Long Hello and Short Goodbye ist ein Kriminalfilm des Regisseurs Rainer Kaufmann aus dem Jahr 1999 im Stil des Film Noir. Drehort war Hamburg.

Handlung Die Handlung des Films wird als Rückblende erzählt. Bei einem Juwelenraub passieren unvorhergesehene Dinge, in deren Verlauf sich eine Schießerei ereignet. Hintergrund dafür ist folgender: Die verdeckte Ermittlerin Melody soll für ihren Chef Kahnich den Panzer- und Tresorknacker Ben für lange Zeit hinter Gitter bringen. Ben soll aus der Haft entlassen werden und würde, so Kahnichs Meinung, demnächst wieder ein Verbrechen begehen. Kahnich jedoch, so die Vorgeschichte, gelang es nicht, ihn hinter Gitter zu bringen. Melodys Auftrag ist nun, ihn aus dem Gefängnis zu holen, damit er bei einem neuen Coup verhaftet werden kann. Dazu fädelt Melody ein Treffen mit den neureichen Onkel Percy und Tante Aurelia ein, die selbst illegale Geschäfte machen und durch Spekulationen viel Geld verloren haben. Es wird vereinbart, die bereits gestohlenen Diamanten ein zweites Mal aus deren Safe zu stehlen, der allerdings leer ist. Der Plan läuft schief. Vor der Transaktion kontaktiert Ben Ida, die vor Melody Kahnichs verdeckte Ermittlerin war. Sie hat mit Kahnich noch eine Rechnung offen und ist bereit Ben zu helfen. In dem finalen Showdown in der luxuriösen Villa von Percy und Aurelia treffen diejenigen aufeinander, mit denen Kahnich bereits in dem Fall bzw. dem Coup davor zu tun hatte: Melody, Ben, sein Komplize Denis, Ida, sowie Percy und Aurelia. Alles gerät außer Kontrolle, da nichts nach Plan läuft. Der ganze Coup, die Transaktion wurde von Kahnich auf den Weg gebracht, der aus verletztem Ehrgefühl und Rache Ben erledigen wollte.

Außer der Kriminalstory handelt es sich bei „Long Hello & Short Goodbye“ auch um die Liebesgeschichte von Melody und Ben. Denn während der Fall sich entwickelt bzw. entfaltet, bleibt es nicht aus, dass sich Melody in Ben verliebt und es zu romantischen und erotischen Szenen kommt, bis Ben herausfindet, dass Melody verdeckte Ermittlerin der Polizei ist. Dies geschieht allerdings zu einem Zeitpunkt, an dem weder er noch Melody aus dem Fall aussteigen können.

Stil und Struktur Erzählt wird in Rückblenden, wie man es vom Film noir kennt. Nicht ohne Grund nennt oder vielmehr ordnet Regisseur Rainer Kaufmann seinen Film unter der Bezeichnung Neo-Noir ein. Erst nach und nach tritt das Beziehungsgeflecht der handelnden Personen zu Tage, vor allem durch Szenen, die zeitlich vor der eigentlichen Handlung passiert sind. Aufgabe des Zuschauers ist es, die Handlung, wie in einem Puzzlespiel zusammenzusetzen, um ein schlüssiges, logisches Ganzes zu erhalten.

Kritiken

Die Deutsche Film- und Medienbewertung FBW in Wiesbaden verlieh dem Film das Prädikat wertvoll.

Selbstaussagen des Regisseurs Aus einem Interview mit Margret Köhlerzit. n. Lothar R. Just (Hrsg.): Film-Jahrbuch 2000. München, 2000, S. 224 f. MK: Sie arbeiten sehr stark mit Stilisierungen.

MK: Befürchten Sie, das Publikum zu verstören?

Weblinks

Long Hello & Short Goodbye auf kino.de, abgerufen am 31. Juli 2014 auf daserste.de, abgerufen am 31. Juli 2014 Rezension im Spiegel, abgerufen am 31. Juli 2014.

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 1999 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Thriller Kategorie:Neo-Noir