Hesselbach ist ein Gemeindeteil von Wilhelmsthal im oberfränkischen Landkreis Kronach in Bayern.
Geographie Das Dorf liegt am Mühlberg (, 0,8 km nordöstlich). Die Staatsstraße 2200 führt nach Lahm (1,8 km nördlich) bzw. nach Neuenbach (1 km südwestlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Wilhelmsthal (1,3 km südwestlich).
Geschichte Hesselbach wurde 1338 erstmals urkundlich erwähnt.Dorfgeschichte Hesselbachs
mini|hochkant=1.3| Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Hesselbach 43 Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Kronach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Rittergut Hesselbach inne. Grundherren waren das Rittergut Hesselbach (2 Güter, 8 Halbgüter, 11 Sölden, 15 Tropfhäuser, 2 halbe Tropfhäuser) und das Kastenamt Kronach (4 Halbgüter). Neben diesen Anwesen gab es noch 1 Gemeindebräuhaus.H. Demattio: Kronach – Der Altlandkreis, S. 478.
Mit dem Ersten Gemeindeedikt wurde Hesselbach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Lahm zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt entstand 1818 die Ruralgemeinde Hesselbach, zu der Geschwend, Grümpel und Neuenbach gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Patrimonialgericht Hesselbach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Kronach (1919 in Finanzamt Kronach umbenannt). 1838 wurde Hesselbach dem Landgericht Kronach zugewiesen. Ab 1862 gehörte Hesselbach zum Bezirksamt Kronach (1939 in Landkreis Kronach umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Kronach (1879 in das Amtsgericht Kronach umgewandelt).H. Demattio: Kronach – Der Altlandkreis, S. 585. Die Gemeinde hatte ursprünglich eine Gebietsfläche von 6,598 km². Ein Teil von Neuenbach wurde bereits vor 1928 in Wilhelmsthal eingegliedert, der andere Teil kam 1962 zu Wilhelmsthal. Dadurch verringerte sich die Fläche auf 6,459 km² und schließlich auf 6,405 km².
Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Hesselbach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Wilhelmsthal eingemeindet.
Baudenkmäler Leitenbergweg 2: Wohnstallhaus Drei Bildstöcke
Einwohnerentwicklung Gemeinde Hesselbach Jahr Einwohner Häuser Quelle 1840 469 1852 519 1855 558 1861 516 1867 523 1871 512 82 1875 482 1880 503 1885 500 78 1890 469 84 1895 495 1900 488 86 Jahr Einwohner Häuser Quelle 1905 502 1910 469 1919 469 1925 523 77 1933 567 1939 604 1946 674 1950 648 99 1952 637 1961 577 111 1970 626
Ort Hesselbach Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2015Einwohner 351 351 343 309 381 467 471 506 474 449Häuser 46 51 60 54 72 92 117 Quelle
Wappen Die Blasonierung des früheren Gemeindewappens lautet: „In Silber ein schmaler blauer Wellenpfahl, vorne eine rote Schafschere, hinten eine rot bewehrte schwarze Bärentatze mit rotem Stumpf“.
Religion Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und nach St. Ägidius in Lahm gepfarrt.
Vereine 1991 wurde die Dorfgemeinschaft Hesselbach als Zusammenschluss aller Vereine gegründet. Im Ort gibt es einen Musikvereinvgl. mv-hesselbach.de und den Sportverein SSV Lahm-HesselbachVgl. .
Persönlichkeiten Joseph Zinner (1848–1906), Gutsbesitzer, Bürgermeister und Landtagsabgeordneter (NLP)
Literatur
Weblinks
Dorfgemeinschaft Hesselbach
Einzelnachweise Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
Kategorie:Geographie (Wilhelmsthal) Kategorie:Ort im Landkreis Kronach Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Kronach) Kategorie:Ersterwähnung 1338 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1978