Raingard Tausch (* 2. Februar 1949 in Leonberg) ist eine deutsche Zeichnerin, Malerin und Objektkünstlerin.Landesbibliographie Baden-Württemberg: Tausch, Raingard, ID-Nr.: 651013.
Leben und Wirken
Nachdem Raingard Tausch ein Studium in Heidelberg als Diplom-Übersetzerin abgeschlossen hatte, absolvierte sie eine künstlerische Ausbildung bei Karl-Peter Muller an den akademischen Werkstätten in Maximiliansau. Sie arbeitet heute als freischaffende Künstlerin in Heidelberg mit den Arbeitsschwerpunkten Zeichnung, Collage und Objekte.
In ihren Papier- und Drahtarbeiten, für die sie sich Anregungen bei Reisen in ferne Länder holt, setzt sie sich mit archaischen Kulturen und außereuropäischen Zivilisationen der Moderne auseinander.Bernd Karl: Humboldt-Galerie: Raingard Tausch stellt aus. Alte Zeiten und fremde Kulturen. Südhessen Morgen, 1. September 2012. Mit fremdartigen Zeichen, Chiffren und Symbolen gibt sie Zeugnis von den auf ihren Reisen gesammelten Eindrücken. Heinrich Pesch Haus, Ludwigshafen am Rhein. Ihre Werke können oft konkreten Orten und Erlebnissen zugeordnet werden. Sie nutzt für ihre Collagen eine aus vielen Ländern der Welt zusammengetragene Papiersammlung, in der sie handgeschöpfte Papiere, Handschriften, Seekarten, Notenblätter und Zeitungsauszüge archiviert.Kunstverein Leimen: Ausstellung DREIKLANG – Malerei, Collagen und Obkek
Für ihre „Vorzeit-Zeichen“ verwendet sie natürliche Farbstoffe, um an Ton und Lehm erinnernde Flächen in verschiedenen Schattierungen zu erstellen, die von steinzeitlichen Relikten wie Faustkeilen und Speerspitzen durchzogen sind.
Bei ihren „Indianischen Impressionen“ gibt sie die amerikanische Wüste in roten bis nahezu weißen Farbtönen wieder und deutet die Tipis der dort lebenden Indianer nur schematisch im Hintergrund an. Neben großflächigen Collagen aus Papier, Folien und Stoff in mehreren Lagen, durch die sie eine plastische Tiefenwirkung erzielt, erstellt sie auch filigrane Drahtplastiken, bei denen sich Fliegengitter und Metallstäbe mit gewebten und gehäkelten Elementen zu fantasievollen Objekten, teilweise auch Buchobjekten, verbinden.
Seit 1992 hat Raingard Tausch ihre Arbeiten in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland erfolgreich präsentiert. Einige Arbeiten befinden sich in öffentlichen Sammlungen.
Ausstellungen 2002, Papier x 4, Kunstverein Germersheimwww.artfacts.net 2005, Über-Regio, Malerei, Holzschnitte und Objekte GEDOK-Ausstellung im Landratsamt Freiburg mit Grit SchumacherGrit Schumacher: Ausstellungen. 2007, X mal ICH, Städtische Galerie Fruchthalle Rastatt 2009, In Form, Heidelberger Forum für Kunst, HeidelbergHeidelberger Forum für Kunst: „IN FORM“. 2011, 80 Jahre GEDOK Heidelberg, Duale Hochschule Baden-Württemberg Mosbach, 24. August 2011.. 2012, Les Vendémiaires, Saint-Mathieu-de-Tréviers, FrankreichLe beau cru 2012 des Vendémiaires (französisch).Journal de la Communautv de communes du Grand Pic Saint-Loup. Nr. 10, Juni 2012 (französisch). 2013, Moment Mal, Heinrich-Pesch-Haus, Ludwigshafen am Rhein mit Brunhilde GierendDr. Chris Gerbing: Ausstellungen und Vernissagen. 2014, Fremd, Heidelberger Forum für Kunst, HeidelbergSusann Behnke-Pfuhl: Fremd - Yabanci: Deutsch-türkischer Dialog in der Kunst. 2014, Dreiklang, Kunstverein Leimen„Dreiklang-Malerei“ erweckte Kunstverein. Die Vernissage zur ersten Ausstellung nach dem Beinahe-Aus war ein voller Erfolg. Rhein-Neckar-Zeitung vom 8. April 2014. 2014, Collagen und Mischtechniken, vom 26. Juli bis 22. August 2014 im „Kleinen Kunstraum 21“ von Gotthart Eichhorn in Geiselbach-Omersbach
Einzelnachweise
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