Konrad Wrede (geboren 30. August 1865 in Peine; gestorben 21. November 1947 in Hannover) war ein deutscher Militär, Kunstsammler und Mäzen.Hugo Thielen: Wrede, (2) Konrad. In: Dirk Böttcher, Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein, Hugo Thielen: Hannoversches Biographisches Lexikon. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2002, ISBN 3-87706-706-9, S. 395.

Leben Geboren in Peine noch zur Zeit des Königreichs Hannover, stieg Konrad Wrede in seiner militärischen Laufbahn bis zum Königlich Württembergischen Rittmeister auf.

mini|Blumenstillleben, Gemälde von Max Slevogt, im Niedersächsischen Landesmuseum Hannover aus dem Vermächtnis Wredes

Nach seinem Abschied vom Militär wurde Wrede in Hannover ansässig, wo er als Kunstmäzen in den 1920er und 1930er Jahren hannoversche Künstler wie beispielsweise August Heitmüller unterstützte. Der Kunst-, Antiquitäten- und Briefmarkensammler aus Passion legte sich insbesondere Werke der Impressionisten zu, etwa von Lovis Corinth oder Max Slevogt.Hugo Thielen: Wrede, (2) Konrad. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u. a.: Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 685.

Wrede stiftete dem Wilhelm-Busch-Museum mehrfach wertvolle Wilhelm-Busch-Autographen, darunter die kolorierte Handschrift der Bildergeschichte Das Häschen und die Originalzeichnungen zu Der Floh. Aus Wredes Vermächtnis kam 1948 die Handschrift der Bildergeschichte Fipps, der Affe., Wilhelm-Busch-Museum Hannover

Nach dem Zweiten Weltkrieg vermachte Konrad Wrede seine wertvolle Sammlung, auf Drängen von Carl Küthmann, noch in seinem Todesjahr 1947 der Stadt Hannover.

Ehrengrab

mini|Von dem Bildhauer Georg Herting gestaltetes Familiengrab auf dem Engesohder Friedhof; zugleich Ehrengrab und Einzeldenkmal

Konrad Wrede wurde in einem Ehrengrab auf dem Stadtfriedhof Engesohde beigesetzt, Abteilung 1, Grabnummer 102a-102h.Karin van Schwartzenberg (Verantw.): Ehrengräber und Gräber bedeutender Persönlichkeiten auf dem Stadtfriedhof Engesohde, Faltblatt DIN A3 mit Übersichtsskizze, hrsg. von der Landeshauptstadt Hannover, Der Oberbürgermeister, Fachbereich Umwelt und Stadtgrün, Bereich Städtische Friedhöfe, Sachgebiet Verwaltung und Kundendienst, Hannover, 2012 Das Grabmal trägt die Inschrift:

Schriften Sonnige Tage in San Diego. Nach Augenblicks-Aufzeichnungen verfaßt, 12 einseitig maschinenschriftlich verfasste Blätter mit montierten Fotos, Hannover 1937 Streifzüge durch Ceylons Wunderwelt. Nach Augenblicks-Aufzeichnungen verfasst. Jahreswende 1893 - 1894, Reise-Typoskript, Hannover 1939 Phantastische Nacht. 29. September 1893. Nach Tagebuchnotizen, Typoskript mit der Schilderung „nach genau 50 Jahren“ seiner ersten Nacht in Japan während einer Weltreise des 28-jährigen über San Francisco und Honolulu nach Yoshiwara (Bordellviertel Tokios), Hannover 1943

Literatur o. V.: Besuch beim Busch Sammler Wrede. In: Hannoverischer Anzeiger vom 29. August 1940, S. 3 Christel Mosel: Der Maler und Illustrator Slevogt in der Sammlung Wrede in Hannover. In: Kunstgeschichtliche Studien, Herrn Prof. Dr. Richard Sedlmaier zum 60. Geburtstag dargebracht, München 1950, S. 1–13 Ulrich Gehrig: 100 Jahre Kestner-Museum Hannover: 1889-1989, hrsg. von der Landeshauptstadt Hannover, Kestner-Museum, Hannover 1989, ISBN 3-924029-14-8, S. ?. Hugo Thielen: Wrede, (2) Konrad. In: Dirk Böttcher, Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein, Hugo Thielen: Hannoversches Biographisches Lexikon. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2002, ISBN 3-87706-706-9, S. 395. Wrede’sche Familien Nachrichten, März 2005 (Kopie eines Manuskripts im Wrede Archiv im Landesmuseum Hannover) Hugo Thielen: Wrede, (2) Konrad. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u. a.: Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 685. Nicole Hartje-Grave: „Und ich habe immer das GefÜhl, keiner versteht Sie so wie ich!“ Der Sammler und Netzwerker Konrad Wrede. In: Gregor Wedekind (Hrsg.) in Verbindung mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz: Max Slevogts Netzwerke. Kunst-, Kultur- und Intellektuellengeschichte des späten Kaiserreichs und der Weimarer Republik (= Phoenix, Bd. 6), Berlin: Walter de Gruyter, ISBN 978-3-11-066095-1 und ISBN 3-11-066095-4, S. 151–172

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Einzelnachweise

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