Unter Inanition oder Abmagerung versteht man eine Reduktion des Körpergewichts auf unter 80 % des Normalgewichts. Ursachen können u. a. sein:

Unterernährung, Mangelernährung, Fehlernährung, Marasmus Störungen der Nahrungsaufnahme Störungen der Nahrungsresorption und/oder -verwertung erhöhter Nährstoffbedarf bei schweren Krankheiten langzeitiges Fasten psychische Störungen (z. B. Anorexia nervosa) eine UrämieFranz Volhard: Die doppelseitigen hämatogenen Nierenerkrankungen. In: Gustav von Bergmann, Rudolf Staehelin (Hrsg.): Handbuch der Inneren Medizin, 2. Auflage, Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg 1931, Band 6, S. 775.

Bei der Inanition werden nur das Fettgewebe der Speicherfettdepots und die Skelettmuskulatur abgebaut (katabole Stoffwechsellage), das Baufett bleibt aber noch erhalten. Die Veränderungen sind noch reversibel. Ohne Beseitigung der Ursachen führt eine Inanition aber bald zu irreversiblen Veränderungen (Kachexie).

Siehe auch Hungerstoffwechsel Kwashiorkor Lipodystrophie

Literatur

Einzelnachweise

Kategorie:Ernährungsbedingte Erkrankung Kategorie:Krankheitsbild in der Inneren Medizin Kategorie:Krankheitsbild in der Tiermedizin