Horst-Hildebrandt von Einsiedel (* 23. Juli 1904 in Zabern; † 27. Oktober 1945 in Berlin) war ein deutscher Verwaltungsjurist.Personenstammkarten
Leben Horst-Hildebrandt von Einsiedel war ein Sohn des Majors Max von Einsiedel (* 1865; † 1913) und dessen erster Ehefrau Imgard von Pressentin gen. Rautter (* 1875; † 1909), Tochter der Romanschriftstellerin Margot von Frantzius (* 1846; † 1922; Pseudonym M. Baltic) und des Rittmeisters a. D. und Jagdschriftstellers Botho von Pressentin-Rautter (* 1840; † 1914; Pseudonym Botho Althagel). Nach dem frühen Tod der Mutter ehelichte der Vater 1911 seine Schwägerin Hertha von Pressentin-Rautter.
Nach dem Besuch der Kadettenanstalt auf Schloss Bensberg und in Potsdam studierte er an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität und der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin Rechtswissenschaft. Während seines Studiums wurde er 1927 Corpsschleifenträger der Borussia Bonn.Kösener Corpslisten 1930, Hrsg. Otto Gerlach. Im Verlag der Deutschen Corpszeitung, Frankfurt am Main 1930, (Corps) 11/1018 (lfd. Nr. dort). Außerdem trat von Einsiedel zum 14. November 1925 der NSDAP (Mitgliedsnummer 23.620)Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/7610098 und 1932 der SA bei. Nach dem Studium und dem Referendariat trat er 1934 in den Dienst des preußischen Innenministeriums. 1937 wurde er als Regierungsrat Landrat des Kreises Wehlau.Landkreis Wehlau. Territorial.de – Rolf Jehke (Hrsg.): Verwaltungsgeschichte und Landratsliste. Als Landrat in Wehlau war er im Oktober 1939 Landkommissar in Zichenau und anschließend bis Anfang Dezember 1940 vertretungsweise Landrat im Landkreis Zichenau.Landkreis Zichenau. Territorial.de – Rolf Jehke (Hrsg.): Verwaltungsgeschichte und die Landräte. Im Juni 1942 wurde er Leiter der Treuhandstelle Białystok. Er starb mit 41 Jahren „an den Folgen der russischen Kriegsgefangenschaft“.Personalunterlagen des Corps Borussia Bonn.
Horst-Hildebrandt von Einsiedel heiratete am 8. Oktober 1937 in Berlin Magda Riebold (* 1904), Tochter eines Juristen, das Ehepaar hatte zwei Töchter, Irmgard (* 1939) und Ellinor (* 1941). Einsiedels Schwester Margot war mit dem Landwirt Peter Gustav Brüggemann verheiratet, sie wohnten in den 1950er Jahren in Sachsen. Die Witwe Magda von Einsiedel lebte nach dem Krieg in Unterfranken, die Stiefmutter des Horst-Hildebrandt von Einsiedel zuletzt in Halle a. S. Botho von Pressentin genannt von Rautter war sein Onkel.
Literatur G. G. Winkel: Biographisches Corpsalbum der Borussia zu Bonn 1821–1928. Druck Wailandt AG, Selbstverlag, Aschaffenburg 1928, S. 292 (mit Porträt). Hans Friedrich von Ehrenkrook, Wilhelm von Blaschek, Carola von Ehrenkrook, Friedrich Wilhelm Euler, Jürgen Thiedicke von Flotow-Stuer, Walter von Hueck: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser A (Uradel) 1955. Band II, Band 11 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv. C. A. Starke, Glücksburg (Ostsee) 1955, S. 151–152 (mit Porträt in den Folgeseiten).
Einzelnachweise
Kategorie:Verwaltungsjurist Kategorie:Landrat (Kreis Wehlau) Kategorie:Landrat in den besetzten Gebieten (1939–1945) Kategorie:Person (deutsche Besetzung Polens 1939–1945) Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert) Kategorie:SA-Mitglied Kategorie:NSDAP-Mitglied HorstHildebrandt Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1904 Kategorie:Gestorben 1945 Kategorie:Mann