miniatur|Max Seiz (2014) Max Eugen Seiz (auch Max E. Seiz; * 12. Oktober 1927 in Schwäbisch Gmünd; † 6. April 2020 ebendaDer Maler und Bildhauer Max Eugen Seiz ist im Alter von 92 Jahren gestorben, Beitrag der Rems-Zeitung vom 17. April 2020.) war ein deutscher Bildhauer, der in Schwäbisch Gmünd lebte und seit 1954 als freischaffender Künstler arbeitete.
Leben
1942 bis 1944 absolvierte er bei der Gmünder Silberwarenfabrik Erhard & Söhne eine Ausbildung zum Stahlgraveur.Dem Bildhauer Max Seiz zum 85. Geburtstag. Bericht der Rems-Zeitung am 12. Oktober 2012. 1944 kam er im Zweiten Weltkrieg zunächst in der Tschechoslowakei als Soldat zum Einsatz und geriet 1944 in Belgien in US-amerikanische Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Entlassung im Jahre 1946 und der Rückkehr aus Virginia besuchte er von 1946 bis 1950 die Staatliche Höhere Fachschule für Edelmetalle (heute Hochschule für Gestaltung) in Schwäbisch Gmünd. Nach seinem Abschluss arbeitete er von 1950 bis 1952 bei der WMF in Geislingen an der Steige als Stahlgraveur. Nach einem Studienaufenthalt in London von 1953 bis 1954 wurde er als freischaffender Künstler tätig.Max Seiz. Plastisch denken S. 100Max Seiz. Der Mensch im Bild S. 106
1981 war er Gastdozent an der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd. Seit 1983 veranstaltete er jährliche Einzelausstellungen in der Galerie Villa Seiz in seiner Jugendstilvilla am Nepperberg in Schwäbisch Gmünd.Homepage von Max Seiz. Dort auch Auflistung von Ausstellungen und öffentlichen Aufträgen. Dort befindet sich auch ein von Sandsteinfelsen umgebener Skulpturengarten. Neben der Bildhauerei beschäftigte sich Seiz auch mit Zeichnung und Malerei. Bereits 2002 hatten sich neben rund 250 Skulpturen auch etwa 900 Zeichnungen, Aquarelle und Malereien angesammelt.Max Seiz. Der Mensch im Bild S. 8 Seine Kinder Andrea und Alexander Seiz lebten bei ihm.
Seiz’ Grab befindet sich auf dem Gmünder Leonhardsfriedhof im Grabfeld K.
Ausstellungen 1962: 1. Kunstpreis der Jugend in Schwäbisch Gmünd, Stuttgarter Sezession 1971: FIDEM-Weltausstellung der Modernen Kunstmedaille Paris/Köln/Bremen/Nürnberg 1976: Living-Art-Biennale in Johannesburg und Kapstadt, Randse Universität in Johannesburg 1982: Académie des Beaux-Arts in Paris, Internationaler Portraitwettbewerb 1988: New York und Toronto, Jahresausstellung Stuttgarter Kunstverein 1986: Art Basel 1989: Haus der Kunst in München 1991: Drouot in Paris 1992: Kunstmesse Art Frankfurt 1998: Kunstmesse Schwäbisch Gmünd 2000: Galerie Aquarello in Murnau, Galerie Artrium in Aalen 2001: Galerie Kairos in München 2002/03: Retrospektive zum 75. Geburtstag im Museums im Prediger Schwäbisch Gmünd 2004: Kunstmesse „Nostalga“ in Stuttgart, Kunstausstellung im Schloss Hohenstadt 2005: Einzelausstellung „Leben-Mensch-Kunst“ in der Zehntscheuer in Abtsgmünd 2006: Kunstmesse Art International Zürich 2007: Ausstellung zum 80. Geburtstag, Kulturherbst der Gmünder Ersatzkasse in Schwäbisch Gmünd, Art International Zürich, Art Salzburg 2008: Art International Zürich, Art Salzburg, SculptMiami, Art Basel Miami
Galerie
Öffentliche Aufträge (Auswahl) 1963: Portrait (Medaille) des jordanischen Königs Hussein I. 1965: 8. Biennale für Plastik in Middleheim/Antwerpen/Belgien, Ankauf einer Plastik für das Königliche Museen der Schönen Künste in Brüssel. Gestaltung des Schreins für Kaiser Haile Selassie von Äthiopien (in Zusammenarbeit mit Prof. Holl) 1968: Ankauf Speidel Brunnenwettbewerb in Pforzheim, Ankauf des Museums im Prediger in Schwäbisch Gmünd 1970: 2. Preis Hallenbad-Wettbewerb in Schwäbisch Gmünd (Ausführung - Ankauf), 1. Preis Faberbrunnen Schwäbisch Gmünd 1971: Ankäufe der Staatsgalerie Stuttgart und der Stuttgarter Galerie 1974: Preis für Entwurf Friedrich-Ebert-Münze, Bundesschatzministerium 1977: Preis für Entwurf Carl-Friedrich-Gauß-Münze, Bundesschatzministerium 1979: Medaille von Carl Zuckmayer und Gottfried Benn, Ankauf von Großskulpturen für das Kongresszentrum Schwäbisch Gmünd 1987: Ankauf einer Großskulptur von der Kreissparkasse Aalen 1988: Villinger Stiftungsauftrag für die Stadt Schorndorf, Ankauf des Landes Baden-Württemberg 1989: Ankauf von Großskulpturen der Städte Heilbronn und Heubach 2002: Ankäufe der Städte Lauchheim, Schorndorf und Villingen-Schwenningen 2003: Ankauf der Staatsgalerie Stuttgart und der Stadt Schwäbisch Gmünd 2005: Ankauf einer Großskulptur der Gemeinde Abtsgmünd 2006: Ankauf Museum Würth in Künzelsau 2007: Ankauf der Staatsgalerie Stuttgart des Landes Baden-Württemberg
Literatur Andrea Seiz (Hrsg.): Max Seiz. Plastisch denken. Schwäbisch Gmünd, Einhorn-Verlag, 2012, ISBN 978-3-95747-001-0. Museum im Prediger (Hrsg.): Max Seiz: Der Mensch im Bild: 50 Jahre Malerei und Skulptur. Max Seiz zum 75. Geburtstag. Schwäbisch Gmünd, Einhorn-Verlag, 2002, ISBN 978-3980729765. Max E. Seiz: Skulpturen. Max E. Seiz, Schwäbisch Gmünd, ohne Jahr (1992 oder wenig später).
Weblinks
Homepage von Max Seiz
Einzelnachweise
Kategorie:Bildhauer (Baden-Württemberg) Kategorie:Person (Schwäbisch Gmünd) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1927 Kategorie:Gestorben 2020 Kategorie:Mann