mathis 1.5L I4

Startaufstellung Die Startpositionen wurden ausgelost.

Rennergebnis Pos. Fahrer Konstrukteur Runden Stopps Zeit Start Schnellste Runde Ausfallgrund 1 54 6:42:57,0 h 2 6:51,2 min 2 54 + 21:58,0 min 4 — 29 DNF 5Ventilschaden — 18 DNF 6Aufhängungsschaden — 6 DNF 1Wagenbrand — 2 DNF 7Zündungsschaden — 2 DNF 3Leck im Treibstofftank

Weblinks

Einzelnachweise

#1925 Belgien Kategorie:Sportveranstaltung in Stavelot #1925