Saint-Sever (okzitanisch: Sent Sever) ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand: ) im Département Landes in der Region Nouvelle-Aquitaine. Saint-Sever gehört zum Arrondissement Mont-de-Marsan und zum Kanton Chalosse Tursan.

Geographie Saint-Sever liegt 17 Kilometer südlich von Mont-de-Marsan an den Flüssen Adour und Gabas. Umgeben wird Saint-Sever von den Nachbargemeinden Aurice und Bas-Mauco im Norden, Benquet und Saint-Maurice-sur-Adour im Nordosten, Montgaillard im Osten, Montsoué im Südosten, Eyres-Moncube, Audignon und Banos im Süden, Montaut im Südwesten, Toulouzette im Westen und Cauna im Nordwesten.

Durch die Gemeinde führt die frühere Route nationale 133. Saint-Sever liegt an der Via Lemovicensis, einem der vier historischen „Wege der Jakobspilger in Frankreich“.

Geschichte Ursprünglich befand sich hier ein römisches Militärlager. Der Missionar Severus soll Anfang des fünften Jahrhunderts in den Ort gekommen sein. Von den ansässigen Vandalen sei er getötet worden. Die Benediktiner gründeten zuerst eine Kapelle zu seiner Erinnerung. Der Graf der Gascogne, Wilhelm II., begründete die Abtei Saint-Sever.

Während der Revolutionsjahre (1792–1795) hieß der Ort Mont-Adour.

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2018Einwohner 3983 4360 4716 4716 4536 4455 4625 4966

Gemeindepartnerschaft Mit der spanischen Gemeinde Puente la Reina besteht seit dem 24. Juni 1973 eine Partnerschaft.

Sehenswürdigkeiten mini|links|hochkant|Kirche Sainte-Eulalie Abtei von Saint-Sever aus dem 11. Jahrhundert, Monument historique seit 1911 und UNESCO-Weltkulturerbe seit 1998 Jakobinerkonvent aus dem 13. Jahrhundert Herrenhaus des Doktor Sentex, seit 2004 Monument historique Gallorömische Villa Gleyzia d’Augreilh, zwischen 350 und 380 erbaut Schloss des Generals Lamarque, erbaut 1812 Karmelitenkonvent Kirche von Augreilh Kirche Saint-Jean de Péré Kirche Sainte-Eulalie Platz Morlanne

Persönlichkeiten Der Heilige Severus (verstorben um 407), Missionar in der Novempopulana Arnaud de Moles (1470–1520), Bildhauer und Glasmaler Jean Martianay (1647–1717), katholischer Theologe und Bibelwissenschaftler Jean D’Arcet (1725–1801), Chemiker Jean Maximilien Lamarque (1770–1832), General Léon Dufour (1780–1865), Mediziner und Naturwissenschaftler René Crabos (1899–1964), Rugbyspieler Vinzenz (Fernand) Mora OSB (1922–2021), Benediktinermönch der Dormitio-Abtei in Jerusalem Frank Fournier (* 1948), Fotojournalist Frédéric Fauthoux (* 1972), Basketballspieler

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Nouvelle-Aquitaine Kategorie:Ort am Jakobsweg (Via Lemovicensis)

Kategorie:Ort am Adour