Buchau (oberfränkisch: Bouchn oder BuchaJ. Pfanner: Landkreis Pegnitz, S. 8. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „bouchn“ oder „buchɒ“.) ist ein Gemeindeteil der Stadt Pegnitz im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Buchau hat eine Fläche von 15,623 km². Sie ist in 3049 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 5124,00 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Haidmühle, Kaltenthal, Kotzenhammer, Lehm, Rosenhof, Scharthammer und Wolfslohe.

Lage Das Kirchdorf bildet mit Lehm im Norden eine geschlossene Siedlung. Diese liegt an der Fichtenohe und am Buchauer Bach, der innerorts als rechter Zufluss in die Fichtenohe mündet. Entlang der der Fichtenohe verläuft die Bahnstrecke Nürnberg–Cheb und die Bundesstraße 2 (hier Bier- und Burgenstraße genannt). Die B 2 führt nach Pegnitz (2,5 km südlich) bzw. nach Zips (2,4 km östlich). Die Kreisstraße BT 23 führt an Scharthammer vorbei nach Leups (4,2 km nördlich) bzw. nach Rosenhof (1,1 km südlich). Südlich von Buchau auf dem Schusterberg () gibt es einen Modellflugplatz.

Geschichte 1119 wurde der Ort als „Bucha“ erstmals urkundlich erwähnt. Der zugrundeliegende Flurname bezeichnet eine von Buchen bestandene Aue. Der Ort gehörte zur Grundausstattung des im selben Jahr gegründeten Klosters Michelfeld,J. Pfanner: Landkreis Pegnitz, S. 8. dem der Zehnt bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation zustand.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 6, Sp. 662. In der Fraisch unterstand Buchau bis 1780 dem brandenburg-bayreuthischen Oberamt Pegnitz,G. P. Hönn: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises, S. 233. danach für kurze Zeit dem Oberamt Creußen. Von 1791/92 bis 1810 waren das preußische Justiz- und Kammeramt Pegnitz die übergeordneten Institutionen. Danach kam die gesamte Region an das Königreich Bayern.

Mit dem Gemeindeedikt wurde 1812 der Steuerdistrikt Buchau gebildet. Zu diesem gehörten Haidmühle, Kaltenthal, Lehm, Scharthammer und Wolfslohe. Wenig später entstand die Ruralgemeinde Buchau. Zu dieser gehörten Haidmühle, Kaltenthal, Kotzenhammer, Lehm, Rosenhof, Scharthammer und Wolfslohe. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Schnabelwaid (1842 Landgericht Pegnitz umbenannt) und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Pegnitz. Ab 1862 gehörte Buchau zum Bezirksamt Pegnitz (1939 in Landkreis Pegnitz umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Pegnitz (1879 in Amtsgericht Pegnitz umgewandelt). Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 15,678 km². Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde am 1. Juli 1972 in die Stadt Pegnitz eingegliedert.

Baudenkmäler St. Matthias und Anna (Buchau)

Bodendenkmäler In der Gemarkung Buchau gibt es ein Bodendenkmal.

Einwohnerentwicklung Gemeinde Buchau Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 463 566 563 535 513 509 543 582 503 534 494 495 491 519 492 490 467 464 479 631 597 562 670 645HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 78 81 87 79 80 89 115 Quelle Für die Gemeinde Buchau inklusive Haidmühle (S. 44), Kaltenthal (S. 58), Kotzenhammer (S. 64), Löhm (S. 72), Rosenhof (S. 102), Scharthammer (S. 106) und Wolfslohe (S. 140).

Ort Buchau Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 191 219 240 245 236 229 324 349 337 326Häuser 40 39 40 49 62 84Quelle

Religion Buchau ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Bartholomäus (Pegnitz) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Bayreuth Kategorie:Ortsteil von Pegnitz (Stadt) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bayreuth) Kategorie:Ersterwähnung 1119 Kategorie:Gemeindeauflösung 1972 Kategorie:Geographie (Fränkische Schweiz) Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bayreuth