mini|Abbondios Giuseppe-Cattori-Denkmal von 1939 in Muralto Fiorenzo Abbondio (* 22. Juni 1892 in Ascona; † 13. März 1980 in Muralto) war ein Schweizer Bildhauer.

Leben und Wirken Fiorenzo war der Sohn von Carlo Abbondio; sein Bruder war der Dichter Valerio Abbondio.

Er absolvierte zunächst von 1905 bis 1909 eine Steinhauerlehre in der Werkstatt Fossati in Muralto. Im Anschluss studierte er bis 1918 an der Mailänder Kunstakademie Brera bei Giuseppe Palanti und Giulio Branca. Danach bereiste er Rom, Florenz, Venedig und Neapel. Er wirkte bis 1943 in Mailand, bis 1947 in Balerna und ab 1948 in Muralto.

Abbondio schuf Skulpturen wie Denkmäler, Grabmäler und Büsten. Er hatte eine Vorliebe für religiöse und patriotische WerkeFiorenzo Abbondio, auf ticino.ch Auf dem Friedhof von Ascona befinden sich viele seiner Arbeiten.

In Muralto steht an der Seepromenade Lungolago ein Denkmal zu Ehren von Giuseppe Cattori, das Abbondio 1939 geschaffen hat. Auf einem Granitsockel steht ein bronzenes Relief. Dieses zeigt überlebensgross Giuseppe Cattori, wie er eine Rede hält. Im Sockel sind unterschiedliche Personen zu sehen, die ihm zuhören oder sich über seine Rede unterhalten.Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 170–173.Giuseppe Cattori – Muralto, TI, Switzerland, Eintrag auf waymarking.com

Weitere Werke befinden sich im Kanton Tessin, in der übrigen Schweiz und in Italien in öffentlichen Gebäuden, Friedhöfen und Parkanlagen. In Minusio befindet sich das Fiorenzo-Abbondio-Museum.Museo Fiorenzo Abbondio. In: ticino.ch

Abbondio war seit 1948 mit der Schriftstellerin Christine Abbondio-Künzle (1893–1961) verheiratet.Abbondio-Künzle, Christine, in: Gudrun Wedel: Autobiographien von Frauen : ein Lexikon. Köln : Böhlau, 2010, S. 1

Werke (Auswahl)

1922: Italienisches Gefallenendenkmal, Friedhof Mendrisio 1923: Italienisches Soldatendenkmal, Friedhof Chiasso 1924: Medaillon des Gedenksteins für Giuseppe Veri, Coldrerio 1925: Bronzeplastiken des Pedrazzinibrunnens, Locarno 1925: Büste von Achille Borella, Palazzo Municipale, Mendrisio 1932: Grabmal für die Familie Sigg-Montorfani, Friedhof Lugano 1939: Giuseppe-Cattori-Denkmal, Muralto 1939: Grabmal für die Familie Tibiletti, Friedhof Lugano 1942: Büste von Giovanni Polar (1868–1941), Grabkapelle der Familie Polar, Friedhof Breganzona, Lugano 1946: Denkmal für Pfarrer Künzle, WangsEin Denkmal für Kräuterpfarrer Joh. Künzle. In: Neue Zürcher Nachrichten. 4. Blatt. Nr. 295, 19. Dezember 1946, S. 6 (online). 1955: Denkmal für Caspar Decurtins, Trun GREinweihung eines Denkmals für Kaspar Decurtins. In: Der Bund. Abendausgabe. Band 106, Nr. 404, 30. August 1955, S. 3 (online).

Galerie

Sepulkralkunst

Literatur

Giovanni Laini: Fiorenzo Abbondio. Scultore. Vita e opere. Aehren Verlag, Affoltern am Albis, 1957.

Weblinks

Museo-Fiorenzo-Abbondio auf museums.ch/org/de/

Einzelnachweise

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