Beaurepaire-en-Bresse [] ist eine französische Gemeinde in der Region Bourgogne-Franche-Comté im Département Saône-et-Loire. Sie gehört zum Arrondissement Louhans, zum Kanton Pierre-de-Bresse und zum Gemeindeverband Bresse Revermont 71. Die Gemeinde hat Einwohner (Stand ), sie werden Beaurepairiens, resp. Beaurepairiennes genannt.
Geografie mini|links|Lage der Gemeinde im Arrondissement Louhans
Lage und Struktur Beaurepaire-en-Bresse liegt in der Mitte des Arrondissements auf der Ostseite und liegt 26,1 Kilometer südsüdöstlich des Kantonshauptortes Pierre-de-Bresse und 13,5 Kilometer ostnordöstlich von Louhans-Châteaurenaud.
Im Norden grenzt Beaurepaire-en-Bresse an die Gemeinde Saillenard, im Osten liegen zwei Gemeinden, die zum Département Jura gehören: nördlich Les Repôts und südlich Courlaoux. Im Süden liegt Savigny-en-Revermont und im Westen Le Fay, das zum Kanton Louhans gehört.
Die Gemeinde liegt in der Landschaft der Bresse.
Die Gemeinde wird durch INSEE eingestuft als «Ländliche Ortschaft mit verstreuter Besiedlung». Die Bevölkerung lebt zu etwa zwei Dritteln im Bourg, der Rest in Weilern und Einzelsiedlungen.
Die Gemeinde weist 344 Hektar bewaldete Flächen auf. Dies entspricht 33 % der Gemeindefläche. Die Bewaldung setzt sich zusammen aus 59 % Laubwald und 37 % Eichen- und Buchenwald. Die bewaldeten Flächen liegen vor allem im Nordwesten – Bois Communal Beaurepaire, Bois Brûlé –, im Nordosten – Coupe de France –, im Süden – Le Grand Champs – und im Zentrum – Bois de la Pommeraye.
In der Gemeinde werden 402 Hektar (entsprechend 38,5 % des Gemeindegebiets; Stand 2024) als landwirtschaftlich genutzte Flächen deklariert, wovon 83,8 Hektar für den Bioanbau zugelassen sind. Rund 57 % des Landwirtschaftslandes wird permanent als Wiese genutzt, auf 9 % wird Weichweizen und auf rund 14 % Körner- und Silomais angebaut.
Gewässer In der Gemeinde finden sich sieben benannte Étangs, nebst einigen Weihern und Teichen.
Der Étang de Coran liegt im Norden, an der Grenze zu Saillenard, zu der der größte Teil der Fläche gehört. Er wird entwässert in den Bief de l'Étang de Coran, der nach Norden fließt.
Im Nordwesten der Gemeinde, versteckt im Bois Communal Beaurepaire, liegt der Grand Étang Neuf, der aus zwei Becken besteht. Er entwässert nach Süden, in einen weiteren Étang, um anschließend in den Ruisseau des Claies zu münden.
Dicht an der Westgrenze, im Bois Brûlé liegt der Étang Cavalou, der nach Süden entwässert, in den Étang des Claies.
Der Étang des Claies befindet sich an der Südwestecke der Gemeinde, mit dem größten Teil seiner Fläche in der Gemeinde Le Fay. Er besteht aus zwei Becken.
Wenige Hundert Meter nordwestlich des Bourg liegt der Étang de Fontaine Gremey. Er entwässert nach Süden und bildet den Anfang des Ruisseau des Claies.
Schließlich liegt im Osten der Gemeinde – beim Weiler La Chaigne – der Étang de la Chaigne. Er schickt sein Wasser nach Westen, in den Ruisseau des Claies, wobei der Bief ein gutes Stück der Südgrenze der Gemeinde bildet. Auf seinem Weg nimmt er noch das Wasser des Étang de la Chapelle auf, der nahe der Grenze im Südosten liegt.
Bei den fließenden Gewässern ist vor allem Le TeuilLe Teuil, Länge 10,33 km, Zufluss zur Seille, Quelle bei in Beaurepaire-en-Bresse auf ca. 209 m, Mündung bei in Frangy-en-Bresse auf ca. 184 m, Le Teuil auf sandre.eaufrance.fr zu nennen. Er entspringt im Bois Communal Beaurepaire, im Nordwesten der Gemeinde, 400 Meter westlich des Grand Étang Neuf. Für ein paar hundert Meter bildet er die Grenze zu Saillenard, in der er seinen Weg fortsetzt.
Ebenfalls in der Gemeinde, beim Étang de Fontaine Gremey beginnt der Bief de l’Étang des Claies oder Ruisseau des ClaiesBief de l’Étang des Claies, Länge 3,2 km, Zufluss zum Ruisseau de l’Étang des Claies, Quelle bei in Le Fay auf ca. 204 m, Mündung bei in Le Fay auf ca. 193 m, Bief de l’Étang des Claies auf sandre.eaufrance.fr. Er verläuft nach Süden in den Étang des Claies.
Schließlich entspringt noch der Bief de l’Étang de CoranBief de l’Étang de Coran, Länge 4,0 km, Zufluss zu Le Teuil, Quelle bei in Beaurepaire-en-Bresse auf ca. 215 m, Mündung bei in Saillenard auf ca. 194 m, Bief de l’Étang de Coran auf sandre.eaufrance.fr beim Weiler Les Morets im Nordosten der Gemeinde, bildet die nördliche Grenze zu Saillenard und alimentiert den Étang de Coran.
Verkehrswege Im Südosten der Gemeinde durchquert die Autoroute A39 über 600 Meter das Gemeindegebiet. Im Übrigen befindet sich ein Teil des Anschlusswerks N° 8 (Louhans–Lons-le-Saunier), Zubringerbauwerke und Mautstellen in der Gemeinde.
In West-Ost-Richtung durchzieht die Départementsstraße D678 die Gemeinde. Sie kommt von Le Fay in den Bois Brûlé, schwingt sich nordöstlich zum Bourg, durchquert diesen und verläuft nach Osten in Richtung Courlaoux.
Die Départementsstraße D87 erreicht die Gemeinde von Saillenard her in der Nordwestecke, im Bois Communal Beaurepaire. Sie zieht geradewegs zum Bourg, wo sie in die D678 mündet. Auf der Ostseite des Bourg, beim Weiler La Pommeraye zweigt die D87 nach Süden ab, durchquert das südöstliche Gemeindegebiet und verlässt die Gemeinde bei Le Grand Champ nach Savigny-en-Revermont.
Schließlich kommt von Les Repôts die Départementsstraße D137 nach Les Morets, zieht nach Südsüdwesten in den Bourg und mündet in die D87/D678.
Weiler und Fluren Zur Gemeinde gehören folgende Weiler und Fluren: Les Barrats, Blanay, Le Bourgneuf, La Chaigne, Champ-Carré, Champ-de-la-Magnière, Champ-Martinet, La Chapelle, Chez-la-Marion, Les Collots, La Coupe-de-France, Le Désert, L’Étang-Neuf, La Ferté, Fraichot, Gimont, Les Morets, La Motte, Le Murot, La Pommeraye, Pourlans, La Serre, La Tuilerie, Vers-l’Église.
Höhenprofil mini|400pxDas Profil beginnt im Westen, nahe beim Champ Rémy in Saillenard. Das Gelände steigt an, bis es nach einem knappen Kilometer abfällt in die Senke mit dem Grand Étang Neuf. Nach einer erneuten Anhöhe liegt der Ruisseau des Claies auf 202 Meter. Er beginnt im Étang de Fontaine Gremey, der etwas nördlich liegt. Auf rund 215 Meter liegt der Bourg von Beaurepaire-en-Bresse auf einer Krete. Es folgt ein Bief, dessen Étang Saubief aufgelassen wurde. Nach einer erneuten Anhöhe an deren Osthang die Straße nach Savigny-en-Revermont verläuft, folgt ein Bief und die Kläranlage der Gemeinde. Nach einer weiteren, unförmigen Anhöhe sinkt das Gelände ab zum Étang de la Chaigne, wenig nördlich liegt die Péagestelle der Autoroute A39, die kurz vor dem Ende der Profillinie das Gemeindegebiet streift.
Klima Das Klima in Das Klima in Beaurepaire-en-Bresse ist warm und gemäßigt. Es gibt das ganze Jahr über deutliche Niederschläge, selbst der trockenste Monat weist noch hohe Niederschlagsmengen auf. Die Klassifikation des Klimas nach Köppen und Geiger ist Cfb ((Gemäßigtes) Ozeanklima). Die Temperatur liegt im Jahresdurchschnitt bei 11,0 °C. Der wärmste Monat ist der Juli mit einer Durchschnittstemperatur von 20,9 °C, der kälteste der Januar mit 3,1 °C. Über ein Jahr verteilt summieren sich die Niederschläge auf 1173 mm, dabei ist der November mit 128 mm der niederschlagsreichste, während Juli und August als trockenste Monate 73 mm aufweisen.
Toponymie Laut André Planck, einem Spezialisten für die Toponymie der Städte im Département Isère, soll der Name Beaurepaire von dem lateinischen Wort Belli Riparii für schöne Ufer abstammen, das eine Erhebung über einem Tal bezeichnen könnte.
Im französischen Sprachgebiet gibt es zahlreiche Beaurepaire, die alle aus dem Adjektiv beau und dem Wort repaire gebildet werden, mit der altfranzösischen Bedeutung von Wohnsitz, Wohnung, auch Schlupfwinkel.
Geschichte Beaurepaire gehörte im 13. Jahrhundert und allenfalls früher den Herren de Vienne und d’Antigny, die den Bewohnern 1275 einen Freibrief ausstellten. Später gelangte die Herrschaft an die Familie de Beaurepaire, eine der ältesten in der Gegend. Seit dem 13. Jahrhundert befand sich eine Festung in Beaurepaire-en-Bresse, 1429 erhielt Thibaut de Belrepaire die Erlaubnis, einen Turm von beliebiger Höhe und Gräben nach seinem Gutdünken zu erstellen.
Der Turm, ein quadratisches Gebäude geht offensichtlich zurück auf das 15. Jahrhundert, die übrigen Gebäudeteile sind jüngeren Datums. Das Schloss ist nach wie vor im Besitz von Nachfahren der Familie de Beaurepaire.
Westlich des Schlosses befindet sich eine Kapelle mit Gipsdekor und Holzschnitzereien, sie war Dorfkirche von 1849 bis 1855. Eine ältere Kirche befand sich im Weiler Collots, wo sich heute noch ein Oratorium befindet. Mitte des 19. Jahrhunderts stellte der Graf von Beaurepaire Land zur Verfügung, damit eine neue Kirche gebaut werden konnte. Sie ist Maria Himmelfahrt geweiht. Die Herren von Beaurepaire-en-Bresse Das Lehen Beaurepaire gehörte in ältester Zeit den de Vienne und später den d'Antigny. Ab der Mitte des 14. Jahrhunderts bekamen die de Beaurepaire das Lehen, erweiterten es und besaßen es bis zur Französischen Revolution. Die Familie besteht heute noch, ihre Geschichte und die Entwicklung ihres Lehens ist in der Familiengeschichte detailliert aufgeführt.
Mit der Französischen Revolution 1789 wurden die Vorrechte des Adels abgeschafft, sie behielten lediglich noch ihre Titel.
Volkskundliches Bei Lucien Guillemaut, in seiner Histoire de la Bresse Louhannaise geht es um den Kirchenzehnten, der durch die Patrons oder die Pfrundherren (auch Zehntenvogt oder Kirchenvogt, französisch: gros décimateur) eingezogen wurde. Ab dem 18. Jahrhundert wurde dies allgemein Brauch und die Priester erhielten daraus eine angemessene Pension. Hingegen versuchten die gros décimateurs möglichst viel von den Erträgen für sich zu behalten. Sie mussten aus den Erträgen die Kirche und das Pfarrhaus unterhalten und die Priesten entlöhnen, allenfalls auch noch Abgaben an Klöster leisten.
In Beaurepaire-en-Bresse ging lediglich der Unterhalt des Chors und des Pfarrhauses zulasten des Zehnten, aber auch davon versuchten sich die gros décimateurs so weit wie möglich zu drücken. 1769 erfolgte deshalb ein Urteil, wonach der Unterhalt des Chores lediglich für eine Länge von zehn Fuß zulasten des Zehnten ging (etwa 3,25 Meter), während die restlichen 19,5 Fuß (6,33 Meter) zulasten der Einwohner ging, «die den Chor ja so groß haben wollten».
Der Unterhalt des Kirchenschiffs ging übrigens ebenfalls zulasten der Bevölkerung und der Unterhalt des Glockenturms – je nachdem, ob er auf den Chor oder das Schiff gebaut war, zulasten des Kirchenvogts oder der Bevölkerung.
Bevölkerung mini|Kirche Notre-Dame-de-l’Assomption von Beaurepaire-en-Bresse
+ Bevölkerungs- und Wohnstruktur Bevölkerungsstruktur Anzahl Einwohner männlich weiblich davon Ausländer Anteil %72436436060,8
Die Bevölkerungsstruktur zwischen Männern und Frauen ist ausgeglichen, wobei 51 % der Bevölkerung jünger als 45 Jahre sind und die unter 15-Jährigen 18 % der Bevölkerung ausmachen. Der Anteil der über 60-Jährigen beträgt 27 %. Diese Struktur dürfte auf die Tatsache zurückzuführen sein, dass seit 1999 dank einer regen Bautätigkeit die Wohneinheiten um 36 % zugenommen haben. Dadurch dürfte ein starker Zuzug von jungen Familien mit Kindern erfolgt sein. Wohnstruktur Anzahl Wohneinheiten davon Häuser Wohnungen Sonstige Zu-/Abnahme seit 1999386329552+36,4 % = 103 WE davon Hauptwohnsitz 317Zweit- oder Ferienwohnsitz49vakant21
Wirtschaft und Infrastruktur
Unternehmen, Betriebe, Ladengeschäfte und Einrichtungen
In der Gemeinde befinden sich nebst Mairie und Kirche folgende Unternehmen nach Branchen: