Christian „Chris“ Töpperwien (* 26. Februar 1974 in Neuss) ist ein deutscher Unternehmer, Gastronom und Reality-TV-Teilnehmer.
Werdegang Töpperwien erwarb 1993 die Fachhochschulreife. Danach trat er in das Imbissgeschäft seines Onkels ein und leitete ein Jahr lang eine Filiale im Kölner Kaufhof. Anschließend begann er eine Ausbildung zum Kaufmann für Bürokommunikation, die er 1996 abschloss. Im Jahr 2003 gründete er eine Werbeagentur in Köln.
USA-Aktivitäten 2011 wanderte er in die USA aus.Simon Janssen: Der Wurstkönig mit dem amerikanischen Traum. Rheinische Post. 25. Juni 2016, abgerufen am 13. September 2016. Töpperwiens erste Firmengründung war das Silber-Schmuck-Label „Silver Angeles“. Im Februar 2012 nahm er in Los Angeles den ersten „No.1 Currywurst Truck“ in Betrieb. Chris Töpperwien baute sein Geschäft zu einem Lizenz-System aus, jedoch war langfristig keiner der Trucks in Betrieb. Seine Wurst-City-Investoren warfen ihn zudem aus seinem Currywurstladen am Venice Beach.
2012 gehörte Töpperwien erstmals zu den Protagonisten der Doku-Soap-Reihe Goodbye Deutschland! Die Auswanderer des Fernsehsenders VOX, der mehrmals über sein Leben und seine Arbeit in Los Angeles berichtete. Entdeckt wurde er von Reportern des Sat1-Frühstücksfernsehens. Bei Dreharbeiten in der Filmmetropole erfuhren sie vom Currywurst-Truck des Kölners und begleiteten Chris Töpperwien für eine Reportage über mehrere Tage. Neben Goodbye Deutschland! hatte Töpperwien Auftritte bei den Formaten taff, (Pro7), Abenteuer Leben Spezial (kabel eins), Frühstücksfernsehen (Sat.1), Brisant (ARD), Drehscheibe Deutschland (ZDF), Punkt 12 (RTL), Stadtgespräch (Center.TV, Köln) und bei Good Day L.A. (US-Sender Fox 11). 2016 wirkte er zusammen mit seiner damaligen Frau Magdalèna Kalley an der vierteiligen RTL-Spielshow Das Sommerhaus der Stars – Kampf der Promipaare mit; das Paar erreichte den dritten Platz.
Am 21. September 2018 untersagte der Staat Kalifornien Töpperwien, die Bezeichnung „Franchise“ weiterhin ohne erteilte Lizenz zu nutzen.STATE OF CALIFORNIA gegen German Gourmet Kitchen, LLC Christian Topperwien 2019 gewann er bei der Greencard Lottery eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung für die USA. Sie wurde ihm im März 2021 zugewiesen.
Im Januar 2019 war Töpperwien Kandidat der dreizehnten Staffel von Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! und belegte dort den sechsten Platz. Anschließend nahm er am Dschungel-Special von Das perfekte Promi-Dinner teil. Am 28. Januar 2019 strahlte RTL2 die Sendung In 90 Tagen zum Erfolg – Auswandern mit Chris Töpperwien aus. Darin begleitete und beriet er Personen, die mittels eines Investorenvisums in die Vereinigten Staaten auswandern wollten, und half ihnen bei der Organisation eines Visums sowie der Umsetzung einer passenden Geschäftsidee. Aufgrund niedriger Einschaltquoten wurde die Sendung jedoch zunächst auf einen späteren Sendeplatz verschoben und anschließend ganz abgesetzt. Der Stern zitierte: „Auswandern mit Chris Töpperwien – oder: Die schlechteste Doku-Soap im deutschen Fernsehen.“ Töpperwien wurde in der Sendung vorgeworfen, diese als Vorwand zu nutzen, potentielle Investoren und Teilnehmer der Sendung für ein illegales US-Franchise seines Currywursttrucks zu gewinnen.
Anfang 2019 veröffentlichte Bild Direkt unter #86 – Die Akte „Currywurst-Mann“ ein über 20-minütiges Podcast, in dem sich 14 bis 15 verschiedene Menschen an die Bild-Redaktion wandten, um eine lange Kette von Beschwerden vorzubringen, unter anderem über ein illegales Gewinnspiel in Kalifornien. Die BUNTE veröffentlichte einen Bericht mit dem Titel Von wegen Wurst-Trucks: Wie verdient Chris Töpperwien eigentlich sein Geld? und zitierte ihn darin mit TV-Aussagen wie „Ich besitze nur noch zwei von 14 Wurst-Trucks“.Böse Vorwürfe: Chris Töpperwien soll gar kein Currywurst-Millionär sein auf www.bunte.de, abgerufen am 14. Januar 2021 Seit Januar 2020 veröffentlicht die deutsche Presse, allen voran die Bild-Zeitung und RTL Television, immer mehr Details über das Leben von Christian Töpperwien. In den Berichten erhobene Vorwürfe gehen von Investorenbetrug bis zur Anstiftung der Steuerhinterziehung.
Im September 2020 gewann Töpperwien die erste Staffel der Sat.1-Show Die Festspiele der Reality Stars – Wer ist die hellste Kerze?. 2021 nahm er an der Sat.1 Trash-TV-Show Promis unter Palmen teil, die er jedoch wegen eines Vorfalls mit Melanie Müller vorzeitig verlassen musste. 2022 war er Gast in der Sendung Ich bin ein Star – Die Stunde danach. Im selben Jahr war Töpperwien in einer VIP Folge von „Nightwatch – Jenseits der Angst“ als Begleiter mit dabei.
Im Januar 2023 veröffentlichte der YouTuber Rene Meinert die zweiteilige Videoreihe „Chris Töpperwien – Der Currywurstmann – Abrechnung oder Aufklärung?“ die zusammen rund 100.000 Aufrufe erzielte.
In beiden Videos setzt sich Meinert anhand eigener Recherchen, dokumentierter Angaben sowie angeführter Quellen „veröffentlichte Pressemitteilungen sowie Gerichtsurteile und Unterlassungsaufforderungen“ mit dem geschäftlichen Wirken Töpperwiens auseinander. Die Darstellungen legen dabei den Fokus auf problematische bzw. umstrittene Geschäftspraktiken Töpperwiens zugrunde. Letztendlich scheiterte Töpperwien auch mit seinem Investorenvisa für die USA, nachdem ihm seine eigenen Investoren aus seinem Currywurstladen am Venice Beach.herausgeschmissen haben. Auch dieser Sachverhalt wird im Video Thematisiert.
Die Veröffentlichungen führten innerhalb der Community zu kontroversen Reaktionen. Unter den beiden Videos wurden insgesamt über 1.000 Kommentare verfasst, in denen sowohl Zustimmung als auch Kritik an den dargestellten Inhalten zum Ausdruck kommen. mini|Screenshot von einem Post durch Chris Töpperwien bezüglich der Aufgabe seines @schatzitouren von Mitte Oktober 2025 Im Februar 2024 begann Chris Töpperwien mit dem Aufbau eines neuen Geschäftsmodells unter dem Namen „Schatzis Touren“, das privat geführte Touren durch Los Angeles umfasste. Bereits rund acht Monate später stellte er dieses Angebot jedoch wieder ein. Als Begründung wurden zahlreiche private Umstellungen angegeben.
Festnahme und Freispruch 2024 Töpperwien wurde am 2. Mai 2024 am Münchener Flughafen von der Bundespolizei bei der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland aufgrund eines europäischen Haftbefehls in Gewahrsam genommen. Der Vorwurf lautet auf Verdacht der Veruntreuung und Betrug. Am 15. Mai 2024 wurde Töpperwien nach Österreich ausgeliefert, wo er nach einer Kautionszahlung von 25.000 Euro und weiteren Auflagen auf freien Fuß gesetzt wurde. Seinen Reisepass erhielt er wenige Tage nach Haftentlassung ebenfalls ausgehändigt.
Töpperwien wurde am 26. August 2024 freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt nahm am 23. Oktober 2024 das zuvor eingelegte Rechtsmittel zurück. Im Nachgang zum strafrechtlichen Freispruch kam es zu strafbewehrten Widerrufs- und Unterlassungserklärungen.
Privates Im Mai 2014 heiratete Töpperwien die ausgebildete Musical-Darstellerin Magdalèna „Magey“ Kalley.Das Sommerhaus der Stars – Lebenslauf von Christian Töpperwien. castingshow-news.de. 18. Juli 2016, abgerufen am 13. September 2016. Im September 2018 gab das Paar seine Trennung bekannt.Nach der Trennung: Jetzt spricht Ehefrau Magdalena. Bunte, 5. Oktober 2018, abgerufen am 2. Dezember 2021 Über die Scheidung wurde im September 2019 berichtet.Ex-Frau Magey nach der Scheidung: „Hat mich mehr als alle anderen verletzt“. Bunte, 11. September 2019, abgerufen am 2. Dezember 2021
Im November 2019 gab Chris Töpperwien seine Partnerschaft zu dem 15 Jahre jüngeren österreichischen Model Magalie Berghahn bekannt. Fünf Wochen später verlobte sich das Paar, im April 2020 folgte die Trennung.
Seit 2022 ist Töpperwien zum dritten Mal verheiratet – er heiratete im Mai in Los Angeles standesamtlich die Österreicherin Nicole Katharina.Chris Töpperwien privat: Blitz-Ehe nach Trennung! "Goodbye Deutschland"-Star hat geheiratet (20. Juni 2022) Seit Dezember 2022 sind die beiden Eltern eines in den USA geborenen Sohnes. Das Heft Mai 2026 der deutschen Ausgabe des Playboy Magazins zeigte Nicole Töpperwien auf der Frontseite sowie mit einer Fotostrecke.
Die beiden eröffneten 2022 in Los Angeles die Bäckerei „Schatzi's Bakery & Café“.[Currywurst war gestern! Chris Töpperwiens Bäckerei wird zur Anlaufstelle für Hollywoodstars Currywurst war gestern! Chris Töpperwiens Bäckerei wird zur Anlaufstelle für Hollywoodstars] (14. Juli 2025)
Im Oktober 2025 kündigte Chris Töpperwien im Rahmen des VOX-Formats „Goodbye Deutschland“ seinen Ausstieg aus der Sendung an. Nach eigenen Angaben begründete er diesen Schritt mit körperlicher und psychischer Erschöpfung nach rund 13 Jahren Teilnahme.
Ebenfalls gab er an, sich seit Mitte 2025 ein- bis zweimal wöchentlich in therapeutischer Behandlung zu befinden, die ihm nach eigener Aussage helfe. In diesem Zusammenhang wurde berichtet, dass er die Therapie zunächst ohne Wissen seiner Ehefrau Nicole begonnen habe, was zu Spannungen innerhalb der Ehe geführt habe.
Reality-TV-Shows 2012: Goodbye Deutschland! Die Auswanderer (VOX) 2016: Das Sommerhaus der Stars – Kampf der Promipaare (RTL) 2019: Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! (RTL) 2020: Die Festspiele der Reality Stars – Wer ist die hellste Kerze? (Sat.1) (Gewinner) 2021: Promis unter Palmen (Sat.1) 2025: Reality Backpackers (Joyn) 2026: The 50 (Prime Video)
Trivia 2016 veröffentlichte Töpperwien seine Debüt-Single There’s Nothing Like California Sun bei Xtreme Sound in Köln. Das Künstlermanagement von Töpperwien wurde bis Juli 2019 durch den Berliner Künstlermanager und Pornofilmproduzenten Wolf Wagner (bürgerlich Christian Renz) durchgeführt. Wagners Tätigkeiten als Pornoproduzent wurden erstmals parallel zur Ausstrahlung der dreizehnten Staffel von Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!, an der Töpperwien teilnahm, bekannt. Wagner begleitete Töpperwien zum RTL-Format. Ein Darsteller aus Wagners Produktionen erkannte diesen als Pornoproduzenten wieder und teilte dies der Presse mit. Parallel zur Beendigung des Künstlermanagement-Mandats publizierte Wagner im Juli 2019 eine Porno-Parodie über Töpperwien. Im Fokus der Parodie steht Töpperwiens Social-Media-Aktivität.
Chris Töpperwien verarbeitete seine Zeit in der Untersuchungshaft und seine dortigen Erfahrungen in dem Buch „Holt mich hier raus! First Class in die Hölle“.
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