Die Liste der Stolpersteine in Burg (bei Magdeburg) enthält alle Stolpersteine, die im Rahmen des gleichnamigen Kunst-Projekts von Gunter Demnig in Burg (bei Magdeburg) verlegt wurden. Mit ihnen soll Opfern des Nationalsozialismus gedacht werden, die in Burg lebten und wirkten. Zwischen 2013 und 2023 wurden insgesamt 39 Steine an 16 Adressen verlegt.
Die Stolpersteine am Breiten Weg 15 wurden in der Nacht vom 4. zum 5. April 2013 von Unbekannten beschmiert.Antifaschistische Aktion Burg: PM: Stolpersteine in Burg geschändet!. 5. April 2013. Abgerufen am 31. Juli 2014.
Verlegungen 27. März 2013: fünf Steine an zwei Adressen 7. März 2015: sieben Steine an einer Adresse 14. Mai 2016: ein Stein an einer Adresse 6. Juni 2017: zehn Steine an zwei Adressen 29. November 2018: vier Steine an zwei Adressen 7. Dezember 2019: sieben Steine an fünf Adressen 11. Oktober 2023: vier Steine an drei Adressen
Liste der Stolpersteine Adresse Datum der Verlegung Person Inschrift Bild Bild des Hauses Bahnhofstraße 27 120x120px Hier wohnteALFRED WERNER HIRSCHJg. 1928Flucht 1939 HollandInterniert Westerborkdeportiert 1943 Theresienstadt1944 Auschwitzermordet 10.10.1944200x200pxzentriert|150x150px Hier wohnteARTHUR HIRSCHJg. 1887 Schutzhaft 1938 SachsenhausenFlucht 1939 HollandInterniert Westerborkdeportiert 1943 Theresienstadt1944 Auschwitzermordet 4.10.1944200x200px Hier wohnteLILLY HIRSCH geb. ZweigJg. 1900Flucht 1939 HollandInterniert Westerborkdeportiert 1943 Theresienstadt1944 Auschwitzermordet 4.10.1944200x200pxBahnhofstraße 28 120x120px (?–?) Hier wohnteGEORG COHNSchicksal unbekannt 200x200pxdas Haus ist nicht mehr vorhanden (1879–?) Hier wohnteMARGARETE COHNgeb. BaschJg. 1879unfreiwillig verzogenBerlindeportiert 1942Transit-Ghetto Piaskiermordet200x200pxBergstraße 6 120x120px Katrin Wurm: Messingtafeln gegen das Vergessen. In: volksstimme.de. 7. Juni 2017. Abgerufen am 7. September 2017. (1899–1942) Abraham Fraymund stammte aus Warschau und zog später nach Burg. Dort heiratete er Mira geb. Rachenfisch. Das Paar hatte drei Kinder. Am 7. März 1939 emigrierte er mit seiner Familie nach Belgien. Nach der deutschen Besetzung wurde er über Mechelen nach Auschwitz deportiert, wo er am 26. September 1942 eintraf und am 4. Dezember ermordet wurde.Abraham Fraymund. Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 8. September 2017.Hier wohnteABRAHAM FRAYMUNDJg. 1899Flucht 1939 BelgienInterniert Mechelendeportiert 1942 Auschwitzermordet 4.12.1942 200x200px150x150px (1929–?) Fredi Fraymund wurde in Magdeburg geboren. Am 7. März 1939 emigrierte er mit seiner Familie nach Belgien. Nach der deutschen Besetzung wurde er über Mechelen nach Auschwitz deportiert, wo er am 26. September 1942 eintraf. Sein genaues Todesdatum ist unbekannt.Fredi Fred Fraymund. Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 8. September 2017.Hier wohnteFREDI FRED FRAYMUNDJg. 1929Flucht BelgienInterniert Mechelendeportiert 1942 ermordet in Auschwitz 200x200px geb. Rachenfisch (1903–?) Mira Fraymund stammte aus Sosnowiec. Am 7. März 1939 emigrierte sie mit ihrer Familie nach Belgien. Nach der deutschen Besetzung wurde sie über Mechelen nach Auschwitz deportiert, wo sie am 26. September 1942 eintraf. Ihr genaues Todesdatum ist unbekannt.Mira Mirla Fraymund. Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 8. September 2017.Hier wohnteMIRA MIRLA FRAYMUND geb. RachenfischJg. 1903Flucht 1939 BelgienInterniert Mechelendeportiert 1942 ermordet in Auschwitz 200x200px (1939–?) Rachel Fraymund wurde in Magdeburg geboren. Am 7. März 1939 emigrierte sie mit ihrer Familie nach Belgien. Nach der deutschen Besetzung wurde sie über Mechelen nach Auschwitz deportiert, wo sie am 26. September 1942 eintraf. Ihr genaues Todesdatum ist unbekannt.Rachel Fraymund. Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 8. September 2017.Hier wohnteRACHEL FRAYMUNDJg. 1939Flucht 1939 BelgienInterniert Mechelendeportiert 1942 ermordet in Auschwitz 200x200px (1930–?) Salli Fraymund stammte aus Sosnowiec. Am 7. März 1939 emigrierte sie mit ihrer Familie nach Belgien. Nach der deutschen Besetzung wurde sie über Mechelen nach Auschwitz deportiert, wo sie am 26. September 1942 eintraf. Ihr genaues Todesdatum ist unbekannt.Salli Fraymund. Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 8. September 2017.Hier wohnteSALLI FRAYMUNDJg. 1930Flucht 1939 BelgienInterniert Mechelendeportiert 1942 ermordet in Auschwitz 200x200pxBreiter Weg 15 120x120px Burg beginnt mit der Verlegung von „Stolpersteinen“. 28. März 2013. Abgerufen am 31. Juli 2014. (1890–1942) Das Schicksal von Mordechaj Schuster ist unbekanntHier wohnte MORDECHAI SCHUSTER Schicksal unbekannt 200x200px150x150px geb. Abosch (1903–?) Chaya Erna Schuster stammte aus Solotwina. Ihr Schicksal während des Krieges ist unbekannt.Chaya Erna Schuster. Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 31. Juli 2014.Hier wohnte CHAYA ERNA SCHUSTER geb. Abosch Jg. 1903 deportiert Schicksal unbekannt 200x200px (1928–?) Horst Schuster wurde in Magdeburg geboren. Sein Schicksal während des Krieges ist unbekannt.Horst Schuster. Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 31. Juli 2014.Hier wohnte HORST SCHUSTER Jg. 1928 deportiert Schicksal unbekannt 200x200px (1930–?) Jutta Schuster wurde in Burg geboren. Ihr Schicksal während des Krieges ist unbekannt.Jutta Schuster. Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 31. Juli 2014.Hier wohnte JUTTA SCHUSTER Jg. 1930 deportiert Schicksal unbekannt 200x200pxBrückenstraße 5a 120x120px Steffen Reichel: Hier wohnte … Chaim Neumann. volksstimme.de, 26. Februar 2015; abgerufen am 10. April 2016. (1904–1962) Bezalel Neumann wurde in Burg als Sohn von Chaim und Ruth Neumann geboren. Er betrieb in seinem Geburtsort ein Modegeschäft. Mit seiner Frau und seinen drei Kindern floh er 1933 zunächst nach England und später über Italien nach Palästina. Er starb 1962 in Haifa.Falk Heidel: Eine Familie - sieben Stolpersteine. volksstimme.de, 9. März 2015; abgerufen am 10. April 2016.Hier wohnte BEZALEL NEUMANN Jg. 1904 Flucht 1933 England 1940 Palästina 200x200px150x150px (1874–1940) Chaim Neumann wurde in Porohy bei Nadwórna geboren. Er wohnte später in Burg und Wiesbaden und arbeitete als Kaufmann. Am 23. November 1939 wurde er verhaftet und ins KZ Sachsenhausen verschleppt, wo er am 18. Februar 1940 den Tod fand.Chaim Emma Neumann. Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 11. April 2016.Hier wohnte CHAIM NEUMANN Jg. 1874 verhaftet 23.11.1939 Sachsenhausen ermordet 18.2.1940 200x200px (1919–1940) David Neumann wurde in Burg als Sohn von Chaim und Ruth Neumann geboren. Im Rahmen der „Polenaktion“ wurde er im Oktober 1938 mit einem Großteil seiner Familie bei Bentschen über die polnische Grenze getrieben. Die Familie ließ sich in Nadworna, dem Geburtsort des Vaters nieder. Dort kam David Neumann im Februar 1940 zu Tode.David Dawid Neumann. Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 11. April 2016.Hier wohnte DAVID NEUMANN Jg. 1919 ‘Polenaktion’ 1938 Bentschen/Zbaszyn tot 1940 Nadworna 200x200px (1913–1942) Moritz Neumann wurde in Burg als Sohn von Chaim und Ruth Neumann geboren. Im Rahmen der „Polenaktion“ wurde er im Oktober 1938 mit einem Großteil seiner Familie bei Bentschen über die polnische Grenze getrieben. Die Familie ließ sich in Nadworna, dem Geburtsort des Vaters nieder. Dort kam Moritz Neumann im 1942 zu Tode.Moritz Neumann. Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 11. April 2016.Hier wohnte MORITZ NEUMANN Jg. 1913 ‘Polenaktion’ 1938 Bentschen/Zbaszyn tot 1942 Nadworna 200x200px (1921–?) Regina Neumann wurde in Burg als Tochter von Chaim und Ruth Neumann geboren. Im Rahmen der „Polenaktion“ wurde sie im Oktober 1938 mit einem Großteil seiner Familie bei Bentschen über die polnische Grenze getrieben. Während der deutschen Besetzung Polens wurde sie ermordet. Ort und Datum ihres Todes sind unbekannt.Regina Neumann. Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 11. April 2016.Hier wohnte REGINA NEUMANN Jg. 1921 ‘Polenaktion’ 1938 Bentschen/Zbaszyn ermordet im besetzten Polen 200x200px geb. Juran (1879–?) Über das Leben von Ruth geb. Juran ist nicht viel bekannt. Sie war mit Chaim Neumann verheiratet und hatte mit ihm vier Kinder. Ort und Datum ihres Todes sind unbekannt.Hier wohnte RUTH RISIE NEUMANN geb. Juran Jg. 1879 gedemütigt/entrechtet Schicksal unbekannt 200x200px geb. Boritzer (?–?) Über das Leben von Sara Neumann ist nicht viel bekannt. Im Rahmen der „Polenaktion“ wurde sie im Oktober 1938 mit einem Großteil seiner Familie bei Bentschen über die polnische Grenze getrieben. Während der deutschen Besetzung Polens wurde sie ermordet. Ort und Datum ihres Todes sind unbekannt.Hier wohnte SARA NEUMANN geb. Boritzer ‘Polenaktion’ 1938 Bentschen/Zbaszyn ermordet im besetzten Polen 200x200px Brüderstraße 4 (1869–1942) Hier wohnteBALBINA RADTgeb. LachmannJg. 1869unfreiwillig verzogenBerlindeportiert 1942Theresienstadtermordet 11.2.1942 200x200px150x150pxBrüderstraße 8 (1907–1942)Hier wohnte ALFRED BADRIAN Jg. 1907 deportiert 1942 Riga ermordet 8.9.1942 267x267px (1859–1942)Hier wohnte EMIL BADRAIN Jg. 1859 deportiert 1942 Theresienstadt ermordet 29.9.1942 Treblinka 267x267px Franzosenstraße 5 geb. Priwin (1886–1942) Jenny Hurtig wurde in Burg geboren. Sie wurde am 14. April 1942 ins Ghetto Warschau und später ins KZ Treblinka deportiert, wo sie ermordet wurde.Jenny Hurtig. Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 31. Juli 2014.Hier wohnte JENNY HURTIG geb. Priwin Jg. 1886 deportiert 1942 Ghetto Warschau ermordet 1942 Treblinka Gartenstraße 8 120x120px (1895–1940) Deborah Laub war mit Wolf Reig verheiratet, allerdings nur nach jüdischem, nicht aber nach bürgerlichem Recht, weshalb die drei gemeinsamen Kinder den Nachnamen der Mutter trugen. Deborah Laub wurde in Auschwitz ermordet. Ihr genaues Todesdatum ist unbekannt.Hier wohnte DEBORAH LAUB geb. Blumenberg Jg. 1895 deportiert 1940 Auschwitz ermordet 1940 200x200px150x150px (1924–1940) Feiwisch Laub wurde in Auschwitz ermordet. Ihr genaues Todesdatum ist unbekannt.Hier wohnte FEIWISCH LAUB geb. Blumenberg Jg. 1924 deportiert 1940 Auschwitz ermordet 1940 200x200px (1921–?) Hinde Laub wurde in Burg geboren. Im Rahmen der „Polenaktion“ wurde sie am 28. Oktober 1938 bei Bentschen über die polnische Grenze getrieben. Ihr weiteres Schicksal ist unbekannt.Hilda Hilde Hinde Laub. Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 8. September 2017.Hier wohnte HILDE LAUB Jg. 1921 ‘Polenaktion’ 1938 Bentschen/Zbaszyn ermordet im besetzten Polen 200x200px (1923–?)