mini|hochkant|Emma Hinze (M.) mit Pauline Grabosch (l.) und Lea Sophie Friedrich als Europameisterinnen im Teamsprint (2024) mini|hochkant|Emma Hinze und ihr Lebenspartner Maximilian Levy (2024) mini|hochkant|Weltmeisterin im Keirin (2020) mini|hochkant|Hinze im Keirin-Wettbewerb der Bahn-WM 2020 mini|hochkant|Emma Hinze (r.) mit Pauline Grabosch bei den Junioren-Europameisterschaften 2015 Emma Hinze (* 17. September 1997 in Hildesheim) ist eine deutsche Bahnradsportlerin. Sie wurde acht Mal Weltmeisterin in Kurzzeitdisziplinen (bis einschließlich 2023) und gewann bei den Olympischen Spielen 2020 die Silbermedaille und bei den Olympischen Spielen 2024 die Bronzemedaille im Teamsprint.
Sportliche Laufbahn Als Juniorin 2014 wurde Emma Hinze im Teamsprint gemeinsam mit Doreen Heinze in neuer deutscher Rekordzeit von 34,689 Sekunden Junioren-Europameisterin. Im Sprint errang sie Silber. Bei den Junioren-Bahnweltmeisterschaften rund eine Woche später errangen Hinze und Heinze den Weltmeistertitel im Teamsprint. Emma Hinze wurde zudem mit der neuen deutschen Rekordzeit von 35,662 Sekunden Dritte im 500-Meter-Zeitfahren. Diesen deutschen Rekord hatte Doreen Heinze erst kurz zuvor bei den Bahn-Europameisterschaften verbessert.
Bei den deutschen Meisterschaften im Bahnradsport Anfang September 2014 in Cottbus belegte Emma Hinze die ersten Plätze im 500-Meter-Zeitfahren, im Teamsprint und im Keirin sowie den zweiten Platz im Sprint (alles Juniorinnen). Im Teamsprint der Frauen belegte sie zusammen mit Miriam Welte ebenfalls den zweiten Platz und war mit drei Gold- und zwei Silbermedaillen die erfolgreichste Teilnehmerin dieser Meisterschaft. Im Jahr darauf wurde Emma Hinze vierfache Junioren-Meisterin im Sprint, Zeitfahren, Teamsprint und Keirin und war mit vier Goldmedaillen erneut erfolgreichste Teilnehmerin einer nationalen Meisterschaft.
2015 errang Hinze in Athen die Titel der Junioren-Europameisterin im Sprint und im Zeitfahren, jeweils vor ihrer Landsfrau Pauline Grabosch, sowie die Titel im Keirin und gemeinsam mit Grabosch im Teamsprint. Damit war sie zum wiederholten Male die erfolgreichste Teilnehmerin von Meisterschaften, die allerdings auf internationaler Ebene stattfanden.
Bei den Junioren-Bahnweltmeisterschaften 2015 in Astana (Kasachstan) wurde Emma Hinze dreifache Junioren-Weltmeisterin im Teamsprint, Sprint und Keirin. Dabei stellte sie zusammen mit Pauline Grabosch einen neuen Weltrekord im Teamsprint auf. In der Sprint-Qualifikation verbesserte sie den deutschen Rekord aus dem Jahr 1994 über 200 Meter fliegend auf 11,270 Sekunden. Zusätzlich gewann sie die Silbermedaille im 500-Meter-Zeitfahren mit der weltweit zweitbesten jemals von einer Juniorin gefahrenen Zeit.
In der Elite 2016 errang Emma Hinze ihren ersten Titel in der Elite, als sie deutsche Meisterin im Keirin wurde. Bei ihren ersten Weltcupstarts im Februar 2017 belegte sie in Cali im Sprint Rang vier und in Los Angeles Rang sechs, in der Weltcup-Gesamtwertung Rang zehn. Beim fünften Lauf des Bahnrad-Weltcups in Minsk gewann sie gemeinsam mit Pauline Grabosch den Teamsprint. Bei den Bahneuropameisterschaften 2018 errang sie mit Miriam Welte Bronze im Teamsprint wie auch bei den Weltmeisterschaften 2019. Im November 2019 gewann sie in Minsk den Keirin-Wettbewerb beim ersten Lauf des Bahn-Weltcups und damit ihre erste Einzelmedaille im Elitebereich.
2020 wurde Emma Hinze bei den Bahnweltmeisterschaften in Berlin dreifache Weltmeisterin: Sie gewann jeweils Gold im Sprint, im Keirin sowie mit Grabosch und Lea Sophie Friedrich im Teamsprint. In der Sprintqualifikation über 200 Meter (fliegend) stellte sie mit 10,364 Sekunden einen neuen deutschen Rekord auf.
2021 startete Hinze bei den Olympischen Spielen in Tokio im Sprint, im Keirin und im Teamsprint. Im Teamsprint gewann sie zusammen mit ihrer Teamkollegin Lea Sophie Friedrich Silber und wurde dafür am 8. November 2021 vom Bundespräsidenten – zusammen mit ihrer Partnerin – mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet. Im Sprint verlor sie das Rennen um Bronze und verpasste als Vierte knapp eine weitere Medaille. Im Keirin belegte sie in ihrem Halbfinale den letzten Platz und gewann anschließend das Rennen um die Plätze sieben bis zwölf, so dass sie am Ende Platz sieben belegte.
2022 wurde Emma Hinze in München dreifache Europameisterin im 500-Meter-Zeitfahren, Sprint, Teamsprint (mit Lea Sophie Friedrich und Pauline Grabosch) sowie Weltmeisterin im Teamsprint (mit Friedrich und Grabosch); im Zeitfahren errang sie Silber und im Sprint Bronze. Im Jahr darauf holte sie zwei weitere Titel als Europameisterin. Bei den Weltmeisterschaften 2023 wurde sie Weltmeisterin im Teamsprint sowie im Zeitfahren. Sowohl 2023 wie 2024 holte sie weitere Titel bei Europameisterschaften, so dass sie bei einschließlich 2024 sechs Mal Europameisterin wurde.
2024 wurde Hinze für den Start bei den Olympischen Spielen in Paris nominiert, wo sie im Sprint, im Keirin und im Teamsprint startete. Dabei gewann sie im Teamsprint mit Pauline Grabosch und Lea Sophie Friedrich Bronze, im Keirin wurde sie Fünfte und im Sprint Sechste. Am 17. August 2024 stellte sie im Rahmen der deutschen Bahnmeisterschaften im Berliner Velodrom mit 27,063 Sekunden einen neuen Weltrekord über 500 Meter bei fliegendem Start auf. Damit verbesserte sie einen seit 2016 bestehenden Rekord über 28,970 Sekunden, den Kristina Vogel im Jahr 2016 aufgestellt hatte.
Im Juni 2025 verließ Emma Hinze nach neunjähriger Zugehörigkeit das Track Team Brandenburg. Zuvor hatte sie eine mehrmonatige Wettkampfpause eingelegt. Im August 2025 wurde bekannt, dass sie schwanger ist und daher weiterhin keine Rennen bestreiten wird.
Ehrungen 2015: deutscher Juniorsportler des Jahres (mit Pauline Grabosch als Mannschaft des Jahres), 2. Platz in der Einzelwertung 2015: Nachwuchssportlerin des Jahres von Brandenburg 2015: deutsche Nachwuchsradsportlerin des Jahres 2015: Eliteschüler des Sports (gemeinsam mit Pauline Grabosch) 2019: Sportlerin des Jahres von Brandenburg 2020: Radsportlerin des Jahres 2020: 3. Platz Sportlerin des Jahres 2020: Sportsoldatin des Jahres 2021: Sportlerin des Jahres von Brandenburg 2021: Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Hildesheim 2022: Ehrung auf dem Weg des Ruhmes in Cottbus 2022: Radsportlerin des Jahres 2022: Sportlerin des Jahres von Brandenburg 2023: Sportlerin des Jahres von Brandenburg 2024: Silbernes Lorbeerblatt
Privates Emma Hinzes Bruder Carl war ebenfalls erfolgreich als Radsportler aktiv. 2019/20 war sie mit dem Radsportler Maximilian Dörnbach liiert. Seit 2021 ist Hinze in einer Beziehung mit Bundestrainer Maximilian Levy.
Hinze ist Sportsoldatin im Rang einer Hauptgefreiten und Angehörige der Sportfördergruppe der Bundeswehr Frankfurt (Oder) in Brandenburg. 2020 wurde sie vom Generalleutnant Martin Schelleis, dem Inspekteur der Streitkräftebasis, mit dem Preis der Sportsoldatin 2020 ausgezeichnet.
Im Oktober 2022 absolvierte Hinze erfolgreich ihre Ausbildung zum DOSB-Trainer A Leistungssport.
Erfolge 2014 Junioren-Weltmeisterin – Teamsprint (mit Doreen Heinze) Junioren-Weltmeisterschaft – 500-Meter-Zeitfahren Junioren-Europameisterin – Teamsprint (mit Doreen Heinze) Junioren-Europameisterschaft – Sprint 20px Deutsche Junioren-Meisterin – Keirin, 500-Meter-Zeitfahren, Teamsprint (mit Monique Winkelblech) 2015 Junioren-Weltmeisterin – Sprint, Keirin, Teamsprint (mit Pauline Grabosch) Junioren-Weltmeisterschaft – 500-Meter-Zeitfahren Junioren-Europameisterin – Keirin, Sprint, 500-Meter-Zeitfahren, Teamsprint (mit Pauline Grabosch) 20px Deutsche Junioren-Meisterin – Keirin, Sprint, 500-Meter-Zeitfahren, Teamsprint (mit Siri Bewersdorff) 2016 20px Deutsche Meisterin – Keirin 2018 Weltcup in Minsk – Teamsprint (mit Pauline Grabosch) Europameisterschaft – Teamsprint (mit Miriam Welte) 20px Deutsche Meisterin – Keirin 2019 Weltmeisterschaft – Teamsprint (mit Miriam Welte) Europameisterschaft – Teamsprint (mit Lea Sophie Friedrich) Weltcup in Minsk – Keirin Weltcup in Hongkong – Teamsprint (mit Pauline Grabosch) 20px Deutsche Meisterin – 500-Meter-Zeitfahren, Teamsprint (mit Miriam Welte) 2020 Weltmeisterin – Sprint, Keirin, Teamsprint (mit Lea Sophie Friedrich und Pauline Grabosch) 2021 16px|Silber Olympische Spiele – Teamsprint (mit Lea Sophie Friedrich) Weltmeisterin – Sprint, Teamsprint (mit Lea Sophie Friedrich und Pauline Grabosch) 20px UCI Track Champions League – Kurzzeit-Gesamtwertung / vier Einzelsiege 2022 Nations’ Cup in Milton – Sprint, Teamsprint (mit Lea Sophie Friedrich und Pauline Grabosch) 20px Deutsche Meisterin – Sprint, Keirin, 500-Meter-Zeitfahren, Teamsprint (mit Lea Sophie Friedrich und Sandra Hainzl) Europameisterin – 500-Meter-Zeitfahren, Sprint, Teamsprint (mit Lea Sophie Friedrich und Pauline Grabosch) Weltmeisterin – Teamsprint (mit Lea Sophie Friedrich und Pauline Grabosch) Weltmeisterschaft – 500-Meter-Zeitfahren Weltmeisterschaft – Sprint 2023 Europameisterin – 500-Meter-Zeitfahren, Teamsprint (mit Pauline Grabosch, Lea Sophie Friedrich und Alessa-Catriona Pröpster) Europameisterschaft – Keirin Nations Cup in Jakarta – Teamsprint (mit Lea Sophie Friedrich, Pauline Grabosch und Alessa-Catriona Pröpster) 20px Deutsche Meisterin – Keirin, 500-Meter-Zeitfahren, Sprint und Teamsprint (mit Lea Sophie Friedrich und Pauline Grabosch) Weltmeisterin – 500-Meter-Zeitfahren, Teamsprint (mit Lea Sophie Friedrich und Pauline Grabosch) 2024 Europameisterin – Teamsprint (mit Pauline Grabosch und Lea Sophie Friedrich) Europameisterschaft – Sprint Nations Cup in Adelaide – Sprint 16px|Bronze Olympische Spiele – Teamsprint (mit Pauline Grabosch und Lea Sophie Friedrich) 20px Deutsche Meisterin – 500-Meter-Zeitfahren
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