Schnackenhof ist ein Gemeindeteil des Marktes Zell im Fichtelgebirge im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern). Schnackenhof liegt in der Gemarkung Kleinlosnitz.
Geografie Der Weiler ist von Acker- und Grünland umgeben. Die Kreisstraße HO 19 führt an Erbsbühl (0,6 km nördlich) bzw. an Unterhaid vorbei nach Zell im Fichtelgebirge (1,7 km südöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Immerseiben (1,3 km östlich).
Geschichte Der Ort wurde im Jahr 1550 erstmals urkundlich erwähnt.D. Hermann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land, Sp. 585.
Schnackenhof gehörte zur Realgemeinde Großlosnitz. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Erbsbühl und Schnackenhof aus 6 Anwesen (1 Halbfrohnhof, 2 Viertelfrohnhöfe, 1 Halbhof, 2 Viertelhöfe). Die Hochgerichtsbarkeit stand dem bayreuthischen Stadtrichteramt Münchberg zu. Das bayreuthische Kastenamt Stockenroth war Grundherr sämtlicher Anwesen.A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 434.
Von 1797 bis 1810 unterstand Schnackenhof dem Justiz- und Kammeramt Münchberg. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Schnackenhof dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Kleinlosnitz und der zugleich entstandenen die Ruralgemeinde Kleinlosnitz zugewiesen.A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 490. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Schnackenhof am 1. Juli 1972 nach Zell im Fichtelgebirge eingemeindet.
Baudenkmäler Baudenkmäler sind drei Steinkreuze, die sich, wie der Ort selbst, an der Kreisstraße HO 19 zwischen Großlosnitz und Unterhaid befinden.
ehemalige Baudenkmäler Haus Nr. 4: Wohnstallbau mit strohgedecktem Satteldach, 18./19. Jahrhundert, Giebel verschalt.T. Breuer: Münchberg, S. 36. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Haus Nr. 5: Zugehörige Satteldachscheune mit Riegelwand, am Dachfuß bezeichnet „Aufbauen Laßen M. J. 1767“.
Einwohnerentwicklung Jahr 1799 1812 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2005 2010 2015Einwohner 35 63 71 58 39 32 39 37 31 28 27 24 22HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 6 9 10 7 6 7 7 Quelle J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 157.
Religion Schnackenhof ist bis heute nach St. Gallus (Zell im Fichtelgebirge) gepfarrt und seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt.
Literatur
Hans Bucka, Oskar Heland: Die Steinkreuze und Kreuzsteine im Landkreis Hof und in der Stadt Hof. Hof 1986. S. 38.
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Zell im Fichtelgebirge) Kategorie:Weiler im Landkreis Hof Kategorie:Ersterwähnung 1550