Sankt Veit in der Südsteiermark (slow. historisch Šentvid v Slovenskih goricah) ist seit Jahresbeginn 2015 eine Marktgemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk Leibnitz in der Steiermark.
Geografie Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst 12 Katastralgemeinden bzw. gliedert sich in 17 Ortschaften (Fläche Stand ; Einwohner Stand ): Katastralgemeinden Ortschaften Hütt () Labuttendorf () Lind () Lipsch () Neutersdorf () Perbersdorf bei St. Veit () Pichla () St. Nikolai ob Draßling () St. Veit am Vogau () Seibersdorf bei St. Veit () Siebing () Weinburg () Hütt () Labuttendorf () Leitersdorf () Lind bei Sankt Veit am Vogau () Lipsch () Marchtring () Neutersdorf () Perbersdorf bei Sankt Veit () Pichla bei Mureck () Priebing () Rabenhof () Sankt Nikolai ob Draßling () Sankt Veit am Vogau () Seibersdorf bei Sankt Veit () Siebing () Wagendorf () Weinburg am Saßbach ()
Eingemeindungen Jeweils am 1. Jänner wurden eingemeindet: 1951 Labuttendorf → Sankt Veit am Vogau 1965 Neutersdorf → Sankt Veit am Vogau 1968 Perbersdorf bei Sankt Veit, Pichla bei Mureck und Siebing → Weinburg am Saßbach 1968 Lichendorf, Oberschwarza, Seibersdorf bei Sankt Veit und Unterschwarza → Weitersfeld an der Mur 1969 Hütt und ein Teil von Marchtring → Sankt Nikolai ob Draßling 1970 Lind bei Sankt Veit am Vogau und Lipsch → Sankt Veit am Vogau
2015 wurden Sankt Nikolai ob Draßling, Sankt Veit am Vogau und Weinburg am Saßbach zur neuen Gemeinde Sankt Veit in der Südsteiermark vereinigt. 2020 kam die Katastralgemeinde Seibersdorf bei St. Veit aus der aufgelösten Gemeinde Murfeld dazu.
Namensänderungen 1. Juni 1951 Lind → Lind bei Sankt Veit am Vogau; Weinburg → Weinburg am Saßbach 1. Jänner 1969 Weitersfeld an der Mur → Murfeld 1. September 1999 „Marktgemeinde“ Sankt Veit am Vogau 2021 Ortschaften „Lind bei Sankt Veit“ und „Pichla bei Sankt Veit“ 2025 Ortschaft „Lind bei Sankt Veit am Vogau“
Nachbargemeinden Die Gemeinde ist von sechs Nachbargemeinden umgeben, drei davon liegen im Bezirk Südoststeiermark (SO).
Geschichte Die Gemeinde Sankt Veit in der Südsteiermark entstand im Rahmen der Gemeindestrukturreform in der SteiermarkSteiermärkische Gemeindestrukturreform aus den zum Jahresende 2014 aufgelösten Gemeinden Sankt Veit am Vogau und Sankt Nikolai ob Draßling, beide im politischen Bezirk Leibnitz gelegen, sowie der Gemeinde Weinburg am Saßbach im politischen Bezirk Südoststeiermark.Kundmachung der Steiermärkischen Landesregierung vom 28. November 2013 über die Vereinigung der Marktgemeinde Sankt Veit am Vogau und der Gemeinde Sankt Nikolai ob Draßling, beide politischer Bezirk Leibnitz, und der Gemeinde Weinburg am Saßbach, politischer Bezirk Südoststeiermark. Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 26. Juni 2014, Nr. 72, Jahrgang 2014, , S. 1.
Die Grenzen der Bezirke Südoststeiermark und Leibnitz wurden so geändert, dass die neue Gemeinde vollständig im Bezirk Leibnitz liegt.Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 10. Juli 2014, mit der die Steiermärkische Bezirkshauptmannschaftenverordnung geändert wird. Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 10. September 2014, Nr. 99, Jahrgang 2014, .
Mit Ende des Jahres 2019 wurde die Nachbargemeinde Murfeld aufgelöst und auf die beiden Gemeinden Sankt Veit und Straß aufgeteilt, die Katastralgemeinde Seibersdorf bei St. Veit wurde in die Marktgemeinde Sankt Veit in der Südsteiermark eingemeindet.46. Gesetz vom 2. April 2019 über die Aufteilung der Gemeinde Murfeld auf die angrenzenden Marktgemeinden Sankt Veit in der Südsteiermark und Straß in Steiermark, abgerufen am 17. Juni 2019 Auch hier wechselte die Katastralgemeinde vom Bezirk Südoststeiermark in den Bezirk Leibnitz über.
Die ehemalige Gemeinde Weinburg am Saßbach lag bis Ende 2012 im Bezirk Radkersburg und hatte das Kfz-Kürzel „RA“. Ab Mitte 2013 bis Ende 2014 wurden Kennzeichen mit dem Kürzel „SO“ zugeteilt, seit 2015 ist es „LB“. Die Ortschaft Seibersdorf bei Sankt Veit hatte nach „RA“ bis Ende 2019 das Kürzel „SO“ (Bezirk Südoststeiermark).
Bevölkerungsentwicklung
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|hochkant|Pfarrkirche St. Veit am Vogau mini|hochkant|Schloss Weinburg am Saßbach mini|hochkant|Pfarrkirche St. Nikolai ob Draßling mini|hochkant|Denkmalgeschütztes Haus an der Adresse Am Kirchplatz 1 mini|hochkant|Pfarrhof in St. Veit am Vogau
Schloss Weinburg am Saßbach Katholische Pfarrkirche St. Nikolai ob Draßling Katholische Pfarrkirche St. Veit am Vogau
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaftssektoren Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Anzahl der Betriebe und der Beschäftigten in den Wirtschaftssektoren: WirtschaftssektorAnzahl BetriebeErwerbstätige20212011 200120212011 2001Land- und Forstwirtschaft 1)184 - - 271 251 339Produktion64 58 45 542 469 556Dienstleistung181 166 75 583 387 228 1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999, Arbeitsstätten im Jahr 2021, Arbeitsstätten im Jahr 2021
Bildung Neben Kinderkrippe und Kindergärten befinden sich drei Volksschulen in der Gemeinde: St. Veit am Vogau, Nikolai ob Draßling und Weinburg am Sassbach.
Verkehr Die wichtigste Straßenverbindungen sind die Rabenhofstraße L208 im Süden und die Schwarzautalstraße L624 in den Norden der Gemeinde. Die Pyhrn Autobahn A9 verläuft knapp an der Gemeindegrenze im Südwesten, dort liegt auch die Anschlussstelle Vogau-Straß.
Der nächste Bahnhof befindet sich im rund zehn Kilometer entfernten Leibnitz. Von dort gibt es halbstündliche Schnellbahnverbindungen nach Graz.
Politik
Gemeinderat Der Gemeinderat besteht aus 21 Mitgliedern. Nach dem Ergebnis der Gemeinderatswahl 2025 setzt sich dieser wie folgt zusammen: 13 Mandate ÖVP 3 Mandate SPÖ 4 Mandat FPÖ 1 Mandat GRÜNE + Die letzten Gemeinderatswahlen brachten folgende Ergebnisse: Partei2025202020152010 St. Veit in derSüdsteiermark St. Veitam Vogau St. Nikolaiob Draßling Weinburgam Saßbach Stimmen % Mandate St. % M. St. % M. St. % M. St. % M. St. % M.ÖVP 1620 58,72 13 1564 62,94 14 1458 56 12 767 58 9 588 74 11 497 69 10SPÖ380 13,77 3736 29,62 6736 28 6 518 39 6 107 13 2nicht kandidiertFPÖ614 22,25 4185 7,44 1421 16 343 3 099 12 2nicht kandidiertGRÜNE145 5,26 1nicht kandidiert nicht kandidiertEinigkeit lohnt sichnicht kandidiert nicht kandidiert 228 31 5 Wahlberechtigte 3.775 3.663 3.444 1.530 927 912 Wahlbeteiligung 73 % 68 % 77 % 87 % 87 % 83 %
Bürgermeister und Gemeindevorstand Manfred Tatzl (ÖVP) wurde in der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats vom 20. April 2015 zum Bürgermeister der neu zusammengesetzten Gemeinde gewählt.Gemeinde St. Veit in der Südsteiermark: Gemeindenachrichten Juni 2015 (PDF; 367 kB), abgerufen am 15. Juni 2015. Tatzl war bereits bis Ende 2014 Bürgermeister der damaligen Gemeinde St. Veit am Vogau und führte ab 1. Jänner die Geschäfte der fusionierten Gemeinde als Regierungskommissär.
Josef Pratter, der knapp 25 Jahre Bürgermeister von St. Nikolai ob Draßling war, und die vormalige Bürgermeisterin der Gemeinde Weinburg am Saßbach, Susanne Lucchesi-Palli, traten zur Neuwahl nicht mehr an.Gemeinden St. Nikolai ob Draßling, Weinburg am Saßbach und St. Veit am Vogau: (PDF; 4 MB), abgerufen am 15. Juni 2015.
Mit Wirkung vom 30. April 2015 hat Manfred Tatzl sein Gemeinderatsmandat zurücklegt, da er die Geschäfte der fusionierten Gemeinde als sogenannter „Volksbürgermeister“ leiten möchte.Gemeinde St. Veit in der Südsteiermark: Gemeindenachrichten März 2015 (PDF; 500 kB), abgerufen am 15. Juni 2015
Dem Gemeindevorstand gehörten weiters der erste Vizebürgermeister Gerhard Rohrer, der zweite Vizebürgermeister Harald Schögler, der Gemeindekassier Georg Pock und das Vorstandsmitglied Rudolf Reinprecht an.
Mit 31. Dezember 2016 trat Manfred Tatzl von seinem Amt zurück und Vize-Bürgermeister Gerhard Rohrer übernahm seine Stelle.
Nach der Gemeinderatswahl 2020 bestand der Gemeindevorstand aus Bgm. Gerhard Rohrer (ÖVP), 1. Vizebgm. Georg Pock (ÖVP), 2. Vizebgm. Harald Schögler (SPÖ), Gemeindekassier August Jöbstl (ÖVP) und dem weiteren Vorstandsmitglied Michaela Lorber (ÖVP).
Nach der Gemeinderatswahl 2025 konstituierte sich der Gemeinderat am 16. April 2025 neu. Bürgermeister Gerhard Rohrer (ÖVP) und der 1. Vizebürgermeister Georg Pock (ÖVP) wurden in ihren Ämtern bestätigt. Die Aufgaben des 2. Vizebürgermeisters übernimmt neu Manuel Paschek (FPÖ). Michaela Lorber (ÖVP) übernimmt neu die Agenden des Gemeindekassiers und Roswitha Krenn (ÖVP) ist neu als weiteres Vorstandsmitglied im Gemeindevorstand vertreten.Gemeinde St. Veit in der Südsteiermark: Konstituierung des Gemeinderates, abgerufen am 19. Juli 2025.
Wappen
links|120px Alle drei Vorgängergemeinden hatten ein Gemeindewappen. Wegen der Gemeindezusammenlegung verloren diese mit 1. Jänner 2015 ihre offizielle Gültigkeit. Die Neuverleihung des Gemeindewappens für die Fusionsgemeinde erfolgte mit Wirkung vom 25. Oktober 2016.124. Verlautbarung der Steiermärkischen Landesregierung vom 13. Oktober 2016 über die Verleihung des Rechtes zur Führung eines Gemeindewappens an die Marktgemeinde Sankt Veit in der Südsteiermark (politischer Bezirk Leibnitz), abgerufen am 28. Oktober 2016 Blasonierung (Wappenbeschreibung): „Über silbernem Schildfuß, darin über schwarzem, silbern geflutetem Wellenbalken grün drei aus gemeinsamem Ursprung nach oben wachsende Weintrauben und zwei ebensolche Weinblätter, in Blau eine goldene, reich gegliederte und von Fenstern und Tür fünfzehnfach schwarz durchbrochene Kirchenfassade mit Volutengiebel samt zwei mit Knauf und Kreuz besteckten goldenen Zwiebeltürmen, zwischen diesen ein silbernes Löwenhaupt.“
Weblinks
st-veit-suedsteiermark.gv.at Homepage der Gemeinde
Einzelnachweise
Kategorie:Gemeindegründung 2015