Bronn (oberfränkisch: BrunnJ. Pfanner: Landkreis Pegnitz, S. 7. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „brunn“.) ist ein Gemeindeteil der Stadt Pegnitz im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Bronn hat eine Fläche von 8,203 km². Sie ist in 1474 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 5565,38 m² haben. In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Lüglas.
Geographie Das Pfarrdorf Bronn grenzt an die Fränkische Schweiz und liegt am Rande des Veldensteiner Forsts. Es befindet sich dort der Königskopf, ein Dolomitfels, der als Geotop ausgezeichnet ist. Die Bundesstraße 2 führt nach Weidensees (2,5 km südwestlich) bzw. nach Neudorf bei der Anschlussstelle 44 der Bundesautobahn 9 (3,3 km östlich). Die von der B 2 abzweigende Kreisstraße BT 33 führt nach Kühlenfels (3,2 km westlich).
Geschichte mini|hochkant=1.3| 1196 wurde ein „Geyselherus de Brůnen“ genannt. Dies ist zugleich die erste urkundliche Erwähnung des Ortes. 1572 wurde die im Ort bestehende Kirche zur Pfarrkirche erhoben.J. Pfanner: Landkreis Pegnitz, S. 7. In der Fraisch unterstand Bronn dem brandenburg-bayreuthischen Oberamt Pegnitz. Von 1791/92 bis 1810 waren das preußische Justiz- und Kammeramt Pegnitz die übergeordneten Institutionen.
Mit dem Gemeindeedikt wurde 1812 der Steuerdistrikt Bronn gebildet. Zu diesem gehörten Hüll, Lüglas, Weidenhüll, Weidensees und Willenreuth. Wenig später entstand die Ruralgemeinde Bronn, zu der Lüglas, Weidenhüll und Willenreuth gehörten. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Schnabelwaid (1842 Landgericht Pegnitz umbenannt) und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Pegnitz. Ab 1862 gehörte Bronn zum Bezirksamt Pegnitz (1939 in Landkreis Pegnitz umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Pegnitz (1879 in Amtsgericht Pegnitz umgewandelt). 1955 wurden Weidenhüll und Willenreuth nach Elbersberg umgemeindet. Dadurch verringerte sich die Gebietsfläche der Gemeinde von 10,649 km² auf 8,224 km². Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde am 1. Januar 1976 in die Stadt Pegnitz eingegliedert.
Baudenkmäler In Bronn gibt es vier Baudenkmäler: Klumpertalstraße 49: Schmiedeeiserner Ausleger Klumpertalstraße 52: Pfarrhaus Klumpertalstraße 54: evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Jakobus Klumpertalstraße 79: Wohnstallhaus
Bodendenkmäler In der Gemarkung Bronn gibt es fünf Bodendenkmäler.
Einwohnerentwicklung Gemeinde Bronn Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 485 586 521 538 537 567 591 536 595 579 539 554 575 591 632 613 647 689 680 1004 986 900 624 656HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 98 109 110 113 120 138 113 Quelle Dort als Brunn aufgelistet. Für die Gemeinde Bronn inklusive Luiglas (S. 73), Weidenhüll (S. 134) und Willenreuth (S. 138).
Ort Bronn Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 321 346 382 402 354 283 678 535 566 516Häuser 70 71 75 86 98 128Quelle
Religion Bronn ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und Sitz der Pfarrei St. Jakobus.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Bayreuth Kategorie:Ortsteil von Pegnitz (Stadt) Kategorie:Geographie (Fränkische Schweiz) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bayreuth) Kategorie:Gemeindeauflösung 1975 Kategorie:Ersterwähnung 1196 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bayreuth