Sebastian Ullrich (* 1975) ist ein deutscher Historiker.

Werdegang Sebastian Ulrich ist Sohn des Historikers Volker Ullrich (* 1943). Ullrich studierte Geschichte, Philosophie und Politikwissenschaft in Berlin und Cambridge und promovierte 2008 an der Humboldt-Universität zu Berlin mit der Dissertation Der Weimar-Komplex: Das Scheitern der ersten deutschen Demokratie und die politische Kultur der frühen Bundesrepublik 1945–1959. Er erhielt dafür 2010 den Hans-Rosenberg-Gedächtnispreis. Der Politikwissenschaftler Wilhelm Bleek bescheinigte Ullrich eine „erstaunliche geschichtswissenschaftliche Forschungsleistung“, Edgar Wolfrum nannte die Arbeit als „brillante und quellengesättigte Studie […], die mit Fug und Recht als ein Musterbeispiel einer modernen, kulturwissenschaftlich erweiterten Politikgeschichte bezeichnet werden kann“, und Hans Mommsen nannte sie „eine eindrucksvolle Analyse der frühen historischen Weimar-Forschung, die lange von dem Bestreben geprägt war, Weimar von dem Verdikt freizuhalten, den Aufstieg des Nationalsozialismus ermöglicht zu haben“.

Er arbeitet als Cheflektor für das Sachbuchprogramm beim Verlag C.H.Beck.

Werke Der Weimar-Komplex: Das Scheitern der ersten deutschen Demokratie und die politische Kultur der frühen Bundesrepublik 1945–1959. Wallstein Verlag, Göttingen 2009, ISBN 978-3-8353-0442-0.

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Einzelnachweise Wilhelm Bleek: Der Weimar Komplex. Das Scheitern der ersten deutschen Demokratie und die politische Kultur der frühen Bundesrepublik (Hamburger Beiträge zur Sozial- und Zeitgeschichte Bd. 45). In: Politische Vierteljahresschrift. 2/2011, , S. 339 (PDF; 89 kB)

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