mini|Ferdinand Huneke Ferdinand Huneke (* 23. September 1891 in Brilon; † 2. Juni 1966 in Düsseldorf) war ein deutscher Arzt, welcher die Methode der Neuraltherapie entwickelte.
Leben Ferdinand Huneke gilt gemeinsam mit seinem Bruder, dem Zahnarzt Walter Hunecke, als Entwickler der Neuraltherapie. Die ersten Berichte erfolgten im Jahr 1928 anhand von Beobachtungen, welche anhand von Lokalanästhesien im Kieferbereich, getroffen worden waren.Unbekannte Fernwirkungen der Localanästhesie. In: Medizinische Welt 27, 1928. Huneke brachte später ein eigenes Lokalanästhetikum namens „Impletol“ bei der Firma Bayer auf den Markt. Außerdem entdeckte er im Jahre 1941 das Phänomen „Sekundenphänomen“, bei welchem Schmerzen für rund acht Stunden verschwanden, wenn in den Herd Procain injiziert wurde. Ein erstes Lehrbuch für Neuraltherapie wurde im Jahr 1963 von Peter Dosch herausgegebenPeter Dosch: Lehrbuch der Neuraltherapie nach Huneke. Erstauflage 1963. 14. Auflage 1995, Karl F. Haug, Heidelberg, ISBN 3-8304-0632-0..
Huneke war zudem regelmäßiger Gast der Tagungen des Zentralverbands der Ärzte für Naturheilverfahren in Freudenstadt, was häufig mit seinen Geburtstagen zusammenfiel. Albert Cramer schreibt in seinem Geschichtsbuch (1990): „Ferdinand lud die Referenten des Kongresses in sein Hotel, den ‚Rappen‘, zum Umtrunk ein. Da ging es mit rheinischer Fröhlichkeit hoch her. Wer im gleichen Hotel wohnte (wie der Verf. meist), hatte die Wahl: entweder spazieren zu gehen oder teilzunehmen (an Schlaf war dort nicht zu denken).“
Seit 1911 war Huneke Mitglied der katholischen Studentenverbindung KDStV Hercynia Freiburg im Breisgau.
Publikationen
Weblinks Ferdinand Huneke auf der Website von Who’s Who
Literatur
Albert Cramer, Jens Doering, Gottfried Gutmann: Geschichte der Manuellen Medizin. Springer, Berlin / Heidelberg 1990. S. 308–309.
Einzelnachweise
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